Britta Habuch

Coaching | Theater | Lesung | Performance

Navigation Menu

Inspirationen

Photo Award Osnabrück

Posted by on Nov 2, 2017 in Inspirationen | Kommentare deaktiviert für Photo Award Osnabrück

2. November 17

Die Ausstellung Photo Award im Kulturhistorischen Museum in Osnabrück zeigt Fotos der Gewinner und Nominierungen.

Zu den Themen Porträt, Freie/ Konzeptionelle Fotografie, Landschaft/ Natur, Fotojournalismus/ Editorial sind im Hauptraum die GewinnerInnen ausgestellt.

Ich bin fasziniert von Saskia Boelsums Wasserwolkenbild aus dem Bereich Landschaft/ Natur :

 

Annäherung I

Annäherung II

Annäherung III

 

da möchte ich sein. Und diese Einzelperson berührt mich.

 

Sonst noch: Das Bild einer kurdischen Kämperin von Sonja Hamad lässt mich weinen.
Selber hingehen – wir sehen doch alle etwas Anderes – geht noch bis zum 25. Februar 2018.

 

in eigener Sache

Posted by on Okt 25, 2017 in Inspirationen | Kommentare deaktiviert für in eigener Sache

25. Oktober 17

Was verstehen eigentlich Andere unter dem, was ich mit meinem Train the Trainer anbiete.
Manchmal merke ich, dass es mir schwerfällt mein eigenes Tun kurz und knapp zu erklären.
Ich arbeite halt nicht als Bäckerin, Krankengymnastin, Fußballerin, Psychologin, Steuerfachangestellte, Lehrerin, Maurerin – wo den meisten Menschen hier ziemlich schnell klar ist, worin ihre Tätigkeit besteht und zu welcher Gelegenheit sie deren Angebot  eventuell in Anspruch nehmen möchten.
Ich habe das Gefühl, meine potentiellen KundInnen wissen noch gar nichts von mir.

eine Annäherung I

 

eine Annäherung II

 

ein Annäherung III

Na, und um mir mal einen Überblick zu verschaffen, was meine FreundInnen darunter verstehen habe ich eMails verschickt, die zum Beispiel so lauteten:

„Könntest du mir bitte 3 Sätze schreiben zu der Frage: Was biete ich da eigentlich an mit meinem Coaching für lebendige Seminare und Workshops. Wie hast du das verstanden? Nichts ausgefeiltes, nur was dir spontan einfällt.“ 

 

 

Und das sind Antworten darauf:

 

„Du unterstützt Dozenten dabei, ihre Veranstaltungen spritziger und mitreißender zu gestalten.
Du erstellst gemeinsam mit den Dozenten ein individuelles Konzept für jede Veranstaltung, machst entsprechende Übungen und gibst Handwerkzeug mit. Dabei arbeitest du mit theaterpädagogischen und kreativen Methoden und bringst nicht zuletzt deine total lebendige und sprudelnde Persönlichkeit mit ein!“

„schlafende zum leben erwecken
feuer im arsch, wind machen
das handeln colorieren
lachen“

 

„Dein Angebot Train the Trainer verstehe ich so, dass du Personen, die Trainings jeglicher Art durchführen, Hilfe an die Hand gibst, wie sie ihre Einheiten lebhafter gestalten können. Dabei wendest du dein Wissen aus der Theaterpädagogik an und bringst Kreativtechniken mit ein.
Als Kunde kann ich von dir erwarten, dass nicht nur Theorie vermittelt wird sondern die Techniken auch praktisch erarbeitet werden.“

 

 „Eine sehr lebendige, interaktive Art der Unterstützung bei Vermittlung von Inhalten.
Individuelles Eingehen auf Persönlichkeit und Typus des Coachees.
Ausprobieren neuer Techniken und Herangehensweisen, Ermutigung dazu.
Neue Ideen, neue Wege, mit Spaß und neuen Inspirationen an die Sache gehen, abseits der vielleicht etwas ausgetretenen Pfade.“

 

„Dein Angebot Train the Trainer ist für Menschen, die Seminare oder Fortbildungen anbieten und wendet sich sowohl dem Bezug und der Motivation zu, mit dem/der diese Menschen ihre Arbeit machen, als auch ihnen ein Instrumentarium anzubieten und zu erschließen, das ihnen ermöglicht, ihre Angebote mit Freude, lebendig und zielführend zu gestalten.“

 

„Also ich hab es immer so verstanden dass du anbietest die eigentlich ja oft viel zu trockenen Seminare oder Vorträge aufzupeppen mit Interaktiven Parts.“

 

„Eine ziemlich breite Palette an Unterstützung für Vortragende.
Da sind einmal die Techniken aus dem Theaterbereich, Atmung, Präsenz, Haltung etc..
Dann die Vertiefung des jeweiligen Inhalts durch Übungen (und Rückmeldung?)
Sowie die Möglichkeit, Vorträge abwechslungsreich zu gestalten und dadurch auch flexibel auf besondere Situationen zu reagieren.
Alles in allem eine gut bestückte Werkstatt, aus der sich Deine Kunden die passenden Werkzeuge aussuchen können.“

 

DANK EUCH!!!

 

 

 

 

 

 

 

Fünfe grade sein lassen

Posted by on Okt 18, 2017 in Inspirationen | Kommentare deaktiviert für Fünfe grade sein lassen

18. Oktober 17

diese Woche ist so turbulent, so blauhimmelig, so herbstleuchtend – ich lasse inspirationsmäßig einfach mal Fünfe grade sein.

 

Als mir das vor ein paar Minuten durch den Kopf ging, schloß sich sofort die Frage an: Woher kommt denn dieser Ausdruck?

 

 

 

Ich schau nach und finde:

Etwas nicht so genau nehmen; etwas durchgehen lassen.

Wer die (eigentlich ungerade) Zahl Fünf zeitweise eine gerade Zahl sein lässt, akzeptiert, dass etwas nicht perfekt und eigentlich nicht richtig ist.

Eine andere etymologische Erklärung bezieht sich darauf, dass man sich ausruht, indem man alle Finger seiner Hand gerade lässt.
( steht so bei Phraseo)

Gefällt mir! Und obwohl ich doch Fünfe grade sein lassen wollte – doch wieder was gelernt.

 

Columbus Center als Kunstimpuls

Posted by on Okt 11, 2017 in Inspirationen | Kommentare deaktiviert für Columbus Center als Kunstimpuls

11. Oktober 17

In Bremerhaven läuft aktuell in der Kunsthalle eine Ausstellung der Berliner  Künstlerin Birte Endrejat, die sich mit dem Columbus Center befasst. Zu sehen sind in einem Nebenraum unter anderem Modelle des Architektenwettbewerbes. Diese Modelle sind von der Künstlerin in 3D nachgebaut.

 

Die Skyline von Bremerhaven im Dezember 2008. die drei Hochhäuser bilden die Wohneinheiten des Columbus Centers

 

Für mich als Bremerhavenerin ist das Columbus Center ein spannendes Thema. Als Viertklässlerin hatten wir uns dort mit der Clique auf der großen Baustelle einen Treffpunkt geschaffen (wir Bremerhavner Butscher).
Als das Center fertiggestellt war, haben wir drinnen auf Treppen unsere Hausaufgaben gemacht – na und alles mögliche andere auch. Bei uns hieß es immer das Clocenter.
Es umfasst drei große Wohntürme und eine Einkaufspassage mit Kino, früher auch einer Veranstaltungslocation.

Dienstags sind die Kunsthalle und das Kunstmuseum in Bremerhaven kostenfrei. Ich habe mein Büro für ein paar Tage zu meiner Mutter verlegt und so machen wir uns am Dienstagnachmittag auf den Weg in die Stadt. Unsere Info: Es soll interessante Fotos geben.

Im großen Ausstellungraum empfängt uns dieser Boden:

„Ach, hier ist grade gar keine Ausstellung?“ Und schon kommt eine Museumsmitarbeiterin und klärt uns auf. Die Zeichnung auf dem Boden ist Architektensprache. Zur Orientierung für uns: Rechts ist die Weser, links das Columbus Center. Die Dreiecke sind sogenannte Aktivitätszonen.
Diese Aktivitätszonen hat die Künstlerin dann real besucht und beobachtet und ihre Beobachtungen notiert. Einmal zu lesen in der Ausstellungsbroschüre: „Beim Betreten einer Drehtür eine halbe Drehung machen und sich dabei nach hinten umsehen.“ oder „Eine Schirmmütze vor den Bauch halten und das Kinn nach vorne strecken.“ und dann im Foyer per Videobeamer im Schreibmaschinenstil an die Wand projeziert. Das macht Spaß, da hab ich gleich Lust nach draussen zu gehen, die Punkte zu suchen und eigene Entdeckungen zu machen.

Da wird aus alltäglichen Bewegungen etwas Besonderes, es wird in Szene gesetzt, der Fokus draufgelegt – das JETZT berührt.

Auf einer Empore des Ausstellungsraumes sitzen Leute und schauen Bilder. Ah ja, das müssen die Bilder sein, von denen wir gehört hatten. Angekommen, sehen wir Fotoaufnahmen von Menschen die im Columbuscenter leben.

 

Was sagte die Museumsmitarbeiterin? Sowas wie: Das CC sollte eine Verbindung zwischen Innenstadt und Wasser herstellen, wurde aber nur als störend empfunden, wie eine Schranke. es nahm ja auch vielen den Blick auf das Wasser.
Ganz anders bei den Bewohnern. Die sind mächtig stolz. Und so gab es viele die Fotos aus ihren Wohnungen beisteuern konnten.
Grandiose Idee …

„Sie gehört zu den Künstlern, die ihre Inspiration vor Ort finden, indem sie ganz genau beobachten, hinschauen, sich Notizen machen. Über ihre ungewöhnliche Arbeitsweise, die sich immer auf den Ort und die Menschen, die dort leben, bezieht.“
(Artikel von Nadja Naumann in Kunst:art; Atelier Verlag Ursula Frtzsche KG;  Nr. 75; Seite 23)

 

 

7 Tage Basenfasten

Posted by on Okt 5, 2017 in Inspirationen | Kommentare deaktiviert für 7 Tage Basenfasten

5. Oktober 17

Montag den 9. Oktober starten wir. 7 Tage Basenfasten (nach Sabine Wackert).

Die Woche Zeit nehmen für Spaziergänge. Jeden Tag 30 Minuten raus. Sauna. Früh ins Bett. Bäder in Bade Natron, oder auch Fußbäder mit Bade Natron. Lebensgenuss. Bewusstheit.

 

Gegessen werden darf alles, was basisch ist. Dabei 20 % Obst und 80% Gemüse. Kartoffeln, Oliven, Trockenobst ungeschwefelt, Mandeln, Erdmandelflocken (für Müsli).
Nach 14h weder Rohkost noch Obst.
Nach 18h nichts mehr Essen.
2-3 Liter Wasser.
Trinken: gutes Wasser, Kräutertees nur kurz ziehen lassen. Empfohlen: Abendtraum, Kräutertraum, Morgengruß (Bioladen), 24 Kräuter Base Balance (Reformhaus).

 

Am ersten und dritten Tag abführen

Begleitende Schüsslersalze :
vor dem Frühstück  2x Nr. 9
vor dem Mittag        2x Nr. 11
nachmitteags            2x Nr. 6
vor dem Abendbrot 2x Nr. 10

Im Falle von fastenbedingten Kopfschmerzen (z.Bsp. bei Koffeinentzug)
Nr. 10 als „heiße Sieben“ –
7 Tabletten in heißem Wasser auflösen und in kleinen Schlucken trinken, dabei die Flüssigkeit lange im Mund behalten.

Was esse ich wann?

Morgens

Für die Morgens – nur – ObstesserInnen kann alles bleiben wie gehabt.
Obst
Müsli aus Erdmandelflocken
Rohkost

Ingwertee
Obstsalat
frisch gepressten Organgensaft
Bananenshake

Wer Rezepte dafür haben möchte, bitte melden.

 

Zwischenmahlzeit morgens
Obst
Mandeln
ungeschwefeltes Trockenobst
rohes Gemüse
frisch gepresster Saft

Mittagessen
Salat  (z.Bsp Rote Beete Salat mit Sonnenblumenkernen und Petersiliendressing)
Petersiliendressing: 2 Eßl. Sonnenblumenkerne, 1 Bund Petersilie, Saft von halber Zitrone, Kräutersalz, Pfeffer, kleine Schalotte.
Basilikumdressing: 2 Eßl. Olivenöl, Saft von einer halben Zitrone, Basilikum
gern auch mit Pilzen wie Seitlingen oder Champions (angebraten zum Salat)
wer Rohkost nicht gut verträgt: Gemüse garen

Salat mit in Ingwer und Olivenöl angegarter rote Beete, geröstete Sonnenblumenkerne: Kresse und Basilikum

Zwischenmahlzeit nachmittags:

Trockenobst ungeschwefelt
Oliven (natur in Olivenöl oder Lake)
Mandeln

 

Abendessen
warmes Essen
Gemüsesuppen
gedünstetes Gemüse mit Sesamsoße (3 Eßl. Tahinisoße/Sesampaste mit 4 Eßl. erhitzer Gemüsebrühe aufgießen) darüber frische Kräuter und geröstete Kerne
Gemüse in Olivenöl erwärmt
Kartoffeln z.Bsp. Pellkartoffeln mit Olivencreme, oder mit Avocadomus und gebrateten Pilzen

wer weitere Anregungen für Rezepte braucht, melde sich.

 

Liste mit basischen Lebensmitteln (auf gute Bioqualität achten, es geht um Entgiftung)


Obst:

Äpfel
Birnen
Holunder
Himbeeren
Kirschen
Bananen
Nektarinen/ Pfirsiche
Pflaumen
Quitten
Walnüsse
Eßkastanien
Ananas
Apfelsinen
Avocados
Clementinen
Kiwis
Pampelmusen
Zitronen

 

Gemüse saisonal im Oktober
Auberginen
Staudensellerie
Blumenkohl
Bohnen
Brokkoli
Champignons
Chicoree
Fenchel
Kartoffeln
Kohlrabi
Kürbis
Mangold
Meerrettich
Möhren
Paprika
Lauch
Radieschen
rote Beete
Rotkohl
Gurken
Spinat
Steckrüben
Tomaten
Weiß -/ Spitzkohl
Wirsing
Zucchini
Zwiebeln
Salate

empfohlene Öle: Weizenkeimöl, Distel- und Sesamöl usw.
alles an Keimlingen
Ballaststoffe: Mandeln, Sesamsamen, Sonnenblumenkerne, Leinsamen, Apfel, Banane, Blumenkohl, getrocknete Aprikosen, Kartoffeln … .
ungeschwefelte Trockenfrüchte :
Rosinen, Aprikosen, Banane, Papaya, Feigen, Ananas …

Fertiges:
Basilikum in Olivenöl
Apfelmus ohne Zucker
Olivenpaste ohne Würze

Kräuter, Sprossen und Co unbedingt empfehlenswert.

Was neuerdings auch geht: Kokosflocken, Kokosmus und Kokoswasser.

 

Diese Woche weglassen:
Kaffee, Alkohol; alle sonstigen Drogen, Teein, tierische Produkte, alles mit Zucker, Süßigkeiten, Kohlehydrathaltiges: Nudeln, Brot ….

Und dann geht`s los ………

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mein Tag

Posted by on Sep 28, 2017 in Inspirationen | Kommentare deaktiviert für Mein Tag

28. September 17

Mein Tag

Ja, ich notiere mir im Kalender einen Tag mit „mein Tag“ und da kommt dann nichts anderes dazu. Ich nehme einen Wochentag. An meinem Tag bin ich offline, gehe nicht ans Telefon (es gibt auch mal ne Ausnahme – doch das ist für mich nicht wirklich gut – das bringt mich raus, bzw. wieder rein). Wenn das Wetter es irgendwie zulässt, gehe ich wandern. So auch letzte Woche. Diesmal mit dem Vorsatz, sowenig wie möglich über das Gestern und Morgen nachzudenken und wenn, mich wieder in die Gegenwart zurückzuholen.  Mir ging es gut. Das Wetter hätte besser gar nicht sein können – echtes T-Shirt Wetter. Ich lag dann auch einfach mal auf einem Feldweg, alle Viere von mir gestreckt – herrlich.

Das war ein totaler Euphoriepartikelauftanktag für mich.

Gewandert bin ich südlich von Osnabrück, bei Georgsmarienhütte. (Von der Gegend gibt es eine ordentliche Wanderkarte im Maßstab 1: 25.000 – „Georgsmarienhütte, Hagen a.T.W., Hasbergen“ für 4 Euro, zu beziehen in Buchhandlungen, oder über die Gemeinden. )

Und dazu einfach ein paar Bilder:

Platzfindung

Posted by on Sep 20, 2017 in Inspirationen | Kommentare deaktiviert für Platzfindung

20. September `17

Erst Morgen wollte ich die wöchentliche Inspiration schreiben  … da öffnet sich, fast wie von selbst, die Seite:

Ich bin dabei einen kleinen Workshop vorzubereiten, heut Abend geht es los und ich bin mir über den Opener noch nicht ganz im Klaren.
Lasse ich die Teilnehmerinnen alle einzeln rein, sich einen Platz im Stuhlkreis suchen und bitte sie, sich diesen Platz zu merken, wieder vor die Tür zu gehen und bitte die Nächste herein usw… ?
Danach kommen alle zusammen rein und setzen sich auf IHREN Platz.
Es sind 18 Anmeldungen, das wird doch einige Miunuten in Anspruch nehmen.
Thema sind unter anderem die eigenen Energiequellen.

Diese Platzfindungsmethode hab ich am Montag mit dem VHS Kurs bereits durchgeführt – von 8 Stühlen waren nur 4 belegt. Einer dreifach, Einer zweifach, und die daneben einzeln, es waren  4 Stühle nebeneinander.

Wie häufig sitzen wir also auf Plätzen, die wir uns gar nicht ausgesucht haben, sondern weil sie noch frei sind? Es würde mit vielen Personen ja auch irgendwann ungemütlich – es würde richtige Personenstapel geben.
Bewusst sich einen Platz suchen, überprüfen ob ich mich in der Position überhaupt wohl fühle? Vielleicht kann ich ja jemanden dazu bringen mit mir zu tauschen?
In Seminaren, selbst bei mehrtägigen, werden am Anfang Plätze eingenommen und dort sitzt es sich dann die ganze Zeit.
Oh weia – klar in der Schule – da hattest du einen Platz und das war deiner, wenn er dir gefiel SUPER, wenn nicht … .
Dabei verändert sich mit einem anderen Platz auch die Perspektive und ein Perspektivwechsel ist manchmal ja schon ganz gut.

 

Ich bin eh kein Fan von Stühlen – also von Stühlen vielleicht- mit denen kann ich eine Menge anstellen – es lassen sich z.Bsp. wunderbar Beziehungskonstellationen stellen- wenns nach mir geht würde sich viel mehr auf dem Boden abspielen, aber das ist ein anderes Thema.
Angefangen habe ich damit, dass ich mir über den OPENER noch nicht im Klaren bin.
Eventuell werden sich doch schon alle hinsetzen, es läuft Musik – fade out – und ich bitte alle die Augen zu schließen und sich auf ihren Atem zu konzentrieren – wie er kommt und wie er geht – und bis in die großen Zehen zu atmen – und bis in die Gesichtshaut … .

Ich bin gespannt, vielleicht wird es ja auch ein ganz anderer Start… .

 

 

 

 

 

 

 

 

BrunnHilde

Posted by on Sep 15, 2017 in Inspirationen | Kommentare deaktiviert für BrunnHilde

15. September ´17

 

Die ersten Ideen für ein neues Theaterprojekt von mir in Osnabrück:

 

„BrunnHilde – der Versuch, sich über Wasser zu halten“

Hier ist es, das leere Blatt, das mit Ideen gefüllt werden möchte, und die Person, nennen wir sie ICH, die da sitzt und etwas ungläubig auf die Tasten tippt.
So ist es am Anfang. Da ist eine Idee und dann ist da ganz viel leerer Raum.

8 Frauen, ein Ort und ein Thema: Wasser.
Als Ort im städtischen Raum haben wir den Haarmannsbrunnen auserkoren. Irgendwie wirkt er immer etwas verlassen. Jetzt sprudelt schon mal wieder Wasser aus ihm. Um das Wasser geht es mir in dieser Inszenierung. Es soll das leitende Thema für die Stückentwicklung sein.

Aktuell: Meterhohe Flutwellen rollen auf Florida zu, die Nitratbelastung des Wassers in Deutschland kann in den nächsten Jahren zur Verdopplung der Wasserkosten führen … .
Unser Körper besteht zu mehr als der Hälfte aus Wasser. Wasser als lebensgebendes Element, als Ruhepol, Erholungsort. Wasser als ästhetisches Element.
(Und nun war eine chinesische Delegation in Osnabrück, um sich über die Wasserversorgung dieser Stadt zu informieren.)

Wir begeben uns auf die Suche nach unseren Zugängen zu dem Thema.

Die geschichtliche und aktuelle Bedeutung des Brunnens wird aufgenommen. Die Arbeiterplastik, die mit ihrer Bewegung das Wasser zum Ausströmen bringt,  als Zentrum des Brunnens, hat eine sehr starke männliche Präsenz. Was bewirkt diese Männlichkeit auf unseren weiblichen Umgang mit dem Ort und dem Thema?

Als Stückentwicklerin begebe ich mich auch diesmal mit meinem Team auf die Suche nach theatralen, performativen und musikalischen Ausdrucksformen an einen Ort, den es – genau wie das Thema – zu entdecken gilt.
Wir wollen entdecken und an unseren Entdeckungen teilhaben lassen.

Künstlerisch bietet der Brunnen interessante Perspektiven. So führt z. Bsp. eine Treppe hinauf zur Allee oberhalb der Hase. Rechts gibt es Spielraum, über dem sich ein Kirchturm hinter großen Bäumen erhebt. Vom Publikum aus weitet sich der Raum.

Das Publikum wird diesen Ort aus einem anderen Blickwinkel betrachten als zuvor, es wird ein sowohl innerer (durch emotionale Zugänge) als auch äußerer, neuer Raum geschaffen.
Wer nach der Inszenierung an dem Platz vorbei geht, wird ganz andere Verknüpfungspunkte herstellen, der Platz erfährt eine Aufwertung.

Im Rahmen der Richtlinien zur Vergabe von Projektmitteln, lässt sich dieses Projekt den Kategorien „Kultur schafft Grenzüberschreitung“, „Kultur schafft Bildung“ und  „Kultur schafft Identifikation“ zuordnen.
Das Team

Britta Habuch: Organisation, Regie, Workshopdurchführung, Choreografie, Darstellerin

Katrin Langewellpott: Cello, Klang, Organisation, Impulse

Birgit Schopohl: Choreografie, Tanz, Darstellerin, Impulse

Gudula Thiemann: Darstellerin, Impulse

des weiteren

4 Laiendarstellerinnen mit denen ich Theatertechniken in Workshops erarbeite, sowie 2 Technikerinnen.

 

 

 

 

 

 

Befriedigung

Posted by on Sep 5, 2017 in Inspirationen | Kommentare deaktiviert für Befriedigung

5. September 17

Befriedigung – tatsächlich hatte ich mir dieses Wort bisher noch gar nicht auf der Zunge zergehen lassen. Be – friedi – gung.
Heißt ja, wenn ich eine Befriedigung brauche, bedarf es doch zuvor eines Unfriedens. Was ist das denn – dieser Unfrieden? Ein Zustand, in dem ich mich im Krieg mit mir selber befinde, oder ist hier das Wort Frieden nicht im krassen Kontrast zu Krieg zu sehen, sonden nur darin, dass wir uns unruhig fühlen (auch wieder nur eine Umkehrung von sich ruhig fühlen), nicht ausgeglichen, einen Mangel spüren?

Da kommt ein Junge vorbei, schaut zu mir und meinem Laptop: „Arbeitet man auch manchmal im Zug?“ „Ja wenn man Lust hat, oder es eben sein soll.“
….. Der Junge erzählt, über Megabytevolumen seiner Uhr, fragt, erzählt ….
Freiland / Waldland – haben wir es soeben benannt – ziehen an uns vorbei.
Der Junge hat jetzt so viel mitzuteilen gehabt, da hab ich meinen Faden verloren. „Ob ich arbeiten müsse?“ „Nein, ich müsse nicht, aber ich will das hier machen.“ „Willst du Geld verdienen?“ „Ja!“ Also ziehe ich meine Befriedigung aus dem verdienen von Geld?!

Unser Gespräch setzt sich dann doch noch weiter fort: „Warum gibt es ein erster Klasse Abteil? Was ist denn da der Unterschied? Nur der größere Tisch und vor allem gibt es eine Zeitung und das Gelb fehlt in den Sitzbezügen. Und deswegen ist das die erste Klasse? Das haben die bestimmt selber gemacht, die brauchen auch Geld.“

Jetzt bin ich wirklich komplett raus.
Später gehts dann weiter. ….
auf der Rückfahrt … und auf der befinde ich mich jetzt.

Habe 2 Menschen nach ihren Assoziationen zu dem Wort Befriedigung gefragt. Sie hatten eine Minute Zeit fürs notieren:
Bedürfnisse erfüllen
Spaß
Liebe ausleben
Sexualität
Befreiung
Lebensfreude
Orgasmus
Leistung
Sport
Lachen
Freiheit
Erlösung
Zufriedenheit
Ziel
Leidenschaft
verwöhnen
Sinnlichkeit
Spiel
Extase
Feuer
satt sein

 

Giersch

Posted by on Aug 31, 2017 in Inspirationen | Kommentare deaktiviert für Giersch

31. August `17

Giersch, dieser alte Gesell, der sich in so vielen Gärten wohl fühlt, jedoch von den meisten GartenbesitzerInnen nicht gerne gesehen ist.

 

Bei meiner Mutter im Garten gedeiht der Giersch prächtigst (ab und zu gibt es auch mal einen köstlichen Gierschauflauf, doch da ist bestimmt noch viel mehr drin), deshalb bin ich aufmerksam, wenn es um die Vorzüge von Giersch geht.
Giersch ist sehr nahrhaft, mit einem hohen Gehalt an Eiweiß (3x so hoch wie der von Spinat), Vitamin A und C, Kalium und Magnesium und Eisen. Sowohl die Blätter, die Blüte und die Frucht lassen sich verzehren. Möglickeiten der Zubereitung wie Spinat, im Salat, als Pesto, Quiche, oder Auflauf. Ich nutze ihn momentan für Smoothies und als Grün auf mein Brot mit Tomate. Die meisten Infos darüber habe ich aus dem Buch „Wilde grüne Smoothies“ von Gabriele Leonie Bräutigam.


Der Stengel zwischen Blüte und Blattansatz ergibt einen Strohhalm, der dem Kaltgetränk eine besondere Note verleiht, dabei muss schon ordentlich gesaugt werden, da der Stengel keinen großen Durchmesser aufweist.

Jan Wagner, der diesjährige Gewinner des Georg Büchner Preises hat sogar ein Gedicht über dieses Kraut geschrieben. Mit dem Namen im Gepäck fragte ich in der Buchhandlung nach Veröffentlichungen von ihm. Ich schlug einen Band auf und … es war ein Gierschgedicht.

 

GIERSCH

nicht zu unterschätzen: der giersch

mit dem begehren schon im namen – darum

die blüten, die so schwebend weiß sind, keusch

wie ein tyrannentraum.

kehrt stets zurück wie eine alte schuld,

schickt seine kassiber

durchs dunkel unterm rasen, unterm feld,

bis irgendwo erneut ein weißes wider-

standsnest emporschießt. hinter der garage,

beim knirschenden kies, der kirsche: giersch

als schäumen, als gischt, der ohne ein geräusch

geschieht, bis hoch zum giebel kriecht, bis giersch

schier überall sprießt, im ganzen garten giersch

sich über giersch schiebt, ihn verschlingt mit nichts als giersch.

Quelle: http://www.deutschlandfunk.de/lyrik-von-jan-wagner-widerborstiges-kraut-hat-den-reim-im.700.de.html?dram:article_id=304218

„Genial, wenn Birgit und Iris einverstanden sind (mittlerweile weiß ich – sie sind es!) könnten wir das Gedicht in unserer Lyrik Performance (die Double B Gedichtbox) inszenieren.“ Gierschfotos per Videobeamer auf uns projezieren und sich von den Worten des Gedichts in Bewegung setzen lassen.

 

Liegengebliebenes im Schwimmbad

Posted by on Aug 23, 2017 in Inspirationen | Kommentare deaktiviert für Liegengebliebenes im Schwimmbad

23. August ´17

Nach dem Besuch des Schwimmbades fehlt mir mein Haarpflegemittel. Wie doof, das war noch gar nicht lange in Gebrauch und ein Geschenk von Marion.
Ich weiß noch, wie ich es in den Spint in der Umkleide gestellt habe und dachte: „Das brauch ich ja erst, wenn ich von der Dusche zurückkomme.“ Dort hatte ich es aber nicht mehr gesehen und war dann davon ausgegangen, es zu Hause in meiner Tasche zu finden. (In der Weserengelinspiration von vorletzter Woche ging es auch um etwas, was ich vergessen hatte – Nein, das gibt mir nicht zu denken -.)

Niedersachsenbad im Abriss. Aufnahme vom Juni 2006.

Ich hätte das Haarzeugs (welches, wird hier nicht verraten- mach ja keine Werbung) gerne wieder. Ob so Duschutensilien überhaupt aufgehoben werden?
2 Tage später gehe ich zur Schwimmbadkasse und frage nach.
„Nein, tut mir leid, sowas wird nicht aufbewahrt. Sie glauben nicht wieviel hier liegen bleibt! Handtücher und Badebekleidung wird aufbewahrt, aber wenn sie mal sehen würden, wieviele Chlorbrillen hier landen.“
„Werden Duschsachen und Co dann weggeschmissen?“
„Ja!“
Ich kann mich erinnern, dass ich vor ein paar Jahren auf einem Flohmarkt eines Osnabrücker Schwimmbades umsonst FlipFlops mitnehmen konnte. Die hatten dort einen Riesenhaufen mit liegengebliebenen Badelatschen, Handtüchern, Bikinis etc.. Fand ich gut!
Aber dass die Duschsachen alle weggeschmissen werden?
Wie könnten wir sowas organisieren? So wie die Tafeln? Gibt es überhaupt Bedarf?
Hat jemand eine Idee?
Schreiben an: h.book@osnanet.de

Urlaubsanekdote

Posted by on Aug 16, 2017 in Inspirationen | Kommentare deaktiviert für Urlaubsanekdote

16. August ´17

Es geschah am 24. Juli, 12 Kilometer entfernt von dem Ort Rheinsberg an der Mecklenburger Seenplatte:
Montagmorgen und wir haben keine Milch. Ich will ja davon weg – aber momentan ist es für mich immer noch der Tagesopener – Espresso mit Milch und Schaum – Latte Macchiato.


Zu Fuß mache ich mich auf den Weg in den nächsten kleinen Ort. Am Anreisetag hatten wir dort einen Bäcker gesehen.
„Guten Morgen. Haben Sie Vollmilch?“
„Ja, haben wir. Dort in dem Kühlschrank.“ Einen Liter H-Milch hatte ich darin bereits entdeckt.
„Das ist H-Milch!“
„Ja.“
„Ich möchte Vollmilch“  (Nach Bio zu fragen, war mir dann eh schon zu unangenehm)
„Die haben wir nicht. H-Milch ist doch auch lecker.“
„Wo bekomme ich denn Vollmilch?“
„In Rheinsberg!“
„Das ist aber weit!“
„Nee, sind doch nur 12 Kilometer.“
„Da muss ich ja mit dem Auto fahren und dann noch die Umleitung wegen der Baustelle. Lieber nicht. Was für eine Zeitung lesen Sie denn hier? Möchte ja wissen was es hier gibt.“ (Ich meinte an Veranstaltungen.)
Die Antwort von einem Kunden, der zeitungsblätternd an einem kleinen Tisch saß und unser Gespräch verfolgt hatte:
„Hier gibt’s viel Wasser!“

Ich kaufe Brötchen und mache mich auf ins nächste Hotel.
Die Gastro öffnet erst nachmittags, aber die Tür steht offen. Es ist ja Hotelbetrieb, da braucht es fürs Frühstück doch auch Milch.
„Guten Morgen. Können sie mir vielleicht Vollmilch verkaufen?“ Der Mann hinter der Theke stutzt kurz und sagt mir dann, dass es Milch beim Bäcker gibt.
„Die haben nur H-Milch, ich möchte jedoch Vollmilch!“
„Ach so! Ja, wir haben auch nur H-Milch. Die können sie doch auch mal trinken.“
Auf der Straße, die nicht mehr in dem kleinen Ort liegt, bringt ein Mann Müll zum Mülleimer.
„Guten Morgen. Haben sie vielleicht einen Becher Vollmilch für mich“ (Herrje- ich bin ja schon richtig verzweifelt – der erste Urlaubstag hier ohne mein geliebtes Kaffeemorgenritual).
Er stutzt: „Milch bekommen sie doch im Laden beim Bäcker!“
„Die haben aber nur H-Milch und ich möchte Vollmilch.“
„Wir trinken auch nur H-Milch.“
Als ich zum Ferienhaus komme steht der Nachbar auf seiner Terrasse.
Egal, letzte Chance: „Haben sie Vollmilch?“
Er stutzt: (Genau wie der Mann im Hotel und der Müllrausbringer zuvor. Liegt es daran, ob sie kurz überlegen mir Milch zu geben? An der Frage an sich? Wir hatten in der Gegend, egal bei was für Fragen fast immer das Gefühl, wir würden nicht verstanden werden, würden etwas absurdes Fragen, oder eine fremde Sprache sprechen.)
„Milch gibt es beim Bäcker im Ort.“
„Dort gibt es nur H-Milch!“
„Wir trinken auch nur H-Milch.“

Also gut, dann gibt es heute eben Tee!

 

 

 

Weserengel

Posted by on Aug 8, 2017 in Inspirationen | Kommentare deaktiviert für Weserengel

8. August 17

Weitere kleine Etappe auf dem Weserradweg. Bodenwerder (wo wir letztes Mal wegen Regen abgebrochen hatten) nach Höxter. Schöne Strecke.  

Wir fahren gegen den Strom – sowohl das Weserwasser als auch die RadwanderInnen kommen uns entgegen. Irgendwann ist uns klar – selbst wenn wir in die umgekehrte Richtung – also mit dem Strom, weil ja eher bergab- radeln würden, würden uns wohl mehr Leute entgegenkommen als überholen. Logisch, aber manchmal braucht es ein wenig … .
Der Weserradweg ist schon sehr beschaulich und je weiter es Richtung Hannoversch Münden geht (wo Werra und Fulda sich küssen und zur Weser vereinigen), desto eindrucksvoller wird die Landschaft. Schon bei Holzminden säumen schroffe
Felswände den Weg. Schon ist gut – da ist frau ja schon fast am Weserstart.
Radeln ist klasse, Gastro gibt es teilweise sehr gemütliche am Wegesrand – Prima!

 

 

 

 

 

 

 

In Höxter schließen wir unsere Räder am Bahnhof ab und halten Ausschau nach Zug oder Bus nach Bodenwerder, wo der Bulli steht. Plan ist, den Bulli zu holen, die Räder einzuladen und in Höxter zu übernachten, um am nächsten Tag weiter zu radeln. „Ja, da fährt ein Zug bis Holzminden.“ Bald darauf verlassen wir den holzmindener Bahnhof. Züge nach Bodenwerder gibt es nicht. Dann ein Bus. Ich bin etwas skeptisch, es ist Samstagnachmittag … . „Der letzte Bus fuhr um die Mittagszeit!“ „Und Nu“ „Taxi!“ „Uff?!“ Taxifahrer: „Sind so 25km“ „Und die Kosten?“ Taxifahrer: „So 50Euro“ „Hoho – nee, das geht gar nicht!“ „Haben sie eine andere Idee? Wenn wir trampen wollen, wie weit ist es zur Hauptstraße?“ Das klingt alles nicht so richtig erbaulich und dann kilometerweit mit ner vollgepackten, unhandlichen Fahrradtasche über der Schulter.

Wir sehen eine Frau gegenüber an ihrem Auto lehnen und eine Zigarette rauchen. Sie war mir schon zuvor auf dem Bahnsteig aufgefallen. Wir gehen hin und fragen ob sie zufällig nach Bodenwerder fährt. „Nein, sie komme grad von einer 3 tägigen Reise und wohne in Holzminden“ Wir erläutern unser Problem. Sie: „Kacke.“ Pause „Ich fahr euch hin“ „Wie,  jetzt echt? Das sind doch 25 Kilometer! – Wow, ja toll.“
Glücklich steigen wir ins Auto. Wir waren der Frau auch schon aufgefallen.

Damit ist die Geschichte noch nicht zu Ende. Ich fasse mich kurz:

Am Bulli angelangt, Fahrräder abgeholt, –„Danke, das war soooo toll“ und „Hab ich gerne gemacht, endlich ist mal was los“ – in Höxter auf nem Parkplatz an der Weser, alles schonmal bettfertig machen. Dann wollen wir was Essen gehen. „Wo ist denn mein Portemonnaie?“ Ja – NEIN! Es ist mit Handy und Co in meiner Fahrradlenkertasche im Auto von unserer Retterin. „Ohhhh, NEIIIIN!“
Der Tag darf also noch nicht gemütlich werden!
Ruhig, – ist ja nur ein Portemonaie, nur ein Handy – von DER Frau bekomme ich das bestimmt irgendwie, irgendwann wieder.
„Was nu“ Margot hatte die Idee! Wir fahren zu dem Campingplatz, über den wir  mit der Frau gesprochen haben und den sie uns empfohlen hat, nach Holzminden zurück.
Ich lenke den Bulli auf den Campingplatz. Marg: „Lass mich hier mal raus.“ Dann hör ich sie rufen „Britta!“ Ich raus aus dem Wagen. Da steht sie dort mit einer Frau, die nach 2 Frauen in einem blauen Bulli Ausschau gehalten hat, weil unsere Retterin sie darum bat. So kamen wir an die Visitenkarte mit der Telefonnummer.
Und dann heißt sie auch noch Britta – unser Engel.
Ich bin ganz geplättet. Ist doch sowas von klasse. Ich rufe sie an, wir lassen uns den Weg beschreiben (die Leute auf dem Campingplatz winken zurück – freuen sich mit uns) und kommen ganz dankbar bei ihr an. Wir sitzen bei ihr im Garten. Was für eine tolle Frau, was für eine schöne Begegnung.

Ja, wir werden auch mehr darauf achten, hilfreich zu sein.

Bodenseeglaskugelbaum

Posted by on Jul 18, 2017 in Inspirationen | Kommentare deaktiviert für Bodenseeglaskugelbaum

18. Juli 17

Bodensee – da war ich ganz schön vorurteilsbeladen. Bestimmt spießig, wahrscheinlich nur so reiche Leute, außerdem soll frau ja schlecht ans Wasser kommen, weil alles privat ist.

Na, das war dann ja ganz anders.
Zumindest in Überlingen (und dem gegenüberliegenden Wallhausen; mit dem Linienschiff alle Stunde für 3 Euro) gibt es viele Badestellen, die nichts kosten. Ein Park liegt am Wasser. Hier tummeln sich alle möglichen Leute: Familien, Alte und Junge, Gruppen und Einzelpersonen, – in Badezeug oder auch komplett eingemümmelt.
In Überlingen gibt es dann noch einen Ost und einen Weststrand mit Freibadcharakter und Eintritt und eine Sauna direkt am Wasser.
Also freakig ist es nun gar nicht, ziemlich gesetzt und doch wirkt es aufgeschlossen und du kannst überall rumsitzen, auf der Kaimauer oder auf Bänken. Und der Bodensee ist ja unglaublich schön. So klares Wasser und im Hintergrund die Schweizer Alpen (wenn die Wetterlage die Sicht zulässt).

Zum Wandern unzählige Möglichkeiten.
Wir hatten eine klasse Unterkunft direkt an der Promenade bei Simone Stoll .

 

Bei all der Schönheit hat uns die Muse geküsst und Mecky und ich haben ein Elfchen nach dem anderen kreiert:

Wasserwellengesang
ferne Stimmen
naheliegendes, gleitendes Sonnenlicht
lässt Körper weit werden
zerfließen

und noch eins

Gewitter
ein Bus
randvoll mit Wolken
schnell werden Wetten abgegolten
Eissalat

unsere Idee: Wir machen einen ElfchenBLOCK. -Ja, BLOCK, also so was auf Papier zum in der Hand halten, drin blättern und Platz für eigene Efchenkreationen.

 

Die Überschrift für die heutige Inspiration ist zwei Menschen gedankt, die am Bodensee eine Glaskugel in einen kleinen Baum drapierten, um den Bodensee darin zu fotografieren (hat mich sehr an Fotoaktionen von Marion und mir erinnert). Ich frage die Frau: „Machen Sie das professionell?“ ( Die Beiden hatten dicke Kameraausrüstungen dabei) Sie: „Nein. Fürs Herz“

Bodenseeglaskugelbaum
die Welt
Punkte, Umkehrungen, Illusionen
im Spiegel der Betrachterin
Klarheit

Jetzt ist Inspirationsurlaub (ich hole mir bestimmt ganz viele Inspirationen – die ich aber dann nicht veröffentliche. Oder vielleicht hinterher?) bis zur zweiten Augustwoche.

 

 

 

 

Von Inka zu Documenta

Posted by on Jul 6, 2017 in Inspirationen | Kommentare deaktiviert für Von Inka zu Documenta

Inspiration 6. Juli 17

Warten am Kanal auf eine Inspiration…

Inspiration, Inszenation > von Inszenierung?, Infiltration, Installation, Inhalation – da fährt ein Schiff vorbei “Inka“ In(karnation) (ich winke – er winkt zurück) – „Haaaalt! Fotooo! Wo ist das Handy? – ohhh, nu ist es schon so weit weg!“

Echt jetzt! Ich bin am Schwelgen mit der Vorsilbe In – und es schippert „Inka“ vorbei. Ich höre es noch? Wenn ich jetzt Schlagzeugnoten schreiben könnte, würde ich es gern zum Mithören notieren (hat das Wort notieren seinen Ursprung in Noten?) und wer die Noten lesen könnte, wäre in der Lage es nachzuspielen.

 

Von Inka zu Documenta >> Endung auf A > a = Dokumenta

Meine Highlights der Documenta 14: Die Neue Neue Galerie (neue Hauptpost). ACHTUNG – nicht die Neue, sondern die Neue Neue … . Wir hatten uns vertan – und waren etwas, also so etwas enttäuscht.
In der Neuen Neuen Galerie gab es Einiges zu entdecken … .

Auch im Gießhaus  – ziemlich eindrücklich, bedrückend – das ging tief bei mir … .

Und der unterirdische Bahnhof.

Und noch die Documenta Halle

C`est ca –  mit der Inspiration ohne Transpiration (weil ja direkt mit Sprüngen in den Kanal).

 

 

 

 

eine Woche ohne p

Posted by on Jun 28, 2017 in Inspirationen | Kommentare deaktiviert für eine Woche ohne p

28. Juni 17

wer hätte es geahnt, dass dieses P so einen großen Platz in der deutschen Sprache einnimmt. Also ich nicht.
Zukünftig werde ich es mehr schätzen.

Das muss ja nicht so sein, oder? Erst ist es da! – normal! dann ist es weg! – oh nein, was mach ich jetzt ohne p.


Ob klein oder groß geschrieben, ist es ja auch irgendwie ein schöner Buchstabe. Außerdem klein geschrieben, um 180° nach oben gedreht und einmal umgeklappt, ein kleines b. Das b aus meinem Nachnamen? Was wäre mein Nachname ohne b? Nur noch ein Hauch! Da hätte ich schwerlich improvisieren können. Unterschrieben wären meine Mails dann mit

freundlichen Grüßen

ritta Hauch

Zum Glück war es ja nur das P…

So habe ich zum Beispiel meiner letzten Inspiration einen Buchtipp hinzufügen wollen: Buchtipp (Buchti) ging nicht. Ich schreibe Buchempfehlung – (haha- Buchemfehlung), so schrieb ich sowas wie: ein Roman zum Thema.

Meiner Freundin schrieb ich einen Kommentar zu ihrer hervorragenden Kokossuppe (Kokossue). Inspiration (Insiration) geht dann ja auch nicht mehr. Obwohl es doch häufig nur weniger Buchstaben bedarf, einen Sinnzusammenhang herzustellen, ist es ohne p eine ziemliche Herausforderung. Ein Satz wie: damit bringen Sie den nötigen Pepp (e) in ihre Seminare, ist auch schräg.
Statt p hätte ich auch der 16te Buchstabe des Alphabets schreiben können.
Mein Buchti1616. Ins16iration. Kokossu1616e.
Oder: der Buchstabe zwischen o und q. Unterstrich funktionierte auch nicht, ohoh, das war schon herausfordernd!!!
Aber wie hätte ich das erklären sollen? Klar! Mit einer entsprecheneden Legende. (Das lass ich jetzt aus Zeitgründen bleiben- fänd ich aber ganz schön. Also wer Lust hat?)

Es fehlte jedoch nicht nur das p.
Das fehlende ? konnte ich umgehen, oder habe (Fragezeichen) in Klammern ausgeschrieben.
Hinzu kamen alle Umlaute. Mit freundlichen, sonnigen, herzlichen, fragenden, freudigen Grüßen, war nicht möglich. Whatsapp geschickt:  „Was kann ich sonst schreiben?“ „Alles Liebe. Alles Gute. Herzlichst.“ Das war doch was!
Die Umlaute konnte ich ja durch eine andere Schreibweise ersetzen. Ist aber fuer Geschaeftliches sehr ungewoehnlich.

Keine 0 (Null). Beim Rechnungschreiben konnte ich nicht 2017 sondern`17 schreiben. Beträge 200€ hab ich ausgeschrieben (zweihundert Euro). Uhrzeiten hab ich dann verändert. Eigentlich wollte ich mich mit jemandem um 11.30h verabreden daraus hab ich dann 11.45h gemacht.

Ich hoffe in ein paar Minuten habe ich meinen Laptop mit all seinen Tastenfunktionen zurück und kann frohgemuts meine Inspiration ins Netz stellen.
Nun ist alles wieder hergestellt. Dank an meinen Nachbarn!

Am Hammestrand

Posted by on Jun 21, 2017 in Inspirationen | Kommentare deaktiviert für Am Hammestrand

21. Juni 17

Hamme? Strand? Irgendwo in Dänemark?

Von wegen!

Die Hamme ist ein ca. 50 km langer Nebenarm der Weser, der durchs Teufelsmoor fließt.

http://www.kulturland-teufelsmoor.de/erlebniswelten/wandern/wanderrouten/auf-den-spuren-der-hamme/ Auf dieser Seite wird die Hamme als Lebensader des Teufelsmoores bezeichnet. Die wird doch dann bestimmt auf vielen Bildern der Worpsweder MalerInnen zu sehen sein.

Mir war das Teufelsmoor durch Paula Modersohn Becker ein Begriff. Durch die Beschäftigung mit R.M. Rilke traf ich dann wieder auf Worpswede. Zudem war meine Vater Moorfan, ich habe viele schöne Kindheitserinnerungen an Moorseen und Kanäle in der Nähe von Bremerhaven. Da hab ich Köpper gelernt und bin neben Bisamratten geschwommen. Und Birken, Birken und noch eine Birkenalle – schööön.

Zur Geschichte des Teufelsmoores ein guter Roman: „Teufelsmoor“ von Elke Loewe.

Okay, ich schweife ab – genau, die Hamme. Der Hammestrand ist bei Worpswede. Kost nix und mit super Infrastruktur:

 

Toiletten, Umkleideschnecke (wers braucht!), Schrank mit Sandspielzeug für die Kinder, Gastro in der Nähe. Von ums Eck können Touren mit Torfkähnen unternommen werden.
Und das moorige Flusswasser ist weich … .
SOMMERANFANG!!!!
Wasserfeeling heute nicht an der Hamme, sondern am Stichkanal bei Osnabrück.

Altenbeken

Posted by on Jun 13, 2017 in Inspirationen | Kommentare deaktiviert für Altenbeken

13. Juni 17

Irgendwie fand ich es immer romantisch. Ich kann gar nicht sagen, warum. Wenn ich früher beruflich in der Gegend unterwegs war, erschien mir Altenbeken so heimelig, lieblich, verwunschen.
Auch hatte ich schon öfter von der Bedeutung des Bahnhofs dieses kleinen Ortes gehört. Erst vor ein paar Wochen erzählte mir jemand von den Vorzügen (ah- vorZÜGE) des altenbekener Bahnhofs im Gegensatz zu dem Herfords.

Am Montag durfte ich jetzt endlich diesen legendären Bahnhof kenenlernen.


Von Paderborn ging es mit dem Bus nach Altenbeken – schöne Strecke (bis auf die Autobahnfahrt) , wow – windrädermäßig ist das echt dicht bestückt, aber tolle Ausblicke.
Wir fahren durch Neuenbeken, das NEU ist augenscheinlich schon etwas länger her.
Dann – ziemlich unspektakulär – Altenbeken – und schwups sind wir auf dem Bahnhofsvorplatz. Die meisten der Busreisenden steigen aus, bevor der Bus weiterfährt nach Kassel- Wilhelmshöhe. (Busersatzverkehr bis zum 14 Juni – hab ich doch super abgepasst)
Die Sonne lugt hinter den Wölkchen hervor und ich stehe auf dem Bahnhof.


Gefällt mir richtig gut, ach mein Zug fährt schon in 10 Minuten. Einmal um die eigene Achse drehen. Ja! Eisenbahnknotenpunkt! Hier läuft was zusammen. Ich mache Fotos.

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Bahnhofsvorsteher (heißen die noch so?) schaut durch sein Bürofenster – wird bestimmt oft von Zugfans besucht!
Schnell noch in den Kiosk schauen. Sehr klein und so gar nicht aufgemotzt. Es gibt Brezeln und ? unter einem Plastikdeckel.

Ich entdecke einen Postkartenständer mit lauter Bahnhofspostkarten. „Wo wollen sie denn hin?“ „Ich schaue mir die Postkarten an.“ „Passen sie nur auf, dass sie nicht stolpern (vor mir eine Stufe).“ „Eine Karte? Macht 50 Cent.“

 

 

Auf der Postkarte steht leider kein Aufnahmedatum. Aber, ach nee, made by Kristand Design & Verlag Georgsmarienhütte. Mal schaun, ob es den noch gibt … Aktuelles kann ich nicht finden, keine Website, keinen Kontakt.
„Oh, jetzt aber los, sonst verpasse ich meinen Zug, das hatte ich heute schon Mal, ein zweites Mal ist nicht nötig.“ Würde gern noch ein bisschen bleiben. Die Sonne macht alles doppeltattraktiv.
Es brauchte dann noch 3 Stunden bis ich in Osnabrück ankam. Sorry, aber dann politisch unkorrekt Paderborn- Osnabrück lieber mit dem Auto.

 

 

Dieter?!

Posted by on Jun 7, 2017 in Inspirationen | Kommentare deaktiviert für Dieter?!

7. Juni 17

Ich wollte eine kleine Anekdote über mich als Dieter zum Besten geben; ein fast Blinder hat mich wegen meiner Stimme für einen Mann gehalten. Erst fragte er, ob mein Freund und meine Freundin ein Paar wären. Ich klärte ihn auf, dass ich mit meinem Freund zusammen bin und dann meinte er, dass er auch einen schwulen Bruder hätte. Ich verstand erst mal nichts. Was hatte das alles mit seinem schwulen Bruder zu tun?! Da machte es bei mir klick – „Du denkst ich bin eine Mann?“ Er: „Ja, ich dachte erst die Beiden wären deine Eltern und du wärst der Sohn. Dann hast du mir ja gesagt, du seist mit dem Mann zusammen – also schwul!“ Herrlich – kurze Zeit habe ich ein total anderes Leben geführt, zumindest in seinen Augen.
Ich hatte mich eigentlich gegen die Anekdote vom Wochenende entschieden, weil sie für Leute die mich und meine relativ tiefe Stimme nicht kennen, vielleicht schwer nachvollziehbar ist. Nun hab ich sie doch erzählt.

Wo ich grad dabei bin,  zu mir und meiner Stimme noch ein paar Sätze.
Auch am Telefon werde ich öfters für einen Mann gehalten: „Kann ich mal ihre Frau sprechen?“ „Ich bin Frau Habuch!“ „Oh. äh …  das tut mir leid“.  So bekam ich nach einem Telefonat eine  eMail mit der Anrede „Sehr geehrter Herr Book“ (meine eMail lautet: h.book@osnanet.de- dank an Markus für diese superAdresse) da wurde aus dem h. ein Herr, ist ja auch wirklich naheliegend.
Es ist spannend mitzubekommen, wie sich das Verhalten der Person verändert, sobald klar geworden ist, dass sie mit einer Frau sprechen.

Herr Book habe ich schon als Künstlernamen bei unserem Projekt „Rausch“ genutzt. Einen Vornamen habe ich von Kindern bei einem Theaterprojekt verpasst bekommen: DIETER.
So nenne ich mich dann gerne mal Dieter Book, das passte im weiteren Verlauf der  Geschichte, die ich oben erzählt habe, hervorragend.

Mein ursprünglicher Titel der heutigen Inspiration war: Anspruch, Feelingkarten und Spiegelung.

Dann gibt’s zu den Spielgelungen zumindest ein Bild

 

Habe ich in der Kunsthalle Osnabrück im Rahmen der EMAF Ausstellung aufgenommen.

Da kam mir die Idee, dass es genial wäre, die ganze Kunsthalle mit einem großen Wasserbassin zu füllen. Darin auf dem Rücken schwimmend, das Spiel des durch die Kirchenfenster hereinfallenden Lichtes zu betrachten.

 

in Bramsche

Posted by on Mai 24, 2017 in Inspirationen | Kommentare deaktiviert für in Bramsche

  1. Mai 17

„Komm, wir fahren nach Bramsche.“ Da gibt es einen Küchenladen und wir wollen eh noch ein paar Lebensmittel für heut Abend einkaufen (Marion wird ihre Kokossuppe mit Naan zubereiten).

Kokossuppe Foto: Marion Lustig

Wir parken, steigen aus, sind noch keine 50 Meter gelaufen, da hält ein Wagen neben uns: „Kennen sie sich hier aus?“ Ich: „Nein, wir sind nicht von hier!“ Ich:“ Also da geht es in die Innenstadt und dort Richtung Bahnhof“ – „Ach das Rathaus? Da geht’s dort rechts und die nächste links, ist auch ausgeschildert!“  Schon fährt der Wagen mit Ziel Rathaus von dannen. Marion und Thorsten schauen mich etwas irritiert an: „Erst sagst du, du kennst dich nicht aus und dann erklärst du wo was ist, ohne das du überhaupt weißt wo die Beiden Frager hinwollen. Dann konntest du noch den Weg zum Rathaus beschreiben!“ Ich weiß auch nicht so genau, warum ich im ersten Moment so resolut NEIN gesagt habe. Das Rathaus kenne ich, weil ich meine Diplomarbeit über das Thema „Bürgerbeteiligung bei städtebaulichen Sanierungsmaßnahmen in Mittelzentren“ geschrieben habe.

Wir trotten weiter, es ist herrlich warm. Thorsten geht nach links auf der Suche nach einer Pommesbude und wir gehen in einen Supermarkt. „Was brauchen wir?“ Limetten gibt es nur abgepackt, egal brauchen wir. Ingwer gibt es keinen. Koriander auch nicht. Zitronengras? Vielleicht doch etwas exotisch für einen Supermarkt in Bramsche. Alle anderen Zutaten wie Rapsöl, Hefe, Gemüsefond etc. finden wir. „Hmm – ohne Koriander wärs echt blöd! Ich spreche eine Kundin an, die zuvor schon mal ganz freundlich geschaut hat, und wir erkundigen uns nach möglichen Läden für Koriander und Co. Sie erklärt uns den Weg zu einem Gemüseladen, kommt später nochmal zu uns und gibt uns einen weiteren Tipp. Wir haben mittlerweile gemahlenes, getrocknetes Zitronengras gefunden- „Was es nicht alles gibt“ – ist tatsächlich nicht so schlimm, gibt eine Zitronengrasnote.
Als wir im Gespräch mit der Kundin sind, kommt ein älterer Herr dazu. Marion: “Von uns arbeitet hier niemand!“ Das beeindruckt ihn nicht weiter und er fragt nach Apfelkompott mit Stücken. Ich fühl mich angesprochen und suche das Erfragte. „Sind da auch Stücke drin?“ „Ja, steht drauf. Es gibt 2 verschiedene, welche wollen sie?“ „Die Spreewälder! Sind da auch Stücke drin?“ „Ja, steht drauf.“
Mit einem kleinen Schlenker am Weinregal vorbei geht’s zur Kasse. Wir packen unsere Einkäufe auf das Band. Ich lege einen – „Wie heißt das Ding, vielleicht Warentrenner?“ – auf das Band. Der Herr neben uns: „ Ich dachte schon, ich sollte zahlen.“ Ich: „Ach, gute Idee!“ Er (sowas wie):“ Also, wenn sie es nicht selber zahlen können, übernehm ich das.“ „Das ist total nett, aber das bekommen wir schon hin!“ Meinte der das jetzt ernst? Sahen wir so aus? Ich glaube nicht, dass wir so aussahen, sondern dass er einfach einer war, der für uns bezahlt hätte, wenn es dann nötig gewesen wäre. Is doch doll. Ich hab mich dann mit ihm noch über das Wetter unterhalten, er stöhnte etwas über die plötzliche Hitze und das es ja doch etwas schwierig für seinen Kreislauf wäre und er eh zu dick angezogen sei. Ich brachte dann so tolle Vorschläge wie: kalte Dusche und in den Kanal springen (das hatten wir Drei an diesem Tag nämlich schon gemacht).

Ich glaub ich unterbreche hier den „in Bramsche“ Bericht, soviel wollte ich doch gar nicht schreiben. Nur das noch, wir hatten noch weitere nette Begegnungen, ich war aber auch irgendwie sehr kontaktfreudig und hab das wohl auch ausgestrahlt. Den Koriander und Bioingwer haben wir in dem empfohlenen Gemüseladen (gefiel uns) bekommen.

 

„TRENDY´s“

Posted by on Mai 18, 2017 in Inspirationen | Kommentare deaktiviert für „TRENDY´s“

18. Mai 17

Etwas benommen blicke ich auf das Premierenwochenende von „Trendy Woman“ zurück.

Wie sich alles zusammenfügt!

Das, was vor ein paar Monaten eine Ahnung, Ideensplitter, eine mentale Spielerei war, ist zu einem Ganzen geworden – für mich, die anderen Akteurinnen, auf jeden Fall Teilen des Publikums (wir bekommen ja nicht von allen eine Rückmeldung) und sogar der Kritikerin der Zeitung.
Mit Ihrer Interpretation bin ich voll zufrieden: https://www.noz.de/lokales/osnabrueck/artikel/895075/theatercollage-trendy-woman-in-osnabrueck

Ein wenig storytelling

<< Am Anfang war die Lust mit Gudula mal wieder was auf die Bühnenbeine zu stellen. Die Wahl fiel auf den Monolog „Teekanne“ von Ingrid Lausund. Schon bei der Produktion von „BIRDS“ hatte ich einen Monolog von ihr auf die Bühne gebracht. (Sie schreibt unter anderem unter Pseudonym auch den Tatortreiniger – der ist doch auch einfach genial – sie hat`s sowas von drauf, einen bei sich selbst zu packen!). Wir haben die Teekanne dann als Monolog für 2 Frauen inszeniert.
<< Als Zweites kam die Frage der Tischlerin Katrin Prinzler, ob ich nicht mal was bei ihr in der Werkstatt inszenieren möchte. „Aber gerne.“ Spannend, eine Tischlerei. Ich find es total  inspirierend neue Räume als Bühne zu erschließen.

<< Der Monolog allein erschien für eine Aufführung zu wenig.
So fragte ich meine Bühnenpartnerin die Cellistin Katrin: „Ja, ich bin dabei.“
Dann fragte ich Birgit meine Bühnenpartnerin der „DOUBLE B Gedichtbox“, ob sie Bewegungs- und Tanzelemente mit mir einbringen möchte. „Ja, bin dabei!“

KLASSE!!!

So war Musik, Schauspiel, Bewegung/ Tanz beisammen.

 

<< Die Antragsfristen für Fördergelder mussten bedacht werden. So wurde der Mai als möglicher Premierentermin festgelegt, die Anträge geschrieben und damit das Thema festgelegt. Es sollte um politisch korrektes Verhalten gehen, den eigenen Umgang und die Zweifel seinen eigenen Ansprüchen überhaupt genügen zu können. Ich hatte etwas sehr persönliches im Kopf. Nicht aufzuzeigen, wie etwas sein sollte oder den moralischen Zeigefinger zu erheben.


<< Noch als ich mich in dem Themenfindungsprozess befand, kamen 4 weitere Frauen dazu. Sie wollten auch gerne mitmachen. Die eine hatte schon bei der letzten Produktion als Statistin mitgewirkt, eine Andere „Nee, dieses Mal möchte ich nicht die Technik machen, sondern mitspielen“. Die beiden Anderen hatten mit Schauspiel, außer als Publikum, noch gar nichts zu tun gehabt. Ich: „Ja, also … warum nicht! Wir machen Workshoparbeit und schauen was sich an Potential entfaltet.“ „Ich möchte aber nicht sprechen!“ „Ich will nicht singen!“ „Ich mag nichts mit so Bewegungsmustern machen!“ „Okay – wir werden sehen.“

Schlussendlich haben sie sowohl Sprache, als auch Gesang und Bewegung auf die Bühne gebracht.
Ist doch genial, wenn Freundinnen, von denen ich es nicht vermutet hätte, plötzlich auf die Bühne wollen. Ich meine, DAS ist doch schon was, sie  begeben sich mit mir auf eine Abenteuerreise, die dann einem Publikum präsentiert wird. So entstand die Idee zu „TRENDY WOMAN“ mit dem Untertitel, der das Hauptthema aufzeigt: oder der Versuch, sich politisch korrekt zu verhalten.

Nach der Aufführung am Sonntag hörte ich die Trendy`s beim Verlassen der Werkstatt laut den Trendy Woman Song trällern. („Wir alle wollen sein ein Trendy Woman und uns verhalten korre –ekt, wir alle ….“)

Jetzt waren es somit 8 Akteurinnen. Es fanden sich auch noch 3 Frauen, die ich für die Technik gewinnen konnte. So sind wir ein Team von 11 Frauen.

Und am Wochenende starten wir die letzten 2 Aufführungen.
Wir sind ausverkauft! Dann mal los …

 

 

 

dicke Socken

Posted by on Mai 9, 2017 in Inspirationen | Kommentare deaktiviert für dicke Socken

9. Mai 17

Samstagmorgen schau ich vor meinem Marktgang (endlich mal wieder!) auf meine Einkaufsliste.
Oliven, Spargel, Korb als Dankeschön für Iris, … , die dicken Socken streich ich wieder durch, sind nicht unbedingt notwendig, der Sommer steht doch vor der Tür.
Die Sonne linst zwischen Wolken hindurch, ich schwinge mich aufs Rad Richtung Marktplatz Osnabrück.

Es ist schon ziemlich viel los – es ist Maiwochenzeit – und ich stoße in der Diellinger Strasse auf eine Starßensperre aus Betonpollern und LKW`s, die die Maiwoche vor potentiellen Attentätern ,die in die Menge fahren wollen,  schützen soll.

 

 

Puh- das ist schon krass – ob da bald eine gesellschaftliche Gewöhnung einsetzt? Alle liefen so normal drum herum.  „Achtung, da kommt ein Auto seitlich vorbei“ ruft mir ein anderer Radfahrer zu, während ich fotografierend und mit offenem Mund vor der Straßensperre stehe. „Danke!“

Ich schließe mein Fahrrad ab und wende meinen Blick Richtung Marienkirche. „Hey! Das sieht echt klasse aus! Ich hatte davon gehört, es komplett vergessen und so bin ich nochmal besonders überrascht. So sieht es aus?

Was für ne großartige Idee, klasse, find ich sowas von gut! Wer hat das gemacht? Ich hab als, muss ich ja zugeben, Nichtregionalzeitungleserin null Ahnung. Mal nachschauen. https://de.wikipedia.org/wiki/Felice_Varini

Jetzt aber ab auf den Markt. Mir begegnen viele lächelnde Menschen, bin guter Stimmung – ah ist das schön und da vorne ist tatsächlich auch der Stand mit den Körben, soweit ich mich erinnere ist der nicht immer dabei. Wir kommen ins Gespräch, ich entscheide mich flugs, weil Superangebot, für einen der Körbe. Jetzt brauch ich noch eine Quittung, weil es im Rahmen des laufenden Projektes „Trendy Woman“ ein Danke für die Headsetanlage von Iris Krüninger „die Gedichtbox“ ist.

Nee – Quittungsblock hat er keinen. Nee – der Verkäufer am Nachbarstand hat auf seine Nachfrage auch keinen. Na dann lassen wir das, gibt er mir zu verstehen. „Häh?“ Aber ich will doch nun den Korb haben. Ich taper los zu einer Bekannten an den Käsestand und organisiere einen Quittungsblock. Er ist irgendwie gar nicht so richtig am Verkauf interessiert, gab mir auch zu verstehen, dass er sich ja eigentlich eben ganz gut unterhalten hat (es steht die ganze Zeit noch ein Mann neben mir). Egal, der deal geht klar. Er fragt ob ich Altenpflegerin wäre? „Nee, ich mach in Theater“ und geb ihm eine Postkarte der aktuellen Produktion. Er fragt mich „Was haben Sie (oder hat er du gesagt?) für eine Schuhgröße?“ Wieso will der denn jetzt meine Schuhgröße wissen??? Gesagt … und er geht ans andere Ende seines Standes und überreicht mir ein Doppelpack dicker Wollsocken. „Hier!“ und ich: „Wie jetzt? Einfach so?“ Ich war platt. Da hatte ich heute Morgen die dicken Socken von meiner Liste gestrichen und jetzt bekomme ich sie einfach in die Hand gelegt. Ich ziehe beschwingt und beschenkt, Körbchen mit dicken Socken drin schwenkend weiter Richtung Olivenstand .

 

 

Fortsetzung … Simone O.

Posted by on Mai 3, 2017 in Inspirationen | Kommentare deaktiviert für Fortsetzung … Simone O.

3. Mai 17

Es folgt der zweite und letzte Teil dieser wundervollen Weihnachtsgeschichte an dem Tag, an dem ich den ersten blühenden Kastanienbaum dieses Jahres bewundern durfte. Die Blütenstände erinnern an Kerzen, Weihnachten ist doch da gar nicht so unpassend … . Auch wenn dieser Vergleich wirklich der Einzig sich bietende ist.

Mein schönstes Weihnachten

Zweiter Teil

Zweiter Nachbar. Das ist der asiatische Nachbar von oben. Er steht da und steht in meinem Rücken. Verständigen können wir uns nicht so wirklich, er spricht kein Deutsch, ich kein…japanisch?…chinesisch? Ist auch egal, ich spreche beides nicht. Das ist im übrigen der asiatische Nachbar, der einst – Klammer auf – meinen Keller geklaut hatte. Geklaut ist sicher nicht das Wort, wahrscheinlich bekam er beim Einzug den falschen Platz zugewiesen. Jedenfalls dachte ich damals, huch, was will denn ein rotes Tuch hinter dem Maschendrahtzaun meines Kellers. Entdecke mein Fahrrad (das einst innerhalb des Kellerraumes stand) vor seiner Wohnungstür. Schlussfolgere messerscharf. Klingele. Versuche mich zu verständigen, und dass es vielleicht sinnvoll sein könnte, er käme mal mit, um sich ein Bild bzw. unsere Hand- und Fuß- Erklärungen deutlicher zu machen. Er verschwindet ins Wohnungsinnere. Macht eine Zeichnung. Noch eine. Ich beginne das Ganze ein bisschen anstrengend zu finden. Wie kann ich mich da irgendwie rauskoppeln, in formvollendet asiatisch-diplomatischer Höflichkeit, versteht sich. Das mit dem Rauskoppeln funktioniert, mit der Höflichkeit nicht so.

Dank des einsatzkräftig- und bereiten Hausmeisters hatte ich meinen Keller (ohne Inhalt, wie ich´s von meinem asiatischen Nachbarn schon verstanden hatte: Die Sachen sind weg) bald wieder. Mein Fahrrad auch. Klammer zu.

Hier stand er nun also in meinem Rücken. Und stand und stand. Und er sagte kein Wort. Was hätte er auch sagen sollen. Und ich sagte auch nichts. Fühlte mich nur irgendwie ein Stück befreit, als er die Stufen weiter hinauf ging.

Was mich und die vorliegende Situation betrifft, so komme ich grad zu dem Schluss: Das wird so nichts. Ich rauche. Drücke die Kippe in den „XXL Wunderkerzen“ – Staub. Rufe meine Freundin an. Meinen Freund rufe ich nicht an, ich möchte das Wort „Schlüsseldienst“ nicht hören. Meine Freundin fährt in zwei Stunden Richtung Münsterland, hat noch einiges zu tun. Sie würde vorbei kommen, sie ist sehr fürsorglich! Nein, ich geh zu ihr. Ihr Zimmer ist voll mit vielen Sachen, das nervt sie von Zeit zu Zeit, mich nervt das nicht und jetzt macht mich das froh. Nimm mit, was du brauchen kannst. Eine Farbrolle? „Wenn du die Rolle ablöst, hast du einen Griff mit Haken“. Klingt nicht doof, meine Handinnenflächen sind schon wund von den Wunderkerzenenden, ich versuche, den grauen Staubbelag abzuwaschen, hält sich hartnäckiger, als ich dachte. Sie gibt mir ein ganzes Glas voller Schlüssel mit, guck, vielleicht passt einer. Meine Freundin ist manchmal schon in Räume gelangt, die verschlossen schienen. Ein kleiner alter Schlüssel ist dabei, mit schmalem Bart, dünn und blau abgeblätterter Farbe. Der passt in keinem Fall, er ist der Glücksschlüssel. Da find ich noch Peddigrohrstangen, noch Werkzeug, nimm mit, noch Klebeband (was wär mein Leben ohne Klebeband?), diese und jene Häkchen und Haken, „die kannst du am Ende anbringen und damit den Schlüssel vom Haken hebeln“. Super-Plan, ich bin total zuversichtlich, na ja, geht so. Ich melde mich, wenn ich drin bin. Ja. Wir verquatschen uns noch ein bisschen gemütlich, heller wird’s auch bald nicht, also los. Wenn ich nichts mehr sehe, ist´s gelaufen.

Keiner der aus-dem-Glas-Schlüssel passt. Glücksschlüssel bleibt trotzdem Glücksschlüssel. Blaukraut bleibt Blaukraut.

Und diese Rohr-Haken-Klebeband-Farbrollengriff-Konstruktion ist schon mal eine ganz andere Nummer! Wie Drei-Gänge-Menue gegen Fertiggericht. Hunger hab ich, vor allem Durst. Viel Schlaf war ja auch nicht. Dagegen anrauchen nur bedingt befriedigend. Ich höre jetzt den Schlüssel bei fast jedem – Eingriff?! Auch der Handrücken ist in Mitleidenschaft gezogen durchs ewige halb im Briefkastenschlitz-Gestecke.

Höre meinen Nachbarn von nebenan die Treppe hinauf atmen. Seine Frau ist im Krankenhaus. Blödes Weihnachten. Sie hat es mit den Bronchien. Das weiß ich, weil ich sie öfter hören kann. Dann wird das Licht schwächer. Ich schaff das nicht.

Stimmung schwankend zwischen an Euphorie grenzender Zuversicht und Resignation.
Komm mir vor wie eine Ärztin bei der OP am offenen Herzen. Aber offen ist hier zunächst mal gar nichts, schon gar keine Tür. Heul. Es gibt ein Zitat von William Blake: „There are things known, and there are things unknown, in between there are doors“.

Da sind bekannte Sachen und unbekannte Sachen, dazwischen sind Türen. Stimmt. Bekannt ist mir der Schlüssel. Bekannt ist mir sogar, dass er da hängt. Unbekannt ist mir momentan, wie ich rankommen soll. Und dazwischen ist eine Tür. Weiser Herr Blake. Wenn er das mit den Türen weggelassen hätte, hätte ich jetzt nicht das Problem. Blake ist Schuld. Blake gilt es zu überlisten. Dann wäre die Tür geöffnet. Der Knoten geplatzt, der Patient am Leben, der Sinn des Lebens geklärt.

Im Moment geschehen leider erst mal Gegenbewegungen, die Sicht wird trüber, die Umgebung düsterer. Dazu verschwende ich wertvolle Zeit, mach mir Gedanken über Hebelwirkung, wieso schaff ich’s nicht wenigstens, den Lichtschalter neben der Badezimmertür umzulegen mit dieser tollen Peddigrohrkonstruktion. Die Nachbarn von oben kommen nach Haus. Brauchen Sie Hilfe? Dann hör ich ihren Schlüssel im Schloss, eine Tür öffnet sich und wird geschlossen. Einfach so. Ohne Peddigrohr. Ohne bekannte und unbekannte Sachen. Ohne Blake. Das tut weh.

Können all diese unbedarften Menschen, die tagtäglich mit ihren Schlüsseln Türen öffnen und wieder schließen, sich eigentlich vorstellen, welch emotionale Dramen sich verlustbedingt in meinem Kopf abspielen? Schrei. Kreisch.

Ich geb´s auf. Erst mal rauchen. Dann saus ich zum Nachbarn hoch, frage nach

einer Taschenlampe. Er gibt mir zwei. Kleine. Sehr praktisch. Es funktioniert. Ich sehe den Schlüssel wieder. An der Stelle war ich schon mal, vor etwa 6 Stunden. Das macht Mut. Jetzt hab ich hier meine Rohrkonstruktion, dort die Lampe, und Muskelkraft wird nicht grad stärker. Zitter. Wenn ich die Schlüssel erreichen sollte und sie dann nicht am Schlüsselring das Rohr hinuntergleiten, so wie`s das Drehbuch zum Happy End vorsieht, wenn sie dann auf den Boden fallen, dann habe ich verloren. Selbstsuggestion. Positiv denken. Halbvolles Glas. Andererseits: Ich habe in den Jahren des Zusammenseins mit mir doch so einige Erfahrungen mit meiner Person gemacht, also, Frau, lass es jetzt sein, es sieht alles toll und hoffnungsfroh aus (und wenn nicht, dann reden wir´s [ich es mir] uns ein), und Morgen ist ein neuer Tag, ach, und immer wieder scheint die Sonne, und dann geht’s ausgeschlafen, mit frischer neuer Kraft und früher Vogel fängt und so ans Werk. Ich geh mir selber auf den Geist. Gefühlskonfusion.

Und Schluss mit dem Gequatsche, der Schlüssel ist jetzt dran. Lampe, Rohre, Haken, volle Restkonzentration, Gehirn aus, Handlung ein, hangel, such, schwing, ich hör was, da ist er, am Haken, Atmen einstellen – und höre noch was anderes, Zack, rausch, der Schlüssel ist am Boden. Das kann es jetzt nicht sein. 8 Stunden passiert so gut wie nichts in der Richtung, und 30 Sekunden machen des Tagewerkes Müh zunichte. Das ist nicht gerecht. Ich setz mich auf die Stufen und rauche. Und heule. Ein bisschen.

Ich verstehe mich jetzt total. Das braucht ein bisschen, diese Niederlage zu verarbeiten. Ein bisschen sind etwa 4 Minuten. Ich seh den Schlüssel nicht mehr. Wird grad nicht besser. Stochere blind nach ihm auf dem Boden herum. Im Hausflur ist` nahezu dunkel. Aufgeben, aufgeben, definitiv. Scheiße, ich trete jetzt die Tür ein, werfe mich dagegen. In Filmen können die das auch. Doch nichts dergleichen. Klaube die herumliegenden Utensilien zusammen, das sechste Mal an diesem Tag der Weg von der einen Wohnung zur anderen. Der sechste? Sind Schlüssel eigentlich magnetisch? Schlüssel sind nicht magnetisch, oder?

Mein Freund ist ein bisschen müde. Ja, Schlüssel sind magnetisch. Das gibt es nicht. Hast du einen Magneten? Er hat. Kleinere. „Wir fahren Morgen in meine Werkstatt, da hab ich einen Großen. Dann kann man’s versuchen, mit einer Angelkonstruktion.“ Und wie ist´s mit den Kleinen? Er sagt das Wort „Schlüsseldienst“ nicht mehr. Hast du Schnur? Er hat. Baut mir eine Angel. Ich mach einen Trockenversuch an seinem Briefkasten. Passt. „Aber du willst da nicht heute Abend noch mal hinfahren?“

Ich wollte nicht. Aber, so recht überlegt, ist das eigentlich eine Idee.

Weg sieben. Holzleiste, Schnur, Kleber (!), Magnet. Fahre den Boden hinter der Tür ab, ein Geräusch, der Atem stockt. Drehe die Leiste, die Schnur wickelt sich auf, und hole sie nahe heran. Ruhe jetzt, wir drehen, in Zeitlupe. In der Ruhe liegt die Kraft. Die Entdeckung der Langsamkeit. Und weiter atmen. Da ist sie. Die Erscheinung. „Wer immer strebend sich bemüht, den können wir erlösen.“ Ich berühre sie. Und halt sie in der Hand. Zum Augenblicke möcht ich sagen: Verweile doch, du bist so schön!

Yes. I’m the Key-Queen. Kreisch (jetzt anders kreisch). Ok, ich komm mal wieder runter.

Die Tür öffnet sich. Tatsächlich. Drinnen sieht’s ein bisschen wüst aus,
XXL-Wunderkerzen-Grausstaub überall. Haben wir noch andere Probleme? Ich steh nun mit meinen Nachbarn nicht so eng, aber muss jetzt unbedingt drüben klingeln und deute auf die offen stehende Wohnungstür, als hätt ich grad Zeugnisnote 1 erhalten. Das hier ist besser. Er erzählt mir noch ein paar nette kleine Schlüsselverlustgeschichten. Ja, das ist lustig. Seine Frau wird auch bald wieder
da sein.

Am späten Abend gibt’s den Rest Perlhuhn. Der wartete schon auf mich. Nett von meinem Freund. Und das ein und andere Bier dazu. Es ist richtig lecker.

von Simone Ohliger

Ich danke dir Simone!!!!

Weihnachtsgeschichte der Simone O.

Posted by on Apr 26, 2017 in Inspirationen | Kommentare deaktiviert für Weihnachtsgeschichte der Simone O.

26.April 17

Eine Weihnachtsgeschichte im April?
Warum nicht! Da kann ich das sprießende Grün, trotz Kälte zwischen warmen Sonnenstrahlen, noch viel mehr genießen.

Ich hatte schon eine Geschichte von Simone Ohliger veröffentlicht.
Ihren Stil und die Geschichten find ich einfach richtig gut!

 

Mein schönstes Weihnachten

Erster Teil

(die Teile sind bei Simone nicht vorgesehen – hab ich mir jetzt erlaubt, um eine Vortsetzungsgeschichte draus zu machen)

24.12. Nach Mitternacht (also 25.12.) Bin auf dem Weg nach Haus.

Perlhuhn- und Alkoholgeschwängert, hinter mir gemeinsamer Abend mit Freund
und Freunden (meines Freundes; die ich mittlerweile auch zu den meinigen zähle). Anfang des Abends: Gemütlich; Mitte des Abends: Angenehm;
Ende des Abends: Ein aus Belanglosigkeiten sich entzündender Streit (es ist Weihnachten!), der sich (wenn auch zu einem kleinen, überschaubaren) Flächenbrand ausweitet. Zugang zu den Löschwasservorräten scheint’s fürs erste nicht zu geben – folglich: Abgang.

Fortbewegungsmittel (aufgrund der klimatischen Verhältnisse bedingt einsetzbar): Fahrrad.

Klimatische Verhältnisse: Kälte (verlorene Handschuhe beeinflussen den Wohlfühlfaktor nicht positiv). Mannshohe Schneeberge (das ist übertrieben, aber klingt spannender als: kniehohe), getürmt links und rechts der Bürgersteige, also der Fahrradwege gleichermaßen. Straße: frei.

Ich also (in Schlangenlinien) auf der Autostraße; da sehe ich ein von hinten sich stetig näherndes blau blinkendes Licht. Blau und blauer. Ich denk, vielleicht unter den gegebenen Umständen schlau, abzusteigen, bewege mich Richtung Bürgersteig. Der Polizeiwagen hält neben mir, ein Kopf am offenen Fenster: „Haben Sie getrunken?“ Eine Frage, die ich uneingeschränkt mit „ja“ beantworten kann, tue das auch. „Dann schieben Sie jetzt mal Ihr Fahrrad, zudem haben Sie kein Licht“. Weg sind Sie, fast schneller, als ich’s mir gewünscht hätte. Ich schiebe und fahre und eiere und lege mich in den Schnee. Vor der Haustür angekommen, will ich den Schlüssel aus dem Fahrradschloss lösen, allein, der Schlüssel ist nicht da. Keine Frage, ich suche in allen vorhandenen Taschen, sieh an, auch die Fahrradtasche ist verschwunden, zu verschmerzender Verlust, ich hätte an dieser Stelle mich fragen können, was ist noch da? Meine Person, sie trägt noch ihren Mantel, das Fahrrad, meine Handtasche, der Schlüssel zur Wohnung meines Freundes (Mirakel Mirakel) – aber das frage ich mich nicht.

Technische Erklärung einer – erst recht im Lichte der hier beschriebenen Situation -,

dies Dilemma ausgelöst habenden, mit Recht (ich weiß, ich weiß) hinterfragbaren Angewohnheit: Nachdem ich mein Fahrrad aufgeschlossen habe, stecke ich den Schlüssel, samt Wohnungsschlüssel, zurück ins Fahrradschloss (ein guter Ort, ihn wiederzufinden; ein guter Ort, ihn zu verlieren).

Nun hatte sich in diesem Falle und aufgrund dieser meiner durchaus unharmonischen Fortbewegungsart das Fahrradschloss am Lenker sozusagen auf den Kopf gedreht (Zeichnung?) und der Schlüssel aus diesem gelöst (an welcher Stelle des Weges auch immer!) Da steh ich nu. Fahrrad wenden, schieben, Augen auf den Boden geheftet. Bis zur Wohnung meines Freundes, auf dem Wege: Nichts.

(Zumindest, wenn man grad ausschließlich eines für alles hält). Stell das Fahrrad in den Hausflur, mal gucken, vielleicht ist es ja Morgen noch da, schäl mich aus den nassen kalten Kleidern, der Freund schaut 2 Mal nach mir (in Worten: Zwei Mal), so kenn ich ihn gar nicht. Und es tut mir auch ehrlich leid, dass, als ich unter die Decken schlüpfe, er denken muss, da hat jemand neben ihm grad eine Kühlschranktür geöffnet, nachts um 4, oder das Gefrierfach, und die Stimmung ist nun auch nicht grad besser, nur anders nicht besser als vorher.

Um 8 steh ich wie eine Kerze im Bett, es ist der erste Weihnachtstag, im Halbschlaf denk ich noch, da war irgendwas? Und das erste Wort, das mir einfällt, ist Scheiße, da war was, und ich weiß jetzt auch, was „was“ war. Ich steh auf, wieder rein in den Mantel,

seh meinen Freund aufstehen, die Stimmung ist…, richtig, das hatten wir schon.

Erst mal rauchen. Rauchen entspannt. Dann kommt das Wort das erste Mal: Schlüsseldienst. Nicht von mir. Ich sag, ja, das kann ich ja immer noch sehn, erst mal schauen, mal gucken. Er packt die gelben Seiten auf den Tisch. Schreibt die Nummer eines Schlüsseldienstes auf, drückt mir den Zettel in die Hand. Ja ja, erst mal gucken, mal sehn.

Nächster Schritt: Ein gemütlicher Spaziergang in der frohen Früh-Erster-Weihnachtstag-Sonne. (Später, ich werde nicht da sein, wird meine Mutter bei ihm anrufen, weil sie mich in meiner Wohnung nicht erreicht [ach] und eine schöne Weihnacht wünschen, und wird fragen, na, ward ihr schon draußen bei diesem wunderbaren Wetter, und er wird „ja“ sagen – es gibt wohl immer zwei Wahrheiten).

Tatsächlich begleitet er mich auf dem Weg, den ich nun das dritte Mal nehme am heutigen Tag. Auch das Wort „Begleitung“ lässt sich verschiedentlich interpretieren.

Hier: In zwei Meter Abstand läuft einer/ eine hinter dem Anderen /der Anderen her.

Auch „laufen“ ist nicht das Wort; setzte eine bestimmte Geschwindigkeit voraus. Auch „schlendern“ nicht; beinhaltet eine gewisse Form von Gelassenheit. „Gehen“ – das ist es wohl, klingt komplett neutral.

Ich fühl mich wie in einem Sketch von Loriot – altes leicht vergrätztes Ehepaar, brummel brummel Zwangsgemeinschaft schlurf – lasst euch doch scheiden – „Winter adé! Scheiden tut weh.“ Winter adé ist eh noch lange nicht Und ich will hier nicht ab- und woanders hinschweifen. Während die Augen das sowieso nicht tun und schon Schlüssel gesichtet werden, wo gar keine sind. Noch eine Straße lang, noch eine Kurve. Und: Game lost. Wenn auch nicht Game over. Die Haustür ist angelehnt. Ich geh mal hoch. Was willst du da? Gucken.

Wie wär’s mit Sesam öffne dich oder anderen oder noch anderen Wahrscheinlichkeiten. Da ist sie: Meine Wohnungstür. Geschlossen. Definitiv. Abgeschlossen. 2 Mal oben.

2 mal unten. Ich schaue durch den Briefkastenschlitz (heißt, es gibt einen), um meine Qualen zu erhöhen. Gut, meine Liebe. (Man muss auch nett zu sich sein können; gerade in solch niederträchtigen [selbst verschuldeten] Situationen. Das hat Größe).

Ich klingele beim Nachbarn. Der ist da. Schildere meine Lage, frage ihn, ob er die Nummer des Hausmeisters hat, er ruft freundlicherweise dort an. Hat der Hausmeister einen Zweitschlüssel? Hat er nicht. Ok, war ein Versuch.

Vor der Haustür wartet immer noch mein Freund. Ich dachte, er wäre schon gegangen. Kommunikation ist ja grad nicht so. Wir gehen zurück. Er sagt, mit dieser Loriot-altes-Ehepaar-Stimme: „Willst du wieder so langsam hier lang trödeln?“ Wenig subtil.

Antwortmöglichkeiten: 1.Ja, ich will! Ich liebe es, müde, frierend, missgelaunt, so langsam hier entlang zu trödeln. 2. Nein, ich will nicht langsam hier entlang trödeln, aber ich tue es trotzdem, weil ich meine masochistischen Bedürfnisse befriedigen will.

Tatsächliche Antwort: Kannst ja auch schneller gehn.

Mach ich auch“. Mein Freund läuft also los, ich seh ihn bald hundert Meter vor mir. Aus zwei Meter Entfernung wurden hundert über den Tag, kann nur besser werden. Bei ihm zu Haus, er Frühstück, ich Tee, er „Schlüsseldienst“, ich „mal sehn“.

Dann frage ich ihn nach irgendwelchen längeren Stangen oder ähnlichem. Schließlich überlässt er mir seine „XXL Wunderkerzen“, die für Sylvester gedacht waren, ich nehme sie alle mit, verschiedenes Werkzeug und erneut – Fahrrad ist noch da! – das fünfte Mal an diesem Tag, die Strecke von seiner Wohnung zu meiner. ….

Ich habe einen Briefkastenschlitz in der Wohnungstür, das ist der Gedanke. Zunächst biege ich die innenliegende Abdeckung des Briefkastenschlitzes auf, das geht schon mal ganz gut, leichtes Metall. Zack, kaputt. Und – ich sehe meinen Zweitschlüssel! Hängend an einem Haken, knapp zwei Meter über dem Boden, neben der Badezimmertür. Ich sehe ihn. Das ist Freude und Qual zugleich. Klebe die „XXL Wunderkerzen“ aneinander, stecke sie durch den Briefkastenschlitz, meine Hand so weit wie möglich mit hinein; das ist nicht besonders weit. Die aneinandergeklebten Wunderkerzen schwingen schwanken wie Fähnlein im Wind, wie ein betrunkener Seemann. Zu dünn. Berühren den Haken, berühren den Schlüssel nach etwa 2 Stunden, ich höre ihn. Die Hände voll mit „XXL Wunderkerzen“ – Staub, grau und sicher ganz gesund wie Biohandcreme. Der Flur vor meiner Wohnungstür sieht auch nicht mehr so reinlich aus. Es kommt ein Nachbar, „kann ich helfen?“ Nee, danke, sehr nett. Das heißt, wenn sie´s schaffen, in meine Wohnung einzubrechen – bitte, nur zu.

 

…. Zweiter Teil folgt … ja …  Vorfreude auf nächste Woche steigern ..

 

Die andere Seite der Hoffnung

Posted by on Apr 19, 2017 in Inspirationen | Kommentare deaktiviert für Die andere Seite der Hoffnung

19. April 17

„Hochachtung!“
Der neue Film … diese Bilder, diese Details.
In dem 60 er Jahre Restaurant: der Teller für den Gast mit dem Gericht des Tages. Geschmackvoll angerichteter Knödel mit (Rotkohl? Ich weiß es nicht mehr) und einer Dose Heringe.
Wie diese Dose zur Hälfte aufgerollt ist – zart? sanft? liebevoll?
Damit lässt sich nicht genug verdienen – die Idee, Sushi! Sushi wird zubereitet mit eßlöffelweise Wasabi – „ohje- nein- das geht doch gar nicht- wenn ich das Essen würde … brrrr …“ ich habe die Schärfe des Wasabi im Kopf, es lässt mich schütteln. Das kann doch nicht gut gehen!

Auf der einen Seite die Geschichte im Restaurant mit einem Protagonisten, der sein Leben umkrempelt .

Auf der anderen Seite die Geschichte eines Geflüchteten, der auf der Suche nach seiner Schwester unbeabsichtigt in Finnland anlandet.
Die Darstellung des Aufnahmelagers, der Umgang der Personen miteinander. Der Protagonist spielt ein arabisches Seiteninstrument und – puh, ja- das geht rein!

Die SchauspielerInnen – genial!

Ich hoffe, dass es auch diesmal nicht – obwohl angekündigt – sein letzter Film sein wird.
Und dass dieser Film von ganz vielen Menschen gesehen wird.

Aki Kaurismäki
Was für ein Künstler!!!

 

Storytelling Let`s Zwirbel

Posted by on Apr 5, 2017 in Inspirationen | Kommentare deaktiviert für Storytelling Let`s Zwirbel

5. April 17

Okay, jetzt kann es mit Let`s Zwirbel losgehen. Mein Bruder und ich  haben eine GbR gegründet, das Patent auf die Wortmarke erkauft, ein Geschäftskonto errichtet. Marion hat auf dieser Website, eine Let´s Zwirbel Seite eingerichtet – ja es darf gerne geschaut werden: http://www.britta-habuch.de/lets-zwirbel/

Nun bedarf es für die Zwirbelseite noch der Geschichte, die sich für uns um dieses Spiel rankt. So hab ich mal geschaut was mir einfällt. Das Resultat sei eher was für meine Inspirationsseite,  für Kinder (die ja als potentielle Kunden gelten)  jedoch zu schwierig, rückmeldete mein Bruder.
Ist doch prima, da hab ich also schon einen Text für diese Woche:

Storytelling  Let`s Zwirbel
Ostern 2014

Wir sitzen zu viert bei meiner Mutter am Küchentisch.
In unserer Mitte das alte Zwirbelspielbrett von unserer Oma. Christian und ich erklären das Spiel und die Beiden NeuzwirblerInnen probieren den Kreisel in Drehung  zu bringen.
„Hey- das ist doch schon was!“
„Also legen wir los!“
Damit begann ein schöner, witziger Spielabend – wir haben so viel gelacht, auch geschimpft
„Los, Kreisel- jetzt hau schon einen von den Kegeln von der Markierung!“ „Oh, Nein !“
„Ja – schöööön … aber nur ein Punkt!“,
uns über das anmutige Drehspiel des Kreiselns ausgelassen, die Zwirbelfähigkeit der MitspielerInnen kommentiert
„Wow, guck mal“
(als würden wir nicht alle auf den Kreisel starren) , die völlig vergeigten mit
„Ohhh`s“
quittiert.
Viele verschiedene Varianten ausprobiert, den Kreisel so in Drehung zu versetzten, dass er möglichst effektiv zwirbelt.  Christian mit seinen Bassistenfingern bekommt einen Superdrive hin. Auch über die Seitenwände ( Banden) bekommt der Kreisel Impulse. Auch den Kreisel schräger anzusetzen bringt einen speziellen Effekt.

Ein Ostern später sitzen wir in derselben Konstellation zusammen und zwirbeln.

Da entstand die Idee!
„Wenn es das Spiel gar nicht gibt, vielleicht sollten wir es das selber machen“.
Als erstes hieß es herauszubekommen, ob es das Spiel nicht doch gibt. Vielleicht unter einem anderen Namen. Nach intensiver Recherche im Netz, Spiele- und Spielwarenläden, war das gesichert.

 

 

vom Geräusch zur Geschichte

Posted by on Mrz 28, 2017 in Inspirationen | Kommentare deaktiviert für vom Geräusch zur Geschichte

28. März 17

Ich mag diese Szenenentwicklungsmethode und hatte gestern in meinem Theaterkurs so einen Spaß, dass ich sie hier teilen möchte.
Während ich tippe befördert mich die Nordwestbahn von Osnabrück nach Rastede – wie praktisch! (Nur so als Anmerkung zum Foto – da liegt eine Tasche unter meinen Schuhen – also ich würde ja nun auf keinen Fall…)

Schritt 1
Die TN (TeilnehmerInnen) sitzen oder liegen bequem, je nach Ort und Gruppe.

Schritt 2
Die TN schließen die Augen und über einen festgelegten Zeitraum (ich habe 5 Minuten gewählt) lauschen sie den Geräuschen. Nicht nur den Vordergründigen, sondern allem was sie wahrnehmen können.

Schritt 3
Die TN notieren die gehörten Geräusche.

Schritt 4
Die TN bekommen Zeit den Anfang einer Geschichte zu schreiben (Gestern wählte ich 2 Minuten). Wenn ich die Übung zur Entwicklung von Szenen einsetze, lasse ich mehr Zeit.

Schritt 5
Alle lesen ihre Ergebniss vor. (Siehe unten!)

Schritt 6
Die TN gehen zu Zweit oder zu Dritt zusammen und setzten die Geschichten in Szene.

Schritt 7
Präsentation der Szenen.

Schritt 8
Feedback und Weiterarbeit an den Szenen
___________________________________________________________

Die so entstandenen Geschichtenanfänge:

Plötzlich hielt Hubert an. Seine Reifen quietschten und ein Signalgeräusch ertönte. Das war ja gerade noch einmal gut gegangen. Er kurbelte das Fenster herunter und hörte, dass sich Schritte näherten. Doch dazu ertönte das wilde Zwitschern eines Vogels ….

 

Das Zwitschern, was ich Gestern hörte widersprach völlig dem unangenehmen Klacken, welches mich den ganzen Tag schon begleitete. In meinem Kopf brummte es. Wäre es doch wenigstens ein Summen – dachte ich …

Luise lief weinend durch die Stadt. Der Regen tropfte auf ihren Kopf und ihre Schritte hallten laut durch die leeren Gassen.
Hinter sich vernahm sie ein lautes Husten, anschließend ein Räuspern. Sie drehte sich um, doch es stand niemand da …

 

Die Tür quietschte, neben lautem Motorbrummen und Vogelzwitschern, hörte ich wie die Schuhe auf meinen Fußboden klatschten. Es war jemad in meiner Wohung …

Ein leichter Wind wehte ihr um die Nase. Sie hatte es sich auf einer Verkehrsinsel mitten in der Stadt bequem gemacht. Das Geräusch abbiegender Busse, die leicht im Abbiegevorgang abbremsten, wurde von dem Heulen der Motoren anfahrener Autos abgelöst, mal schneller, mal langsamer …

 

Während diverse Vogelarten das Umfeld akkustisch untermalten, fuhren Motorräder und Autos durch die Strassen. Hinzu gesellte sich ein Auto, das aus einer Tiefgarage herausfuhr. Nach einiger Zeit war das Öffnen beziehungsweise Schließen einer Türe zu vernehmen. Im Hintergrund dröhnte ….

 

Es war einmal eine Weinbergschnecke. Die hieß Schneckie.
Eines Tages wurde sie von einem riesigen Vogel verfolgt. Sie musste sich irgendwo Schutz suchen.
Da sah Schneckie das Auto und flugs hatte sie sich in der Radkappe verankert. …

________________________________________

Ich habe die Methode gestern als warm up bis Schritt 5 eingesetzt.

 

 

Zum Mitnehmen!

Posted by on Mrz 21, 2017 in Inspirationen | Kommentare deaktiviert für Zum Mitnehmen!

21. März 17

Ach, okay – meteorologischer Frühlingsanfang war gestern (kalendarischer am 1. März), nicht heute. Und doch starte ich heute mit einem Frühlingsbild vom Hoffmeyerplatz.

Vor ein paar Jahren war ich in Tübingen so angetan davon, dass dort allerorts Kästchen, Kartons und Ähnliches vor den Häusern stand mit dem Hinweis „Zum Mitnehmen“.

Es hatte sogar jemand ein kleines Holzhängeschränkchen für Bücher und Kleinkram vor seinem Grundstück angebracht.

Da fällt mir ein, dass ich vor nicht allzu langer Zeit auf dem Weg (ja wo war das denn?), wir hatten uns mit dem Auto total verfranzt – irgendwo im Weserbergland? – da stand mitten in der Diaspora, vor einem Haus  ein privates, bunt bemaltes Schränkchen mit Büchern zum Mitnehmen – „Halt“ „Einmal anhalten bitte“.

Die öffentlichen Bücherschränke  sind ja mittlerweile total verbreitet. Auf dem Kirchplatz in Ostercappeln (hier können auch gut Wanderungen gestartet werden- anschließend vielleicht mit was lecker Kulinarischem in dem Bistro des Bioladens vor Ort) steht auch ein sehr schöner Bücherschrank – ich glaub, den gab es schon vor denen in Osnabrück – klasse.

In Hamburg  Ottensen gibt es einen kleinen offenen Unterstand mit allen möglichen Dingen, auch Kleidung, zum Hineinstellen und Mitnehmen. Eine klasse Entwicklung. (Da gibt es bestimmt noch viel, viel mehr – und es würde sich lohnen, darüber mal ein ganzes Büchlein oder einen Kalender oder was auch immer mit tollen Fotos zu erstellen).

Auch in dem Stadtteil Wüste hier in Osnabrück finde ich diese kleinen „Mitnehmsel“ immer öfter. Manchmal mit ziemlich seltsamen Dingen gefüllt – alten angeschlagenen Bechern, angeknabberten Plüschbären, Barbiepuppen ohne Haare,  … .

Letzte Woche auf dem Weg zum Museum stand dieser Einkaufswagen. Dieses mal mit einer kleinen Büchse und der Aufforderung einen Euro zu zahlen. Und –schwupps- hatte ich wieder was zu lesen.

Angefangen hatte ich ja mit Tübingen. Ich glaube, es hat für mich auch sowas Gemütliches, wenn ich so einen Karton mit einem „zum Mitnehmen“ Schild sehe, weil es für mich in Verbindung zu Süddeutschland und Urlauben in meiner Kindheit in der Heimat meiner Mutter steht. Ist doch schon bemerkenswert, was da so in Einem ausgelöst wird.

Was passiert noch hier in der Wüste? Da scheint jemand Spaß daran zu finden,  Gartenzwerge auf dem Hoffmeyerplatz zu platzieren.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Eigentlich war meine Idee, heute nach politsch korrektenTelefongesellschaften zu googeln … .
Wer da einen Tipp für mich hat …?

Icaro Zorbar

Posted by on Mrz 16, 2017 in Inspirationen | Kommentare deaktiviert für Icaro Zorbar

16. März 17

Kunsthalle Osnabrück

„Verweile doch“ (Ein Abgesang) von Icaro Zorbar

Mittwochmittag.


JA! Wir betreten den Hauptausstellungsraum, das Kirchenschiff und … sind allein.
Was für ein Luxus, mitten in der Woche ins Museum gehen zu können.
Der Raum liegt im Halbdunkel.
Ah, da ist doch jemand – eine Osnabrücker Fotografin knipst in der Nähe des Eingangs und … ist dann auch weg.
Lichtflecke fallen durch die verkleideten Fenster – das ist gewollt – sieht nach einer kunstvollen Verdunkelung aus – ist für mich nicht genau zu erkennen.

 

Ich versuche mich in einen Lichtfleck zu stellen. „Spot an!“


Projektoren werfen an verschiedenen Stellen im Raum  Bilder an die Wände.

Sie zeigen im unteren Bereich eine Art Schneelandschaft (weiße Fläche) darüber dunkel mit weißen Punkten durchsetzt (wie Schneegriesel – hinterher stellen wir fest, dass es der Staub in der Luft ist – Weltraumstaub?).

Wir schauen zu den unterschiedlichen Orten. Da werde ich von  meinem Begleiter auf ein abgefahrenes Phänomen aufmerksam gemacht.

 

Wenn ich den Blick über die weiße Fläche nach unten und/ oder oben lenke, entstehen Spektralfarben vor meinem Auge. Dann auch, wenn ich den Blick zwischen den verschiedenen Projektionen wechsel. Ja, dann sind die Spektralfarben vertikal. Bei heben und senken des Blicks – horizontal. Und so deutlich und groß.

So verweilen wir eine ganze Zeit. Abgefahren. ….

 

Es gibt noch mehr zu sehen – recycelte Alltagsmaterialien und Tonträger:

 

 

 

 

 

8. März

Posted by on Mrz 8, 2017 in Inspirationen | Kommentare deaktiviert für 8. März

8. März 17

Erkältungsbedingte Inspirationspause

 

Wer selber kreativ werden möchte:

Zettel und Stift bereitlegen. Timer auf 3 Minuten. Frage:“Was beschäftigt meinen Geist seit ich aufgewacht bin?“ und los ….. (mit LOS losschreiben, wenn auch … äh,  ich weiß nicht, was soll das, oder ähnliches auf dem Blatt auftaucht … weiterschreiben!)

 

 

politisch Korrekt II

Posted by on Feb 28, 2017 in Inspirationen | Kommentare deaktiviert für politisch Korrekt II

28. Februar 17

Ich schreibe weiter an meinem Text für die Inszenierung

„Trendy Woman“
oder der Versuch, sich politisch korrekt zu verhalten

 

(Erster Teil siehe Inspiration vom 23. Januar `17)

Gestern ging es um ein Projekt mit behinderten Menschen.
Darf ich das sagen? Ist es politisch unkorrekt überhaupt „Behinderte“ zu denken und nicht an eine bestimmte Person, die dann eben eine Besonderheit hat, die in unserer Gesellschaft eine Behinderung im Sinne der Definition einer bestimmten Gruppenzugehörigkeit ist.

Und:“Sind wir nicht alle ein bisschen behindert?“ (Das geht jetzt wohl gar nicht!)
Eine körperliche oder eine geistige Behinderung ist doch ein gravierender Unterschied.
Da ist ein Mensch mit einer körperlichen Behinderung und dort mit einer geistigen?
Ich habe gelesen: „Viele der so bezeichneten Menschen aber lehnen den Begriff „geistige Behinderung“ ab und nennen sich lieber Mensch mit Lernschwierigkeiten. Sie finden, dass nicht ihr „Geist“ behindert ist und dass „geistige Behinderung“ sie als ganzen Menschen schlecht macht.“  (aus:leidmedien)

Okay – Ja, klingt logisch.

Und in der Öffentlichkeit? Menschen mit Behinderung, mit Handicap, mit Einschränkungen, mit besonderem Förderbedarf?

Buh, das ist irgendwie alles total vertrackt. Wieso hab ich in meinem Freundeskreis keine behinderten Menschen, mit denen ich drüber sprechen kann? Sollte mir das zu denken geben? Na gibt es ja grade!

Ich liege weiter in meinem Bett mit der, was weiß ich ob mit politisch korrektem Stoff bezogenen Bettdecke oder nicht und der Knoten in meinem Kopf schwillt an.  „Oh nein! Das klingt nach Krebs- also kein Knoten sondern ein Knäul, ein kratziges, fusseliges Wollknäul. -Wieso kann ich mich nicht mehr an meinen schönen Traum erinnern, der mich lächelnd hat aufwachen lassen?
Vielleicht einfach gar nicht mehr mit Anderen drüber reden, dann kann ich auch nichts falsch machen und mich wieder an schöne Träume erinnern?!

In der ursprünglichen Bedeutung bezeichnet der englische Begriff politically correct die Zustimmung zur Idee, dass Ausdrücke und Handlungen vermieden werden sollten, die Gruppen von Menschen kränken oder beleidigen können … .

Es ging, beziehungsweise geht hauptsächlich um Minderheitenschutz.
Dafür bilde ich mal ein paar Gruppen. Da sind z. Bsp. die Frutarier, die Vegetarier, die Veganer – halt INNEN nicht zu vergessen. Die RadfahrerInnen die ADAClerInnen. Die Frauen, die Männer. Die mit Abitur, die ohne. Die über 1 Meter70 und die darunter … . Und dann stellen sich alle in ihre Kreise und in der Mitte gibt es dann die Schnittmenge: ach wie schön war doch die Mengenlehre. Da ist dann in der Mitte die über einen Meter 70 große Frau, ADAClerin, Veganerin ohne Abitur …??? Ist sie dann eine Minderheit?

Dann gibt es noch Gruppen, die andere als Gutmenschen bezeichnen … . „Brrrrrrrrrrrr…“

Ich hab eine Idee. Ich stelle meinen politisch unkorrekten – weil batteriebetriebenen Wecker – auf eine halbe Stunde und versuche autogenes Training.
Vielleicht bekomme ich meine Gedanken beruhigt und komme dann aus dem Bett.
………
Fortsetzung folgt

Making of
Gabi in ihrem Atelier bei unserem  Entwurf für die Werbepostkartegestaltung

 

Monster rauslassen

Posted by on Feb 21, 2017 in Inspirationen | Kommentare deaktiviert für Monster rauslassen

21. Februar 17

Da ist manchmal so eine innere Anspannung und damit stehe ich wohl nicht ganz alleine da. Liegt es am Wetter, den Hormonen, dem Ego – fallera – Egal.

Da sitze ich und bereite mich vor.
Um mich herum Bücher aus der Bibliothek. Und ich sitze bequem, ja ich habe mir einfach einen Balkonliegestuhl aufgestellt – warum es sich nicht gemütlich machen, da lässt es sich doch viel leichter lesen.
Das hat mich gestern, als ich den Stuhl aufstellte wirklich fasziniert, dass ich da nicht schon längst drauf gekommen bin. Vielleicht doch nach dem Motto: Arbeiten muss auch anstrengend sein, deshalb es sich bitte nicht zu bequem machen.

Ich blättere also mal durch dieses und jenes Buch.
Meine Aufmerksamkeit steigt, irgendwas packt mich und
„JA“!
Das passt!
Genau das brauch ich grade.
Es gibt so unglaublich viele Übungen und Methoden aus dem Theater und Trainingsbereich und manchmal bedarf es eines Impulses um Dinge, die ich schon ausprobiert habe, wieder zu aktivieren.

Da war so eine Übung: In dem Buch „Körpersprache und Rhetorik“
von T. Bruno/G. Adamcyk/W. Bilinski 2. Auflg. 
Jekyll und Hyde genannt. Eine Methode die dazu dient Druck abzulassen und innere Anspannungen zu lösen (kann auch in ganz anderen Bereichen eingesetzt werden).

Grad hab ich noch einer Freundin geschrieben, Kissen würden sich zum abreagieren hervorragend eignen. Aber probier ich das selber?

Und dann kommt diese Trainingsmöglichkeit als Angebot daher.

Nachdem ich die Übung gelesen habe, begebe ich mich raus aus meinem Liegestuhl.
Ich stelle mich Mitten in den Raum, mache mich buckelig, gehe in die Knie, spanne die Schultern an, ziehe den Kopf an die Schultern, nehme die Arme nach vorne und mache Greifbewegungen mit den Händen. Ich reiße den Mund auf und strecke die Zunge raus. „Grrrraaaaaaaahhhh“. Löse die Stellung und muss lachen. Wiederhole die Übung und bin so gut drauf, dass ich dieses Erlebnis erstmal aufschreiben muss bevor ich mich wieder mit Buch in bequeme Arbeitsposition bringe.
So ist mir zudem auch noch meine Inspiration für diese Woche zugeflogen.

 

 

Das ist jetzt leider, leider kein Foto von mir als Monster.
Dafür ein Foto eines Fräsendetails aus der Werkstatt von Katrin Prinzler, bei der die Inszenierung „Trendy Woman“ aufgeführt wird.
Ist doch zumindest auch ganz schön „bissig“.

 

„tödlich“ Song

Posted by on Feb 14, 2017 in Inspirationen | Kommentare deaktiviert für „tödlich“ Song

14.Februar 17

wie großartig einen Bruder zu haben, der mich mit Ohrwürmern versorgt …

 

badabdududa …

Navi – Geheimnisse

Posted by on Feb 7, 2017 in Inspirationen | Kommentare deaktiviert für Navi – Geheimnisse

7. Februar 17

Wie funktioniert das eigentlich mit der Sprache auf den Navigationsgeräten?

Werden alle relevanten Worte „die, an, links, rechts, abbiegen, Ausfahrt, in, alle Zahlen,  erste, zweite, nächste, Ortsnamen, Straßennamen…“ eingesprochen?
Das wäre ja gar nicht leistbar. Dann noch international!

Oder sind es zusammengesetzte Silben, aber da würde die Betonung ja nicht stimmen.

Aneinandergesetzte Phoneme?
Was sind denn überhaupt Phoneme? Der Duden dazu: „kleinste bedeutungsunterscheidende sprachliche Einheit (z. B. b in »Bein« im Unterschied zu p in »Pein«)“

Ich fänds ja genial, ein Navi selbst besprechen zu können. Wunderbares Geschenk für FreundInnen, da würde dann  oft mit mir im Auto geredet, ich würde gelobt, beschimpft. Ob sich das beim nächsten Treffen dann bemerkbar machen würde; „Oh du hast wieder dermaßen genervt. Wir haben uns total verfahren!“ …

Okay – wird sich doch wohl herausfinden lassen, wie es wirklich funktioniert.

Moment … Ach ne – es ist schon längst möglich, die eigene Stimme aufzunehmen. Und gar nicht besonders zeitaufwendig: „ Insgesamt müssen 57 Ansagen aufgenommen werden“ , lese ich.
Nur 57? Wie geht das denn?

Die SprecherInnen, die ihre Stimmen den Navigationsgeräten geben, haben da sehr viel mehr zu tun.

„Typischerweise werden 4.000 bis 8.000 Sätze aufgenommen. Die Anzahl der Worte hängt von der Sprache ab.
Für die Navi-Ansagen werden die Aufnahmen der Sprecher in kleine sprachliche Einheiten zerlegt. Sie werden ähnlich wie Legosteine zu neuen Wörtern oder Namen zusammengebaut.“ (aus: motor-talk.de)

Die Straßennamen werden wie ein Puzzleteil aus Diphonen zusammengesetzt, wird mir vom Schlau Beer auf Bayern 3 erklärt. So wird das Wort Tisch (was soll das im Navi?) aus T und isch zusammengesetzt. Wikipedia schreibt: „Die Qualität lässt sich durch die Verwendung längerer Bausteine anstelle von Diphonen (zum Beispiel Silben, häufige Wörter oder Lautfolgen) weiter steigern, was allerdings oft aus Gründen der Inventargröße nicht mehr praktikabel ist.“

Wie das mit den 57 selbst zu sprechenden Ansagen hinhauen soll?
Ich hab für heute genug erfahren. Frau soll es ja nicht übertreiben, sonst weiß ich ja ALLES und DANN?

Februar der Zweite

Posted by on Feb 1, 2017 in Inspirationen | Kommentare deaktiviert für Februar der Zweite

1. Februar 17

Februar
der Zweite
in diesem Jahr
und auch im Nächsten
Zweifel
(ein Elfchen)

 

Durfte heute 2 neue Kalenderblätter aufdecken.
Für dieses Jahr haben Marion und ich uns auf 2 (wie passend zum Februar) selbst entworfene Kalender ausgeweitet.
Unsere Entscheidung für das Jahr 2017 einen Makrokalender zu erstellen, wurde durch ein uns schon lange faszinierendes Thema ergänzt: Pärchen (und wieder die 2 vom Februar).
So präsentiere ich nun das Makrobild, das bei mir großformatig den Februar begleitet.

 

 

2

 

 

 

Mit dem Bild des Pärchenkalenders ist das aus bildrechtlichen Gründen nicht möglich (sind ja Personen drauf, die nichts von ihrem Glück wissen). Wer mag, kann es sich im Kopf selber visuell zusammenbauen: Sandstrand. Vor einem großen Sandsteinfelsbrocken liegt rechts im Bild eine Frau. Kerzengrade liegt sie unter einem rosablauweißen Sonnenschirm. Ein zweiter weißblauer Sonnenschirm und ein ausgelegtes blaues Badetuch rechts neben ihr. Links der Liegenden ein ca. 70cm hoher Sandhaufen. Auf diesem Sandberg steht, nach links gebeugt, ein Mann mit blauen Shorts, weißem T-Shirt und Basecap. Der Mann klopft mit einer Schippe den Sand des Sandberges, auf dem er steht, fest.
Dieses Bild bringt mich immer wieder zum Schmunzeln – es darf somit ein schmunzeliger Februar werden (und schon wieder die 2 – damit ich schmunzeln kann, bewegen sich meine beiden Mundwinkel nach oben und es kitzelt bis in beide Ohren).

Februar
folgt Januar
Eins und Zwei
und doch kein Paar
AhAAr
(noch ein Elfchen)

 

Textfindung: „Wie verhalte ich mich politisch korrekt“

Posted by on Jan 23, 2017 in Inspirationen | Kommentare deaktiviert für Textfindung: „Wie verhalte ich mich politisch korrekt“

23. Januar 17

Im Mai ist Premiere unserer neuen Produktion:

Trendy Woman oder „Der Versuch sich politisch korrekt zu verhalten“

Da schreibe ich an einer Rahmenhandlung und dachte mir, warum soll ich mein heute zu Papier gebrachtes  „Ich wache morgens auf und gehe bewusst mit dem Thema politischer Korrektheit um“, nicht einfach auf meine Inspirationsseite stellen.

 

Vorweg aber noch einen Link auf ein 1 1/2 stündiges Interview mit Gerald Hüther, das mich sehr fasziniert hat. Ich saß allein vor dem Bildschirm und konnte mir ein lautes „JA! JA!“ oft nicht verkneifen.

 

 

Achtung jetzt kommt DER Text:

Ich wache auf. Ein Lächeln auf den Lippen, weiß nicht was es war, aber es schwingt Freude aus meinem Traum in mein Erwachen: Soweit gut: positive Gedanken sind guuuut. Ich genieße noch die warme Bettdecke – Bettdecke! Der Bezug ist aus einem Einzelhandelsladen, dort  habe ich den Stoff ausgewählt und  von der freundlichen Inhaberin nähen lassen. 100%  keine Kinderarbeit. Hmm …  und wo kommt der Stoff her? Wie ist die Baumwolle produziert? Umweltverträglich gefärbt? Sie ist ja so wunderschön graublau. Und was machen die Inhaber eigentlich mit dem Geld? Mit welcher Bank arbeiten sie zusammen? Wird MEIN Geld womöglich in erster Linie für deren ausufernden Fleischkonsum ausgegeben?

Jetzt klingelt mein Wecker zum 2ten Mal. Ich bin nicht mehr ganz so gut drauf. Wo ist das Lächeln geblieben? Apropos Wecker. Es sind nur noch batteriebetriebene Wecker zu bekommen. Was für ein Wahnsinn. Mechanisch war doch nun echt prima. „Grkk, grkk, … und der Wecker war gestellt. Jetzt brauchen diejenigen, die sich nicht von ihrem Handy oder einem strombetriebenen anderen Gerät wecken lassen, Batterien. Laut Umweltbundesamt wurden 2012 in Deutschland 43.549 Tonnen Gerätebatterien in Verkehr gebracht, soviel wie nie zuvor. Das sind 43 1/2 Millionen Kilo. Herrje- so komme ich ja gar nicht aus dem Bett. Da möchte ich mir doch meine, was weiß ich ob mit politisch korrektem Stoff bezogenen Bettdecke, gleich wieder über den Kopf stülpen und in andere Sphären abtauchen. Immerhin ist meine Bettdecke mit einer Art Polyester gefüllt, ich möchte nicht unter Federn von toten Tieren schlafen. (Mag jedoch gar nicht dran denken wie diese Kunstfüllung hergestellt wurde).
 Als ich die Bettdecke kaufte meinte der Verkäufer, nachdem ich ihm erklärte, warum ich kein Daunenoberbett möchte: „Arme Polyos!“  Das bringt mich jetzt doch wieder zum Lächeln.

Also einmal recken und strecken, Füße aus dem Bett schwingen und … bevor meine Füße den Boden berühren fällt mir auf, dass ich noch nicht weiß, wie ich mich bezüglich der Putzfrauenfrage meiner Freundin äußern soll. Also Füße wieder hochgeschwungen, Bettdecke drüber und nachdenken: …

 

 

 

 

Schnee und Nordsee

Posted by on Jan 17, 2017 in Inspirationen | Kommentare deaktiviert für Schnee und Nordsee

Inspiration 17. Januar 17

Mit 17 hat man noch Träume, da wachsen noch alle Bäääume … (Note, Note, flöt, flöt ….).

Wie komme ich darauf? Das heutige Datum!

DSCN0386

Momentan sind hier alle Bäume Teil einer verwunschenen winterlichen Schneelandschaft. Fast windstill, Nebel, herauskristallisierte Schneedecke bedeckt Alles. Gibt es wirklich 80 verschiede Schneesorten? Ich schau mal nach …. eine Kinderseite auf der  Schnee sehr anschaulich beschrieben wird, ganz gut gemacht. Ich finde eben nur nicht die Anzahl der Schneearten, nur das es viele gibt. Bei Wikipedia finde ich auch schöne Bilder, superviele Infos, aber keine Anzahl. Vielleicht läuft mir demnächst mal der schriftliche „Beweis“ über den Weg.

DSCN0390

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nun folgt eine kleine  Geschichte, die ich gerne noch loswerden möchte.

In Bremerhaven im Wartezimmer:
Nach 3 Stunden hat es sich sichtlich geleert, wir sind nur noch zu Viert, 2 Patientinnen und 2 Begleitungen. Ein Gespräch entwickelt sich. Mann und Frau sitzen sich gegenüber. Wir neben der Frau. Nachdem über die lange Wartezeit geredet wurde reckt mir die Frau ihren Hals hin: „Ja, hier an meinem Hals“ Ich sehe etwas, was aussieht wie eine dicke Ader.  „Sehen sie! Da läuft der Schlauch für die Dialyse!“
Dann beginnt der Mann über die hohen Fischpreise, die Fangquoten, das beste Fischlokal …  zu sprechen. Ja, er und seine Frau hätten 10 Jahre im großen Hafen in Bremerhaven auf einem (43 Meter? Oder 73 Meter? Ich weiß es nicht mehr) Schiff gelebt. Jetzt leben sie in einem kleinen Ort nahe der Elbe (den Ortsnamen schreib ich hier nicht hin, sonst kennt die womöglich noch jemand).

Dann kam von ihm so in etwa: „Mein Gedanke war, irgendwann fahren wir raus in die Mitte der Nordsee und lassen das Boot mit uns absaufen. Und der Hafenmeister hätte sich dann irgendwann gewundert, dass wir nicht zurückkommen. Aber meine Frau wollte das nicht.“
Blick zu der Frau: „Das war ihnen bestimmt zu kalt?“
Sie: „Nein! Zu nass!“

Springflut Bremerhaven

Posted by on Jan 10, 2017 in Inspirationen | Kommentare deaktiviert für Springflut Bremerhaven

10. Januar 17

dscn0304

Ich muss es ja immer wieder zugeben, in Bremerhaven geboren und aufgewachsen, mag ich die Stadt.

Wenn ich erzähle wo ich herkomme, heißt es manchmal: „Aus Bremerhaven? Das ist aber eine wirklich hässliche Stadt.“ (Ja die DVU wurde in Bremerhaven gewählt und war dadurch im Land Bremen vertreten – das ist schon hässlich  Und topaktuell: US Militärfahrzeuge kommen über Bremerhaven nach Mittel- und Osteuropa)

Im Dezember gab es einen großen Artikel in der taz über den Immobilienleerstand des Viertels Bremerhavens in dem ich groß geworden bin.

Es gibt aber eben auch Bremerhavenliebhaber. Ein Paar, das seid einem Jahr fast jedes Wochenende nach Bremerhaven kommt, ist ganz begeistert. Sie verlegen ihren Wohnsitz aus einer ca. 200 km entfernten Stadt in eben dieses oben erwähnte Viertel. „Bremerhaven hat so viel zu bieten. Wasser, Hafen, Deichspaziergänge und kulturell passiert auch eine Menge!“

In der Innenstadt gibt es Leerstand von Geschäftsräumen und aus diesem Hintergrund heraus ist die Initiative „Springflut Bremerhaven“ entstanden.

Hier können Geschäftsräume in guter Lage für eine kurze Dauer angemietet werden. So waren meine Bruder und ich vor Weihnachten auch 3 Tage Teil solch eines Kurzprojektes namens POP UP STORE.
Verschiedenstes, zum größten Teil Selbstangefertigtes wurde in einem echt klasse gestalteten Ambiente angeboten. Das Zusammentreffen mit den anderen AnbieterInnen war sehr inspirierend, auch habe ich endlich mal wieder ein paar Szeneinfos bekommen. Und als Krönung gab es noch Ohrenschmaus von Silas dazu.

Wow, ich finde er macht das echt schööööön …

Und hier die ganze Crew.  By the way, nochmal herzlichen Dank, dass wir da so mit reinrutschen konnten.

Bild könnte enthalten: 14 Personen, Personen, die lachen, Personen, die stehen

Feiertags zwischen den Jahren Pause

Posted by on Dez 25, 2016 in Inspirationen | Kommentare deaktiviert für Feiertags zwischen den Jahren Pause

25. Dezember 16

 

love, peace and deep understanding

 

dscn0102

 

Ich hatte mich von Gerhard Richters Bild mit Kerze inspirieren lassen – es lag BESTIMMT am mangelnden Sonnenlich, dass es meinem Bild an Brillianz fehlt.

Hmm, wo ich die Kerzenbilder betrachte frag ich mich, was mich daran zu dieser Weihnachtspostkarte inspiriert hat? Aber es war so.

 

Plastikdeckel und Weihnachtsbaum

Posted by on Dez 19, 2016 in Inspirationen | Kommentare deaktiviert für Plastikdeckel und Weihnachtsbaum

18.12.16

In einer Kneipe: Wir sehen einen Mann mit einem eingetüteten ca. 250 cm großen Weihnachtsbaum durch den Raum in Richtung Ausgang gehen. „Aha, der hat seinen Tannenbaum mit in die Kneipe genommen – ungewöhnlich.“ Das hinausbugsieren gestaltet sich etwas problematisch, da der Baum höher als der Türrahmen ist.  Einige Zeit später taucht ein weiterer Mann mit einem Weihnachtsbaum neben sich hinten im Lokal auf „Häh?“ Auch er verlässt bald darauf die Kneipe. Nach und nach tragen immer wieder Leute auf ihrem Weg zur Tür  wie selbstverständlich Weihnachtsbäume an uns vorbei.

„Was mag das sein?“ „Vielleicht haben die gewichtelt und sich gegenseitig Bäume geschenkt?“ „Ich habe gelesen beim Real wurden Weihnachtsbäume geklaut!“ „Es könnte auch ein Weihnachtsmarktverkauf unter dem Ladentisch sein?“

Wir fragen an der Theke nach. „Habt ihr denn gar keine Karte bekommen? Wenn ihr 10 Kreuze auf der Karte habt, also 10 Getränke bezahlt, bekommt ihr einen Weihnachtsbaum!“

Die Karte möchte ich doch gerne mal sehen! Das Motto darauf „Karte volltrinken! Baum abgreifen!“ „AHA!!!!“

 

img_3576

An der Flaschenrückgabeautomatenstelle – wow – ist das schön!

 

Bevor der Kunde vor mir fertig ist habe ich Zeit. Ich schaue mich um und entdecke neben dem Automaten ein Schild mit dem Wort Plastick, bei dem das c nachträglich reingeschrieben wurde. Gefällt mir, also Kamera rausgeholt.

img_3572

Daneben hängt ja noch ein Zettel, mit dem Hinweis  „500 Plastickdeckel für ein Leben ohne Kinderlähmung„.
Jetzt verstehe ich auch was der Eimer mit den Plastikdeckeln zu bedeuten hat. Eine Aktion!
Der Flaschenindenautomateneinwerfvormirkunde fragt ob ich privat fotografiere … (Warum heißt es eigentlich Kunde – verkündet diese Person etwas? Im www finde ich als Wortherkunft von althochdeutsch chundo „Bekannter“).

img_3573

Der Tag ist gekommen

Posted by on Dez 9, 2016 in Inspirationen | Kommentare deaktiviert für Der Tag ist gekommen

9. Dezember 2016

Nach einem sehr anregenden Gespräch bei Freunden mit lecker selbstgebackenem Apfelkuchen:
„Britta, ich hab da noch einen Text den Simone geschrieben hat, den wollte ich dir gerne mal zeigen.“
Sie gibt mir den Text, ich beginne zu lesen – ja, was ist das denn? Genial – wow, ich seh alles vor mir – zwischendurch muss ich schon mal meiner Begeisterung Ausdruck verleihen – jetzt aber weiterlesen, ja –der Text hat mich voll geflasht.

Ich frage, ob ich die Telefonnummer von Simone bekomme, ich würde den Text gerne auf meiner Inspirationsseite veröffentlichen.

Euphorisch  und mit Telefonnummern ausgestattet radel ich nach Hause.

Nach kurzem hin und her haben Simone und ich uns in der Leitung und mit ihrem „Ja, gerne doch“, hab ich das okay.

Et voilà ein Text von Simone Ohliger:

Der Tag ist gekommen!

Endlich – mein heiß ersehnter Termin beim Jobcenter

Ich komme an um für mich nachtschlafende Zeit, 8 Uhr 30.

Meine“ „Arbeitsvermittlerin“, „-Erstgespräch“- kommt da auch grade an, schließt die Tür auf, ich sage, versuche es frohgelaunt, „ich glaube, ich muss zu ihnen“. Sie betritt das Zimmer, die Tür steht offen, ich sage „soll ich noch mal warten?“. Sie sagt, aus dem Zimmer heraus, etwas ungehalten (vielleicht ist auch für sie nachtschlafende Zeit? Oder es war spät gestern? Oder beides?): „wieso, war´n sie vorher schon hier?“. Ich sage, „nein, ich sagte das nur so“ (wie man das halt so sagt, soll ich hier eben noch mal warten, so was in der Art). Sie sagt, „geht gleich los“. Sie kommt an mir vorbei, ich stehe vor der geöffneten Tür, beugt sich zu einem Schrank, sie hat Blinkschuhe an, faszinierend, blaue blinkende Lichter an den Schuhspitzen; ich denke, ich könnte sie demnächst darauf ansprechen (sie trägt auch, sehe ich später, blau glitzernden Lidschatten, ich sag mal, jedem sein Stil..)

Dann darf ich rein. Sie sagt, „haben sie ihren Ausweis?“ Ich krame meinen Ausweis heraus ( kann ich heute, auch in der „Leistungsabteilung“, noch einige Male tun; selten so häufig meine Identität beweisen müssen, und das an nur einem Vormittag).

Ich denk, sicher, ich kann auch ohne „Hallo“, „Guten Morgen“, „guten Tag“; geht auch so. Sind ja auch eher spießige Konventionen.

Meine“ „Arbeitsvermittlerin“ starrt auf den Bildschirm ihres Computers, klackert auf der Tastatur herum. Ich warte. Sehe mir die Kinder-Welt-Karte an, die an der Wand hängt, Afrika, ein Elefant, Australien, ein Känguru; gegenüber hängt ein Filmplakat, große blaue (!..) Urzeit-Vögel tragen durchtrainierte bunte Menschengestalten auf ihren Rücken. „Meine“ „Arbeitsvermittlerin“ starrt und klackert. Wo lohnt es sich jetzt noch, hinzugucken. Auf ihre Frisur? Auf die im trüben November-grau nicht grad fröhlicher wirkende 70erJahre-Architekur vor dem Fenster? Und überhaupt: fröhlicher als was?

Meine“ „Arbeitsvermittlerin“ greift zum Telefonhörer. „Kannst du Herrn E. hier mal raus tun?.. Wieso?..Nee, das könnt doch nur ihr, da komm ich doch nicht ran…Na, wenn Frau O. doch jetzt hier ist?!..dann kann der doch raus.. ja, danke, bis dann“. Starr starr, klacker klacker. „Aha, sie suchen was im Bereich Buchhändler“. Oh, ich hab fast das Gefühl, sie meint jetzt mich. „Nein“, sag ich, das ist nicht aktuell, ich mach grad eine Weiterbildung zur..“ „Hm“, sagt sie, „als Buchhändler ist ja so gut wie nichts zu finden“. „Ich mach ja auch grad..? „Was?“, sagt sie, und ich hab beinah den Eindruck, ich hab sie erschreckt. „Ich mache gerade eine Weiterbildung im Bereich Kunstgeragogik“.

In was?“ „Ja, witzig, das fragen die meisten Menschen, das ist..“ „Kennen sie die Eingliederungsvereinbarung?“ Ich sage, „äh, ja, schon“. „SOLL ICH IHNEN DAS NOCH MAL ERKLÄREN?“ Sie dreht ihren Drehstuhl in meine Richtung und ändert ihre Körperhaltung.

In diesem Moment spüre ich, mir schwimmen die Felle weg. Ich hatte sie fest halten wollen, nun lösen sie sich aus meinen Händen; ich seh ihnen nach, wie sie sachte flussabwärts zu treiben beginnen. Ich sehe ihnen einfach nur nach und tue gar nichts. „Ja“, sag ich apathisch, „erklären sie mir das“ und fühle mich wie Jack Nicholson in „Einer flog übers Kuckucksnest“, kurz vor Filmende.

Sie beginnt zu reden, redet und redet immer schneller, als würde sie dafür Geld bekommen. „Ja“, sage ich, „und der Rest ist mir auch in etwa klar“. „Gut“, dann sind wir ja soweit durch“, hier unterschreiben, und hier, eins ist für sie. Ich spüre die nicht geschlossene Tür in meinem Rücken und ein starker Magnet zieht mich in diese Richtung.

Eingliederungsvereinbarung: Frau O. – Ziele: Aufnahme einer Beschäftigung am 1.Arbeitsmarkt: Tätigkeit als Buchhändlerin am lokalen Arbeitsmarkt (im Tagespendelbereich)

Es ist das erste Mal, dass ich nicht noch irgendetwas Nettes sage, keinen guten Tag wünsche (das Gegenteil wäre mir näher, ich möchte da jetzt nicht ins Detail gehen; Straßenkreuzung, Laster, kein Notarzt, kein Blau (!..)-Licht, egal jetzt)

Ich weiß nicht mehr, ob ich noch Tschüs gesagt habe.

ENDE

Hagen Rether in OS

Posted by on Dez 2, 2016 in Inspirationen | Kommentare deaktiviert für Hagen Rether in OS

2. Dezember 16

Danke, Danke, Danke! Ich habe eine Karte für den Auftritt von Hagen Rether in der Osnabrückhalle geschenkt bekommen.

Fange ich von hinten an. Seine CD „Liebe 6“, die er während der Veranstaltung auf charmante Weise angepriesen hat „wenn sie dann auf 50 Geräte überspielt wurde, kann man sie ja auf einer Bank liegen lassen“ werden, für diejenigen die wollen, anschließend von ihm signiert. (Die Zitate die ich hier nutze, sind kein O Ton, sondern von mir so im Gedächtnis)

Das Foyer ist schon ziemlich publikumsfrei. Nach mehr als 3,5 Stunden haben sich viele schnell auf den Weg gemacht.

 

Der Anfang:

Auf der Bühne ein schwarzer Flügel, darauf drapiert einige Bananen, der obligatorische Staublappen und das Reinigungsspray für den Flügel. Ich habe Hagen Rether zuvor schon mal in Hannover gesehen „Liebe 3“?.

All dies kommt erst in der zweiten Hälfte des Programms zum Einsatz.

Zunächst sitzt er seitlich zum Flügel auf einem Schreibtischstuhl mit so einer flexiblen Rückenlehne, so kann er sich offensichtlich immer mal zurücklehnen und seine Haltung entspannen.

Er beginnt zu sprechen und nach wenigen Worten hängen wir an seinen Lippen (sofern wir sie sehen können, sonst eben doch mehr mit den Ohren an seinen Worten): still, schmunzelnd, zustimmend applaudierend, gespannt, ertappt, laut lachend, beängstigt, erstaunt, erwärmt, etwas schockiert … und wenn es mich dann doch ziemlich betroffen macht – kommt: „Kennen sie den ….?“ und ich werde wieder bewusst herausgetragen aus der Tiefe.

„Oh, schon 1 Stunde 40 Minuten, dann machen wir mal Pause!“ Was ne echt schon so lange und noch keine Taste auf dem Flügel angestimmt.

Inhaltlich hab ich versucht mir ein paar Sätze zu notieren, vor allem als Hagen Rether den Begriff politisch korrekt behandelte. Da unser eigenes Projekt im Mai sich mit der Thematik beschäftigt bin ich da natürlich extrem hellhörig.

„Die Trump Wähler, die AfD Wähler, das sind die, die keinen Bock mehr haben politisch korrekt zu sein.“

„Früher in der Steinzeit durfte der Mann seine Frau an den Haaren in die Höhle schleifen, heute musst du mit der Frau diskutieren und ihr erklären warum du das tust.“

„Politisch korrekt ist doch kein Selbstzweck.“

„Nicht weil sie sich abgehängt fühlen, wählen die Menschen Trump und AfD, sondern weil sie keine Lust mehr haben anständig zu sein“

„Du kannst Werte nicht verteidigen – sondern sie Leben – das hat dann Strahlkraft“

Nochmal, alles was ich hier zitiert habe ist aus dem Zusammenhang gerissen, auch kein OTon, sondern meine Erinnerung.

Für Liebe 7 werd ich mir frühzeitig eine Karte ergattern.

Mehr lesen auf der NOZ Seite ein schöner Artikel von Ralf Döring.

Heute ist Hagen Rether in der Tonhalle in Düsseldorf. Wer also die Chance hat und es noch ne Karte gibt – hin da!

 

Bartholomäuskapelle

Posted by on Nov 26, 2016 in Inspirationen | Kommentare deaktiviert für Bartholomäuskapelle

26. November 16

Es gibt einen paderborner Sprichwort: „In Paderborn regnet es oder die Glocken läuten“.

Vor Jahren das erste mal in Paderborn schaue ich im zweiten Stock aus dem großen Fenster einer Schule und hatte den Eindruck die Skyline Paderborns bestehe zur Hälfte aus Kirchtürmen.

Samstag letzter Woche: eine kleine Kapelle in Paderborn, die  Bartholomäuskapelle .

Wir wollten genau in diese Kapelle, sie soll etwas ganz Besonderes sein.
Wir treten in einen ca. 25 qm großen Raum mit Kapellendecke und Säulen. Ansonsten keinerlei Inventar. Leer. Ich stehe im Raum, lasse die Atmosphäre auf mich wirken – fühlt sich gut an. Aber warum jetzt unbedingt hierherkommen? Als unser Begleiter einen lauten tiefen Ton anstimmt und dieser wunderbar nachhallt.

Ah! Ja! Wow! Die Akkustik ist es! Wir stimmen alle ein paar Töne an … und noch mehr Töne … baden in unseren eigenen Tönen.

Als die anderen Beiden gehen, bleibe ich noch zurück. Jetzt will ich nochmal so richtig laut sein. Tolles Gefühl!
Zack – geht schon wieder die Tür auf. „Das ist ein toller Klang was?“ sagt ein mir fremder Mann zu mir“. Uih, war ich bis draussen zu hören?

Er schließt die Tür hinter sich und beginnt zu singen „Dona nobis …“ ganz langsam, ganz klar. Eingehüllt in Klang stehe ich fasziniert in der Kapelle.

 

 

 

 

 

Inselbilder Norderney

Posted by on Nov 18, 2016 in Inspirationen | Kommentare deaktiviert für Inselbilder Norderney

18. November 16

Seit ich Wolkenbilder von dem Malergesehen Heiner Altenmeppen gesehen habe, sehe ich bei bestimmter Beleuchtung und Weite seine Bilder und projeziere diese in die reale Himmelsformation.

 

 

img_3512

 

 

img_3518

 

 

img_3501

 

 

img_3506

 

 

 

 

Muschelwohnlage

Posted by on Nov 12, 2016 in Inspirationen | Kommentare deaktiviert für Muschelwohnlage

9. November 16

Ich  fahre mit der Fähre Norddeich Mole – Norderney.

Gesehen auf der Fähre Norderney - Norddeich

Gesehen auf der Fähre Norderney – Norddeich

Die Muscheln in ihren Kolonien an die Spuntwand geheftet,  haben doch echt eine erstklassige Wohnlage.
Schaue grad als kleine Muschel aus meinem Gehäuse und winke mir zu.
Wozu so ein Hirn, Bauch – oder Kopfhirn, alles fähig ist! Meines nicht, sich in eine Muschel zu versetzen und zu denken wie die Muschel denken und empfinden würde, wenn sie meine Wahrnehmung hätte.

Heute an dem Tag an dem Donald Trump die Präsidentschaftswahl gewonnen hat, wäre ich gerne eine kleine Muschel. Aber wer weiß, was es für mich dann bedeuten würde …. .

Abends in Norderneys Kino im Kurtheater. In einem schönen Saal mit Balkonen, roten Sesseln und allem Drum und Dran schaue ich mir zum zweiten Mal den Film „Toni Erdmann“ an.
Vorher im Foyer, der Bar, der Theater/Kinolonge – Trendy mit Tischen auf Bücherstapelbeinen, cooler schräger Musik und leckerem Rotwein: „Gibt es hier eigentlich auch was zu Essen?“ Wir blättern in der Karte und finden das Foto:

img-20161111-wa0001

Geräuschgeschichte

Posted by on Nov 2, 2016 in Inspirationen | Kommentare deaktiviert für Geräuschgeschichte

2. November 2016

 

Novemberbild 2015

Novemberbild 2015

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gestern stöberte ich durch ein Notizheft und stieß auf eine kleine Geschichte, die während einer Probenarbeit im sommerlichen Bürgerpark entstanden ist.

Die Aufgabe:

1.)
Komfortabel hinlegen, die Augen schließen, atmen …, dann auf Geräusche achten. Alles was da ist, ob nah oder fern. Der Wecker ist auf 5 Minuten gestellt und ich tauche ein in die auditive Sinneswahrnehmung.

2.)
Wieder wird der Wecker auf 5 Minuten gestellt. Nun braucht es Stift und Papier und ich liste alle Geräusche auf, an die ich mich erinnern kann. Wir lesen uns unsere Liste gegenseitig vor. (Wir waren zu Zweit)

3.)
Von den aufgelisteten Wörtern lassen wir uns zu einer Geschichte inspirieren. Ich gehe meine Liste durch und baue die Wörter nach und nach in einen Text ein der plötzlich entsteht. Auch hier wird der Wecker auf 5 Minuten gestellt. Es geht nicht um die grandiose Geschichte, sondern darum sich selber zu überraschen.

Ich habe diese Übung schon mit mehreren Personen gemacht und es war immer eine spannende Erfahrung.

Die so entstehenden Texte können im theatralen Kontext zum Beispiel die Grundlage für eine Improvisation, oder zur Szenenentwicklung bieten.

Ich schreib mal meinen so entstandenen Text vom Sommer auf:

Ein lautes Trommeln schreckte Tiron aus dem Bett. Er setzte seine Füße auf den weichen Teppichboden und ging ans Fenster. Vor ihm auf dem Sims saß eine Taube und gurrte. Hatte sie gegen das Fenster getrommelt? Er erinnerte sich, dass seine verstorbene Frau Tauben über alles liebte. Sein Atem veränderte sich, als er an sie dachte. „Nein“ sagte er zu sich „ich bin jetzt HIER – gehe frischen Mutes an meine Baumschienen, damit sich die Kinderstimmen alsbald vom fertiggestellten Kinderspielplatz vernehmen lassen. (und zack- hat schon der Wecker geklingelt und die 5 Minuten waren vorbei)

Vielleicht hat ja jemand Lust es selber auszuprobieren?!

 

 

 

 

 

 

Inspiration

Posted by on Okt 29, 2016 in Inspirationen | Kommentare deaktiviert für Inspiration

29. Oktober 16

Im Brockhaus in meinem Regal findet sich unter Inspiration: „die 1) Einfall, Eingebung, Erleuchtung.“ – Das ist nicht besonders ausführlich. Also doch ins Netz. Da erscheint bei mir als erster Eintrag:

  1. ein kreativer Einfall; eine Idee, die eine geistige Tätigkeit fördert.

    „künstlerische/musikalische/poetische Inspiration““

     img_2388

    Bei meiner, ich muss zugeben nur 10minütigen Reise durchs world wide web bin ich auf nichts gestoßen, das mich inspiriert hat.

    Was ist es für mich: Lebendigkeit, Ideengeberin, Erweiterung, spielerisch, bejahend, neugierig machend, mich mit Energie versorgend, in Kontakt und in Bewegung bringend, erhellend … .

 

 

 

 

Eine Schneekugel

Posted by on Okt 20, 2016 in Inspirationen | Kommentare deaktiviert für Eine Schneekugel

20. Oktober 16

 

Ist eine Schneekugel, ist eine Schneekugel.

Oder doch noch mehr?

Zum Beispiel impulsgebend für `s Tanztheatertraining, oder für die Körperarbeit allgemein:

„Schüttel dich kräftig durch: Arme und Beine, die Hände, Füße, den gesamten Rumpf, von den Füßen bis zum Kopf. Stell dir dabei vor du bringst den Schnee in dir in Bewegung. Ein richtiges Schneetreiben entsteht in dir.  Dann beende die Bewegung und bleibe ruhig stehen. Der Schnee setzt sich langsam wieder ab – spüre dem nach.

Jetzt bewege einzelne Körperteile, lass dich von dem dadurch in Bewegung kommenden Schnee zur nächsten Bewegung inspirieren … . Spiele dabei mit dem Tempo und der Dynamik der Bewegungen. „

Wem das mit dem Schnee zu kalt ist, nehme farbigen Glitzer – zu kitschig? Ich komme jedoch erst jetzt während ich darüber schreibe auf die Idee es könnte jemandem dabei kalt werden. Da solch eine Schneekugel nicht kalt ist, habe ich bei dieser Übung keine Temperaturveränderung gespürt (außer der Erwärmung meines Körpers durch die Bewegung).

Zum Beispiel veranschaulichend:

Um bei dem Thema Diabetes 2  zu verdeutlichen was mit dem Zucker im Körper während einer sportlichen Betätigung geschieht. Eine geschüttelte Schneekugel zeigt wie langsam sich Partikel wieder absetzten. Wenn ich die  Bewegung der Schneekugel beende, bedeutet es nicht, dass der Zuckerspiegel sich sofort wieder senkt. So habe ich einen kleinen visuellen Eindruck und kann bewusster agieren.

Zum Beispiel als Fotomodell:

Leider steht es mir jetzt nicht zur Verfügung und so ist dies eine Inspiration ohne passendes Foto.

(stimmt nicht mehr, siehe weiter unten …)

Zum Beispiel zum Basteln:

Mal wieder basteln. Auf der Suche nach einer Schneekugel bin ich auf diese Schneekugelbastelanleitung gestoßen Schneekugel basteln.

Zum Beispiel Schneekugelsuche:

Nachtrag am 21.Oktober: Jetzt wollte ich unbedingt eine Schneekugel fotografieren und am besten auch mein Eigen nennen, um damit weiter arbeiten zu können. Auf meiner Tour durch diverse Geschäfte, bin ich dann auch mit Bekannten ins Gespräch gekommen, die alle fragten was ich denn grade tun würde „Na , ich suche eine Schneekugel!“

img_3418

Tatsächlich war eine Person darunter, die selber mal eine Kunstaktion gemacht hat, bei denen Menschen ihre Träume mit Fimo in Schneekugeln gebaut /gebastelt haben. „Cool!“ Aber, nein, ich möchte jetzt keine basteln. Aber hast du noch ein Foto davon? Oder verkaufst mir eine?“ Ne, das war schon zu lange her. Habe dann durch diverse Tipps eine günstige kleine schon sehr spezielle Eulenschneekugel gekauft und kann somit endlich ein Schneekugelmodell präsentieren!!!

Auch eine sehr sanft schneetreibende große Kugel habe ich entdeckt und zum Modell gemacht – direkt im Laden. Scheekugelmodell II:

img-20161021-wa0000

 

Achtung jetzt kommt …

Posted by on Okt 13, 2016 in Inspirationen | Kommentare deaktiviert für Achtung jetzt kommt …

13. Oktober 16

 

… ein Gedicht

 

Stimme von der Galerie (Erich Kästner 1950)

Die Welt ist ein Theaterstück.
Spielt eure Rollen gut! Ihr spielt ums Leben.
Seid Freund! Seid Feind! Habt Macht!
Habt Glück!
Ich spiel nicht mit. In jedem Stück
muß es auch Menschen, die bloß zuschaun,
geben.

Und wenn das Stück mißfällt – so laßt
mich schließen –
ist das noch längst kein Grund, aufs
Publikum zu schießen.

 

Durchgang erlaubt

Posted by on Okt 8, 2016 in Inspirationen | Kommentare deaktiviert für Durchgang erlaubt

8. Oktober 16

Eigentlich treibt es einen zu Fuß nicht an diese Stelle, zwischen Autobahnzufahrten und Gewerbegebiet.
Ein Gittertor mit der Aufschrift „Durchgang erlaubt“.

img_3409

Ich finde es kurios genial. Wir durschreiten das Tor und sind auf einer großen Wiese, auf der es über einen Pfad zu einem Birkenwaldrandweg geht.
Irgendwie verwunschen.

img_3410
Ich Frage jetzt während ich schreibe nach Assoziationen bei „Durchgang erlaubt“: „Flughafen, Hängebrücken über dem Amazonas, Geisterbahn, Grenzen.“

Mir schwirrt bei „Durchgang erlaubt“ sofort „Betreten verboten“ in den Kopf. Ich stand ja auch vor dem Schild hatte den visuellen Eindruck der Umgebung.
Diese „Betreten verboten!“ – Schilder, die früher auf so vielen städtischen Rasenflächen standen. Also zumindest Mitte der 60er bis vor ??? 10 Jahren?
Keine Ahnung, wann diese Schilder aus dem Stadtbild verschwunden sind. Und es ist mir tatsächlich erst jetzt bei „Durchgang erlaubt“ bewusst geworden!
Ich meine, das ist doch wahrlich eine Steigerung der Lebensqualität, wenn die öffentlichen Grünflächen auch von den Menschen genutzt werden dürfen.
Der nächste Gedanke. In dem Innhof des Häuserblocks in dem ich aufgewachsen bin durften sich nur Hunde, jedoch keine Kinder aufhalten.
Auf viel Lebendigkeit in der Stadt!