Feiertags zwischen den Jahren Pause

Posted by on Dez 25, 2016 in Inspirationen | Kommentare deaktiviert für Feiertags zwischen den Jahren Pause

25. Dezember 16

 

love, peace and deep understanding

 

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Ich hatte mich von Gerhard Richters Bild mit Kerze inspirieren lassen – es lag BESTIMMT am mangelnden Sonnenlich, dass es meinem Bild an Brillianz fehlt.

Hmm, wo ich die Kerzenbilder betrachte frag ich mich, was mich daran zu dieser Weihnachtspostkarte inspiriert hat? Aber es war so.

 

Plastikdeckel und Weihnachtsbaum

Posted by on Dez 19, 2016 in Inspirationen | Kommentare deaktiviert für Plastikdeckel und Weihnachtsbaum

18.12.16

In einer Kneipe: Wir sehen einen Mann mit einem eingetüteten ca. 250 cm großen Weihnachtsbaum durch den Raum in Richtung Ausgang gehen. „Aha, der hat seinen Tannenbaum mit in die Kneipe genommen – ungewöhnlich.“ Das hinausbugsieren gestaltet sich etwas problematisch, da der Baum höher als der Türrahmen ist.  Einige Zeit später taucht ein weiterer Mann mit einem Weihnachtsbaum neben sich hinten im Lokal auf „Häh?“ Auch er verlässt bald darauf die Kneipe. Nach und nach tragen immer wieder Leute auf ihrem Weg zur Tür  wie selbstverständlich Weihnachtsbäume an uns vorbei.

„Was mag das sein?“ „Vielleicht haben die gewichtelt und sich gegenseitig Bäume geschenkt?“ „Ich habe gelesen beim Real wurden Weihnachtsbäume geklaut!“ „Es könnte auch ein Weihnachtsmarktverkauf unter dem Ladentisch sein?“

Wir fragen an der Theke nach. „Habt ihr denn gar keine Karte bekommen? Wenn ihr 10 Kreuze auf der Karte habt, also 10 Getränke bezahlt, bekommt ihr einen Weihnachtsbaum!“

Die Karte möchte ich doch gerne mal sehen! Das Motto darauf „Karte volltrinken! Baum abgreifen!“ „AHA!!!!“

 

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An der Flaschenrückgabeautomatenstelle – wow – ist das schön!

 

Bevor der Kunde vor mir fertig ist habe ich Zeit. Ich schaue mich um und entdecke neben dem Automaten ein Schild mit dem Wort Plastick, bei dem das c nachträglich reingeschrieben wurde. Gefällt mir, also Kamera rausgeholt.

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Daneben hängt ja noch ein Zettel, mit dem Hinweis  „500 Plastickdeckel für ein Leben ohne Kinderlähmung„.
Jetzt verstehe ich auch was der Eimer mit den Plastikdeckeln zu bedeuten hat. Eine Aktion!
Der Flaschenindenautomateneinwerfvormirkunde fragt ob ich privat fotografiere … (Warum heißt es eigentlich Kunde – verkündet diese Person etwas? Im www finde ich als Wortherkunft von althochdeutsch chundo „Bekannter“).

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Der Tag ist gekommen

Posted by on Dez 9, 2016 in Inspirationen | Kommentare deaktiviert für Der Tag ist gekommen

9. Dezember 2016

Nach einem sehr anregenden Gespräch bei Freunden mit lecker selbstgebackenem Apfelkuchen:
„Britta, ich hab da noch einen Text den Simone geschrieben hat, den wollte ich dir gerne mal zeigen.“
Sie gibt mir den Text, ich beginne zu lesen – ja, was ist das denn? Genial – wow, ich seh alles vor mir – zwischendurch muss ich schon mal meiner Begeisterung Ausdruck verleihen – jetzt aber weiterlesen, ja –der Text hat mich voll geflasht.

Ich frage, ob ich die Telefonnummer von Simone bekomme, ich würde den Text gerne auf meiner Inspirationsseite veröffentlichen.

Euphorisch  und mit Telefonnummern ausgestattet radel ich nach Hause.

Nach kurzem hin und her haben Simone und ich uns in der Leitung und mit ihrem „Ja, gerne doch“, hab ich das okay.

Et voilà ein Text von Simone Ohliger:

Der Tag ist gekommen!

Endlich – mein heiß ersehnter Termin beim Jobcenter

Ich komme an um für mich nachtschlafende Zeit, 8 Uhr 30.

Meine“ „Arbeitsvermittlerin“, „-Erstgespräch“- kommt da auch grade an, schließt die Tür auf, ich sage, versuche es frohgelaunt, „ich glaube, ich muss zu ihnen“. Sie betritt das Zimmer, die Tür steht offen, ich sage „soll ich noch mal warten?“. Sie sagt, aus dem Zimmer heraus, etwas ungehalten (vielleicht ist auch für sie nachtschlafende Zeit? Oder es war spät gestern? Oder beides?): „wieso, war´n sie vorher schon hier?“. Ich sage, „nein, ich sagte das nur so“ (wie man das halt so sagt, soll ich hier eben noch mal warten, so was in der Art). Sie sagt, „geht gleich los“. Sie kommt an mir vorbei, ich stehe vor der geöffneten Tür, beugt sich zu einem Schrank, sie hat Blinkschuhe an, faszinierend, blaue blinkende Lichter an den Schuhspitzen; ich denke, ich könnte sie demnächst darauf ansprechen (sie trägt auch, sehe ich später, blau glitzernden Lidschatten, ich sag mal, jedem sein Stil..)

Dann darf ich rein. Sie sagt, „haben sie ihren Ausweis?“ Ich krame meinen Ausweis heraus ( kann ich heute, auch in der „Leistungsabteilung“, noch einige Male tun; selten so häufig meine Identität beweisen müssen, und das an nur einem Vormittag).

Ich denk, sicher, ich kann auch ohne „Hallo“, „Guten Morgen“, „guten Tag“; geht auch so. Sind ja auch eher spießige Konventionen.

Meine“ „Arbeitsvermittlerin“ starrt auf den Bildschirm ihres Computers, klackert auf der Tastatur herum. Ich warte. Sehe mir die Kinder-Welt-Karte an, die an der Wand hängt, Afrika, ein Elefant, Australien, ein Känguru; gegenüber hängt ein Filmplakat, große blaue (!..) Urzeit-Vögel tragen durchtrainierte bunte Menschengestalten auf ihren Rücken. „Meine“ „Arbeitsvermittlerin“ starrt und klackert. Wo lohnt es sich jetzt noch, hinzugucken. Auf ihre Frisur? Auf die im trüben November-grau nicht grad fröhlicher wirkende 70erJahre-Architekur vor dem Fenster? Und überhaupt: fröhlicher als was?

Meine“ „Arbeitsvermittlerin“ greift zum Telefonhörer. „Kannst du Herrn E. hier mal raus tun?.. Wieso?..Nee, das könnt doch nur ihr, da komm ich doch nicht ran…Na, wenn Frau O. doch jetzt hier ist?!..dann kann der doch raus.. ja, danke, bis dann“. Starr starr, klacker klacker. „Aha, sie suchen was im Bereich Buchhändler“. Oh, ich hab fast das Gefühl, sie meint jetzt mich. „Nein“, sag ich, das ist nicht aktuell, ich mach grad eine Weiterbildung zur..“ „Hm“, sagt sie, „als Buchhändler ist ja so gut wie nichts zu finden“. „Ich mach ja auch grad..? „Was?“, sagt sie, und ich hab beinah den Eindruck, ich hab sie erschreckt. „Ich mache gerade eine Weiterbildung im Bereich Kunstgeragogik“.

In was?“ „Ja, witzig, das fragen die meisten Menschen, das ist..“ „Kennen sie die Eingliederungsvereinbarung?“ Ich sage, „äh, ja, schon“. „SOLL ICH IHNEN DAS NOCH MAL ERKLÄREN?“ Sie dreht ihren Drehstuhl in meine Richtung und ändert ihre Körperhaltung.

In diesem Moment spüre ich, mir schwimmen die Felle weg. Ich hatte sie fest halten wollen, nun lösen sie sich aus meinen Händen; ich seh ihnen nach, wie sie sachte flussabwärts zu treiben beginnen. Ich sehe ihnen einfach nur nach und tue gar nichts. „Ja“, sag ich apathisch, „erklären sie mir das“ und fühle mich wie Jack Nicholson in „Einer flog übers Kuckucksnest“, kurz vor Filmende.

Sie beginnt zu reden, redet und redet immer schneller, als würde sie dafür Geld bekommen. „Ja“, sage ich, „und der Rest ist mir auch in etwa klar“. „Gut“, dann sind wir ja soweit durch“, hier unterschreiben, und hier, eins ist für sie. Ich spüre die nicht geschlossene Tür in meinem Rücken und ein starker Magnet zieht mich in diese Richtung.

Eingliederungsvereinbarung: Frau O. – Ziele: Aufnahme einer Beschäftigung am 1.Arbeitsmarkt: Tätigkeit als Buchhändlerin am lokalen Arbeitsmarkt (im Tagespendelbereich)

Es ist das erste Mal, dass ich nicht noch irgendetwas Nettes sage, keinen guten Tag wünsche (das Gegenteil wäre mir näher, ich möchte da jetzt nicht ins Detail gehen; Straßenkreuzung, Laster, kein Notarzt, kein Blau (!..)-Licht, egal jetzt)

Ich weiß nicht mehr, ob ich noch Tschüs gesagt habe.

ENDE

Hagen Rether in OS

Posted by on Dez 2, 2016 in Inspirationen | Kommentare deaktiviert für Hagen Rether in OS

2. Dezember 16

Danke, Danke, Danke! Ich habe eine Karte für den Auftritt von Hagen Rether in der Osnabrückhalle geschenkt bekommen.

Fange ich von hinten an. Seine CD „Liebe 6“, die er während der Veranstaltung auf charmante Weise angepriesen hat „wenn sie dann auf 50 Geräte überspielt wurde, kann man sie ja auf einer Bank liegen lassen“ werden, für diejenigen die wollen, anschließend von ihm signiert. (Die Zitate die ich hier nutze, sind kein O Ton, sondern von mir so im Gedächtnis)

Das Foyer ist schon ziemlich publikumsfrei. Nach mehr als 3,5 Stunden haben sich viele schnell auf den Weg gemacht.

 

Der Anfang:

Auf der Bühne ein schwarzer Flügel, darauf drapiert einige Bananen, der obligatorische Staublappen und das Reinigungsspray für den Flügel. Ich habe Hagen Rether zuvor schon mal in Hannover gesehen „Liebe 3“?.

All dies kommt erst in der zweiten Hälfte des Programms zum Einsatz.

Zunächst sitzt er seitlich zum Flügel auf einem Schreibtischstuhl mit so einer flexiblen Rückenlehne, so kann er sich offensichtlich immer mal zurücklehnen und seine Haltung entspannen.

Er beginnt zu sprechen und nach wenigen Worten hängen wir an seinen Lippen (sofern wir sie sehen können, sonst eben doch mehr mit den Ohren an seinen Worten): still, schmunzelnd, zustimmend applaudierend, gespannt, ertappt, laut lachend, beängstigt, erstaunt, erwärmt, etwas schockiert … und wenn es mich dann doch ziemlich betroffen macht – kommt: „Kennen sie den ….?“ und ich werde wieder bewusst herausgetragen aus der Tiefe.

„Oh, schon 1 Stunde 40 Minuten, dann machen wir mal Pause!“ Was ne echt schon so lange und noch keine Taste auf dem Flügel angestimmt.

Inhaltlich hab ich versucht mir ein paar Sätze zu notieren, vor allem als Hagen Rether den Begriff politisch korrekt behandelte. Da unser eigenes Projekt im Mai sich mit der Thematik beschäftigt bin ich da natürlich extrem hellhörig.

„Die Trump Wähler, die AfD Wähler, das sind die, die keinen Bock mehr haben politisch korrekt zu sein.“

„Früher in der Steinzeit durfte der Mann seine Frau an den Haaren in die Höhle schleifen, heute musst du mit der Frau diskutieren und ihr erklären warum du das tust.“

„Politisch korrekt ist doch kein Selbstzweck.“

„Nicht weil sie sich abgehängt fühlen, wählen die Menschen Trump und AfD, sondern weil sie keine Lust mehr haben anständig zu sein“

„Du kannst Werte nicht verteidigen – sondern sie Leben – das hat dann Strahlkraft“

Nochmal, alles was ich hier zitiert habe ist aus dem Zusammenhang gerissen, auch kein OTon, sondern meine Erinnerung.

Für Liebe 7 werd ich mir frühzeitig eine Karte ergattern.

Mehr lesen auf der NOZ Seite ein schöner Artikel von Ralf Döring.

Heute ist Hagen Rether in der Tonhalle in Düsseldorf. Wer also die Chance hat und es noch ne Karte gibt – hin da!

 

Bartholomäuskapelle

Posted by on Nov 26, 2016 in Inspirationen | Kommentare deaktiviert für Bartholomäuskapelle

26. November 16

Es gibt einen paderborner Sprichwort: „In Paderborn regnet es oder die Glocken läuten“.

Vor Jahren das erste mal in Paderborn schaue ich im zweiten Stock aus dem großen Fenster einer Schule und hatte den Eindruck die Skyline Paderborns bestehe zur Hälfte aus Kirchtürmen.

Samstag letzter Woche: eine kleine Kapelle in Paderborn, die  Bartholomäuskapelle .

Wir wollten genau in diese Kapelle, sie soll etwas ganz Besonderes sein.
Wir treten in einen ca. 25 qm großen Raum mit Kapellendecke und Säulen. Ansonsten keinerlei Inventar. Leer. Ich stehe im Raum, lasse die Atmosphäre auf mich wirken – fühlt sich gut an. Aber warum jetzt unbedingt hierherkommen? Als unser Begleiter einen lauten tiefen Ton anstimmt und dieser wunderbar nachhallt.

Ah! Ja! Wow! Die Akkustik ist es! Wir stimmen alle ein paar Töne an … und noch mehr Töne … baden in unseren eigenen Tönen.

Als die anderen Beiden gehen, bleibe ich noch zurück. Jetzt will ich nochmal so richtig laut sein. Tolles Gefühl!
Zack – geht schon wieder die Tür auf. „Das ist ein toller Klang was?“ sagt ein mir fremder Mann zu mir“. Uih, war ich bis draussen zu hören?

Er schließt die Tür hinter sich und beginnt zu singen „Dona nobis …“ ganz langsam, ganz klar. Eingehüllt in Klang stehe ich fasziniert in der Kapelle.

 

 

 

 

 

Inselbilder Norderney

Posted by on Nov 18, 2016 in Inspirationen | Kommentare deaktiviert für Inselbilder Norderney

18. November 16

Seit ich Wolkenbilder von dem Malergesehen Heiner Altenmeppen gesehen habe, sehe ich bei bestimmter Beleuchtung und Weite seine Bilder und projeziere diese in die reale Himmelsformation.

 

 

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Muschelwohnlage

Posted by on Nov 12, 2016 in Inspirationen | Kommentare deaktiviert für Muschelwohnlage

9. November 16

Ich  fahre mit der Fähre Norddeich Mole – Norderney.

Gesehen auf der Fähre Norderney - Norddeich

Gesehen auf der Fähre Norderney – Norddeich

Die Muscheln in ihren Kolonien an die Spuntwand geheftet,  haben doch echt eine erstklassige Wohnlage.
Schaue grad als kleine Muschel aus meinem Gehäuse und winke mir zu.
Wozu so ein Hirn, Bauch – oder Kopfhirn, alles fähig ist! Meines nicht, sich in eine Muschel zu versetzen und zu denken wie die Muschel denken und empfinden würde, wenn sie meine Wahrnehmung hätte.

Heute an dem Tag an dem Donald Trump die Präsidentschaftswahl gewonnen hat, wäre ich gerne eine kleine Muschel. Aber wer weiß, was es für mich dann bedeuten würde …. .

Abends in Norderneys Kino im Kurtheater. In einem schönen Saal mit Balkonen, roten Sesseln und allem Drum und Dran schaue ich mir zum zweiten Mal den Film „Toni Erdmann“ an.
Vorher im Foyer, der Bar, der Theater/Kinolonge – Trendy mit Tischen auf Bücherstapelbeinen, cooler schräger Musik und leckerem Rotwein: „Gibt es hier eigentlich auch was zu Essen?“ Wir blättern in der Karte und finden das Foto:

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Geräuschgeschichte

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2. November 2016

 

Novemberbild 2015

Novemberbild 2015

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gestern stöberte ich durch ein Notizheft und stieß auf eine kleine Geschichte, die während einer Probenarbeit im sommerlichen Bürgerpark entstanden ist.

Die Aufgabe:

1.)
Komfortabel hinlegen, die Augen schließen, atmen …, dann auf Geräusche achten. Alles was da ist, ob nah oder fern. Der Wecker ist auf 5 Minuten gestellt und ich tauche ein in die auditive Sinneswahrnehmung.

2.)
Wieder wird der Wecker auf 5 Minuten gestellt. Nun braucht es Stift und Papier und ich liste alle Geräusche auf, an die ich mich erinnern kann. Wir lesen uns unsere Liste gegenseitig vor. (Wir waren zu Zweit)

3.)
Von den aufgelisteten Wörtern lassen wir uns zu einer Geschichte inspirieren. Ich gehe meine Liste durch und baue die Wörter nach und nach in einen Text ein der plötzlich entsteht. Auch hier wird der Wecker auf 5 Minuten gestellt. Es geht nicht um die grandiose Geschichte, sondern darum sich selber zu überraschen.

Ich habe diese Übung schon mit mehreren Personen gemacht und es war immer eine spannende Erfahrung.

Die so entstehenden Texte können im theatralen Kontext zum Beispiel die Grundlage für eine Improvisation, oder zur Szenenentwicklung bieten.

Ich schreib mal meinen so entstandenen Text vom Sommer auf:

Ein lautes Trommeln schreckte Tiron aus dem Bett. Er setzte seine Füße auf den weichen Teppichboden und ging ans Fenster. Vor ihm auf dem Sims saß eine Taube und gurrte. Hatte sie gegen das Fenster getrommelt? Er erinnerte sich, dass seine verstorbene Frau Tauben über alles liebte. Sein Atem veränderte sich, als er an sie dachte. „Nein“ sagte er zu sich „ich bin jetzt HIER – gehe frischen Mutes an meine Baumschienen, damit sich die Kinderstimmen alsbald vom fertiggestellten Kinderspielplatz vernehmen lassen. (und zack- hat schon der Wecker geklingelt und die 5 Minuten waren vorbei)

Vielleicht hat ja jemand Lust es selber auszuprobieren?!

 

 

 

 

 

 

Inspiration

Posted by on Okt 29, 2016 in Inspirationen | Kommentare deaktiviert für Inspiration

29. Oktober 16

Im Brockhaus in meinem Regal findet sich unter Inspiration: „die 1) Einfall, Eingebung, Erleuchtung.“ – Das ist nicht besonders ausführlich. Also doch ins Netz. Da erscheint bei mir als erster Eintrag:

  1. ein kreativer Einfall; eine Idee, die eine geistige Tätigkeit fördert.

    „künstlerische/musikalische/poetische Inspiration““

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    Bei meiner, ich muss zugeben nur 10minütigen Reise durchs world wide web bin ich auf nichts gestoßen, das mich inspiriert hat.

    Was ist es für mich: Lebendigkeit, Ideengeberin, Erweiterung, spielerisch, bejahend, neugierig machend, mich mit Energie versorgend, in Kontakt und in Bewegung bringend, erhellend … .

 

 

 

 

Eine Schneekugel

Posted by on Okt 20, 2016 in Inspirationen | Kommentare deaktiviert für Eine Schneekugel

20. Oktober 16

 

Ist eine Schneekugel, ist eine Schneekugel.

Oder doch noch mehr?

Zum Beispiel impulsgebend für `s Tanztheatertraining, oder für die Körperarbeit allgemein:

„Schüttel dich kräftig durch: Arme und Beine, die Hände, Füße, den gesamten Rumpf, von den Füßen bis zum Kopf. Stell dir dabei vor du bringst den Schnee in dir in Bewegung. Ein richtiges Schneetreiben entsteht in dir.  Dann beende die Bewegung und bleibe ruhig stehen. Der Schnee setzt sich langsam wieder ab – spüre dem nach.

Jetzt bewege einzelne Körperteile, lass dich von dem dadurch in Bewegung kommenden Schnee zur nächsten Bewegung inspirieren … . Spiele dabei mit dem Tempo und der Dynamik der Bewegungen. „

Wem das mit dem Schnee zu kalt ist, nehme farbigen Glitzer – zu kitschig? Ich komme jedoch erst jetzt während ich darüber schreibe auf die Idee es könnte jemandem dabei kalt werden. Da solch eine Schneekugel nicht kalt ist, habe ich bei dieser Übung keine Temperaturveränderung gespürt (außer der Erwärmung meines Körpers durch die Bewegung).

Zum Beispiel veranschaulichend:

Um bei dem Thema Diabetes 2  zu verdeutlichen was mit dem Zucker im Körper während einer sportlichen Betätigung geschieht. Eine geschüttelte Schneekugel zeigt wie langsam sich Partikel wieder absetzten. Wenn ich die  Bewegung der Schneekugel beende, bedeutet es nicht, dass der Zuckerspiegel sich sofort wieder senkt. So habe ich einen kleinen visuellen Eindruck und kann bewusster agieren.

Zum Beispiel als Fotomodell:

Leider steht es mir jetzt nicht zur Verfügung und so ist dies eine Inspiration ohne passendes Foto.

(stimmt nicht mehr, siehe weiter unten …)

Zum Beispiel zum Basteln:

Mal wieder basteln. Auf der Suche nach einer Schneekugel bin ich auf diese Schneekugelbastelanleitung gestoßen Schneekugel basteln.

Zum Beispiel Schneekugelsuche:

Nachtrag am 21.Oktober: Jetzt wollte ich unbedingt eine Schneekugel fotografieren und am besten auch mein Eigen nennen, um damit weiter arbeiten zu können. Auf meiner Tour durch diverse Geschäfte, bin ich dann auch mit Bekannten ins Gespräch gekommen, die alle fragten was ich denn grade tun würde „Na , ich suche eine Schneekugel!“

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Tatsächlich war eine Person darunter, die selber mal eine Kunstaktion gemacht hat, bei denen Menschen ihre Träume mit Fimo in Schneekugeln gebaut /gebastelt haben. „Cool!“ Aber, nein, ich möchte jetzt keine basteln. Aber hast du noch ein Foto davon? Oder verkaufst mir eine?“ Ne, das war schon zu lange her. Habe dann durch diverse Tipps eine günstige kleine schon sehr spezielle Eulenschneekugel gekauft und kann somit endlich ein Schneekugelmodell präsentieren!!!

Auch eine sehr sanft schneetreibende große Kugel habe ich entdeckt und zum Modell gemacht – direkt im Laden. Scheekugelmodell II:

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Achtung jetzt kommt …

Posted by on Okt 13, 2016 in Inspirationen | Kommentare deaktiviert für Achtung jetzt kommt …

13. Oktober 16

 

… ein Gedicht

 

Stimme von der Galerie (Erich Kästner 1950)

Die Welt ist ein Theaterstück.
Spielt eure Rollen gut! Ihr spielt ums Leben.
Seid Freund! Seid Feind! Habt Macht!
Habt Glück!
Ich spiel nicht mit. In jedem Stück
muß es auch Menschen, die bloß zuschaun,
geben.

Und wenn das Stück mißfällt – so laßt
mich schließen –
ist das noch längst kein Grund, aufs
Publikum zu schießen.

 

Durchgang erlaubt

Posted by on Okt 8, 2016 in Inspirationen | Kommentare deaktiviert für Durchgang erlaubt

8. Oktober 16

Eigentlich treibt es einen zu Fuß nicht an diese Stelle, zwischen Autobahnzufahrten und Gewerbegebiet.
Ein Gittertor mit der Aufschrift „Durchgang erlaubt“.

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Ich finde es kurios genial. Wir durschreiten das Tor und sind auf einer großen Wiese, auf der es über einen Pfad zu einem Birkenwaldrandweg geht.
Irgendwie verwunschen.

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Ich Frage jetzt während ich schreibe nach Assoziationen bei „Durchgang erlaubt“: „Flughafen, Hängebrücken über dem Amazonas, Geisterbahn, Grenzen.“

Mir schwirrt bei „Durchgang erlaubt“ sofort „Betreten verboten“ in den Kopf. Ich stand ja auch vor dem Schild hatte den visuellen Eindruck der Umgebung.
Diese „Betreten verboten!“ – Schilder, die früher auf so vielen städtischen Rasenflächen standen. Also zumindest Mitte der 60er bis vor ??? 10 Jahren?
Keine Ahnung, wann diese Schilder aus dem Stadtbild verschwunden sind. Und es ist mir tatsächlich erst jetzt bei „Durchgang erlaubt“ bewusst geworden!
Ich meine, das ist doch wahrlich eine Steigerung der Lebensqualität, wenn die öffentlichen Grünflächen auch von den Menschen genutzt werden dürfen.
Der nächste Gedanke. In dem Innhof des Häuserblocks in dem ich aufgewachsen bin durften sich nur Hunde, jedoch keine Kinder aufhalten.
Auf viel Lebendigkeit in der Stadt!

Fairteiler in Osnabrück

Posted by on Okt 1, 2016 in Inspirationen | Kommentare deaktiviert für Fairteiler in Osnabrück

1. Oktober 16

Dritter Lebensmittelfairteilerstandort in Osnabrück.
Ein öffentlicher Kühlschrank auf dem Gelände des Instituts für Musik der Hochschule Osnabrück.

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Das Prinzip: Was ich an nicht angebrochenen und unverdorbenen img_3376Lebensmitteln nicht brauche gebe ich in den Kühlschrank, im Gegenzug kann sich jemand daran bedienen. Gefragt sind auch kooperierende Betriebe.

 

 

 

 

 

 

 

Keiner steht daneben und schaut dir auf die Finger, sich vertrauen, keine Bürokratie – naja abgesehen von dem Prozess der Standortinbetriebnahme.

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Genial, wenn Leute so tolle Ideen entwickeln.

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Engagierte Gruppe in Osnabrück: „Lebensmittelretter

 

Forma Forma

Posted by on Sep 23, 2016 in Inspirationen | Kommentare deaktiviert für Forma Forma

23. September 16

Installation in der Kunsthalle Osnabrück von Joshua Sassmannshausen und David Rauer

Wir gehen zur Kasse – bezahlen – „gibt es was besonderes zu beachten?“ Ja, es gibt ein Blatt zu unterschreiben. Auf dem Blatt steht, dass wir uns nicht gegen die Wände lehnen dürfen, außer im Notfall keine Türen öffnen sollen und noch mehr. Das vorletzte Mal galt es fürs Schaukeln auf eigene Gefahr zu unterschreiben (siehe Inspiration vom 9. Februar 16 ).

Es ging dann nicht klassisch in das ehemalige Kirchenschiff.Diesen Eingang zum Hauptausstellungraum konnten wir gar nicht sehen, die Hälfte des Foyers war zugebaut. „Ah, ja danke, dort entlang!“

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Wir betraten einen komplett weißen Gang – der Start in die Installation. Wir hatten uns auf die Ausstellung nicht vorbereitet und wussten nicht was uns erwartet.. Es ging weiter durch weißgetünchte Gänge.

Von den Perspektiven erinnert es an das Nussbaumhaus von Daniel Liebeskind (habe ich auch grade in der Ausstellungsinformation gelesen). Mal geht es relativ steil nach oben, dann immer weiter durch diesen  asymetrischen Gang. Die Wände, Böden und  Decken sind,  meine ich größtenteils aus Sperrholz oder anderen Pressholzplatten.

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Die erste Zeit sind wir die einzigen Besucher der Ausstellung und so mache ich immer mal laute Geräusche, irgendwie bietet sich das an. Am abgefahrensten ist die Akustik in einem komplett weißen Raum. Wenn man weiter auseinandersteht klingt die eigene Stimme ziemlich normal, aber die des Gegenübers hat einen ganz speziellen Effekt. Außerdem geriet das Gleichgewichtsgefühl ins Wanken.

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Apropos weißer Raum, in Wolfsburg war ich vor Jahren in einem weißen Raum von James Turell – WOW!

Wer in die Ausstellung geht, sollte sich ruhig trauen immer mal laute Geräusche von sich zu geben. Auch außerhalb der Installation, beziehungsweise eben doch noch innerhalb der Installation gibt es auch akustisch interessante Orte.

Ein ganz kleiner Ausschnitt aus dem Begleittext zur Ausstellung: „Forma Forma bereitet eine (mehr als) doppelte Erfahrung: Man darf die von den Künstlern geschaffene Form zunächst von innen dann aber auch von außen betrachten. Und wie so oft wird man feststellen, dass Innen- und Außenperspektive eklatante Unterschiede aufweisen. (Dr. Julia Draganović / Direktorin Kunsthalle Osnabrück)

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Bevor alles vorweggenommen wird eins aber noch: der Ausgang aus der Installation inspirierte mich eine auf Lucky Luke zu machen und mit gezogenem Colt aus der Saloontür zu treten und „wups“  lag ich in der Horizontalen auf einem total weichen Boden.

Die Installation Forma Forma läuft noch bis zum 30. Oktober in der Kunsthalle Osnabrück

 

 

 

 

 

 

Abendstimmung am Kanal

Posted by on Sep 17, 2016 in Inspirationen | Kommentare deaktiviert für Abendstimmung am Kanal

17. September 16

19.18h: Die tiefstehende Abendsonne an diesem 14. September steht, aus meinem Blickwinkel,  direkt in Verlängerung  des Kanals. Der Himmel im Westen beginnt sich zu verfärben. Ein ruhiger, warmer Spätsommerabend, mit quakenden Enten, dem entfernten Rauschen der B218 (finde ich nicht romantisch – darf gerne verstummen).  Stimmen von der nächsten Kanalbrücke dort springt noch jemand ins Wasser. Auch einen Einstieg neben mir höre ich jemanden in den Mittellandkanal hüpfen.
Abendstimmung!
Die Geräusche zu dieser Tageszeit sind so besonders. Welche Beschreibungen sind für diese Stimmung passend: gedämpft, friedlich, intensiv, bewusster?
Hat das was mit der Luftfeuchtigkeit zu tun? Damit, dass es dunkler wird und sich unsere Sinneswahrnehmungen verändern?

Foto: Marion Lustig

Wieder der Blick auf den Kanal.

Der erwachsene Mensch besteht zu ca. 70% aus Wasser – daher diese magische Anziehung?
Aber was ist mit den Leuten, die sich bei der Frage „Berge oder Meer?“ für die Berge entscheiden. Ist deren Wasseranteil geringer?

Die warme Nacht auf den heutigen Tag haben wir im Freien unter dem Sternenhimmel verbracht. Kurzes Aufwachen – Blick zu den Sternen – und weiterschlafen. Am nächsten Morgen dann immer wieder dieses Bild vom Sternenhimmel vor meinem geistigen Auge – mhmm wunderschön …

 

god bläss you

Posted by on Sep 7, 2016 in Inspirationen | Kommentare deaktiviert für god bläss you

7. September 16

Picknick am Torfmoorsee.

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Da schwimmt ein Blässhuhn vorbei „tschk“, oder „tkk“ macht es und wirft den Kopf nach vorn; wieder und wieder. Ich denke es niest.

„Gesundheit!“ rufe ich dem Blässhuhn zu.

Bald bemerken wir, dass nicht nur dieses eine Blässhuhn solche Niesgeräusche macht.

Es scheint ein normaler Laut aus dem Blässhuhnrepertroir  zu sein. Oder vielleicht nur hier am Torfmoorsee?

Und da kommt die Erkenntniss: Deshalb heißt es „god bless you!“ sozusagen „god bläss you“.

Das Niesgeräusch der Blässhühner hat dem Gesundheitsausruf seinen Namen gegeben!

Seltsamerweise haben wir Beide ein paar Tage später eine Erkältung bekommen.

 

Vom Reiher lernen oder die politisch korrekte Tomate

Posted by on Sep 1, 2016 in Inspirationen | Kommentare deaktiviert für Vom Reiher lernen oder die politisch korrekte Tomate

1. September 16

Habe mich an einen Teich gesetzt, um  meine eben entstandenen Gedanken zur Tomate aufzuschreiben, da steht dieser Graureiher unbewegt am gegenüberliegenden Gewässerrand. „Der hat die Ruhe weg! Oder wirkt es nur so und  er ist angespannt? Ausharren und warten bis sich ein Fisch zum Fang anbietet? Sieht majestätische aus.

Nun weg vom Graureiher, hin zur Tomate:

Sonnendurchtränkte Tomaten vom Feld des Gärtners. Was für ein Genuss- schon die Hälfte der erstandenen  Tomaten habe ich mittlerweile auf dem Rückweg verzehrt. Bevor ich mich hier auf die Bank setzte, biss ich nochmal in eine Tomate und …. „swatsch …“ das Tomatenmark spritze auf die Bank – so saftig. Diese Tomaten sind wie Orangen an der Algarve – totale Geschmacksexplosion.

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(Der Versuch ein aktuelles Tomatenbild vor Ort zu erstellen, ist fehlgeschlagen. So gibt es ein Tomatenbild von der Algarve, also dort wo die Orangen so lecker sind.)

Meine Geschmacksnerven saugen alles gierig auf und lassen meinen Körper erbeben – naja das ist jetzt ein bischen fett – aber sinnlich ist es schon! Also erst mal die Bank abwischen, meine  Kladde und Stift auspacken … – und da entdecke ich den Reiher (siehe oben).

Wieder zur Tomate:

Und der Geruch … mhmm ….. Frische Ernte noch 2-3 Wochen?!  Morgen muss ich wieder hin, ich brauche mehr.

Der andere Gedanke der mir kommt: „Gibt es eine politisch korrekte Tomate?“

Nächstes Jahr im Mai startet unsere neue Produktion „TRENDY  WOMAN – oder der Versuch sich politisch korrekt zu verhalten“.  In diesem Zusammenhang werde ich mich jetzt mal mit der politisch korrekten Tomate auseinandersetzen, wer weiß, vielleicht wird sie ja Teil der Inszenierung.

 

 

EIN VERSUCH SICH ZU EINIGEN

Posted by on Aug 23, 2016 in Inspirationen | Kommentare deaktiviert für EIN VERSUCH SICH ZU EINIGEN

23. August 16

Am 2. August, dem zweiten Tag des öffentlichen Aufbaus im Kunstraum der Gessellschaft  für zeitgenössische Kunst habe ich mir die ersten Arbeiten, das Vorbereiten und Ankommen einzelner KünstlerInnen anschauen können. Habe Fragen gestellt und wurde nach Impulsen für die Arbeit an einem Comic gefragt.

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Wir standen vor einer Skulptur aus Stöcken und Bändern und haben uns zum rumspinnen inspirieren lassen.

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“ Jetzt hab ich es!
Ein Dinosaurier, der seinen Kopf in den Sand steckt, weil er von seinem bevorstehenden Aussterben nichts wissen will“ – das wahrscheinlich geschuldet eines aktuellen Projekts im Naturkundemuseum  – .

3 Tage später ist für  morgens um 10h eine Aktion angekündigt. Ich habe noch im Kopf, dass die Arme und Beine der Besucher nicht eingecremt sein sollen. Um was es genau geht hatte ich gar nicht auf dem Schirm.

Guter Termin für mich, da geh ich hin.
Kurz nach 10h treffe ich in der Galerie ein. Eine junge Frau, die ich schon am Dienstag gesehen hatte, nimmt mich in Empfang „Ah, wie schön, da ist ja doch noch jemand gekommen. Dann können wir ja jetzt anfangen.“ Außer mir sind noch 3 Kunststudentinnen des Projekts dabei. „Wir haben heute einen Poledanceworkshop und erst mal machen wir uns zusammen warm“.  Poledance! An der Stange tanzen? Ich!? Total gerne tanzen, aber so ein Anmachkram? Egal – jetzt bin ich hier und mach mit. Wir dehnen uns im Stehen, machen Situps auf dem Boden, wir werden fitnesscentermäßig von Fabiana gefordert. Prima – das jeden Morgen zusammen – würde mir gefallen.

Die Location ist ein ehemaliger Drogeriemarkt und es gehen während des Workshops Passanten vorbei, schauen durch die Fenster und die offene Tür, aber keiner kommt herein.

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Und dann zeigt Fabiana uns wie es geht:Auf die Zehenspitzen stellen, wie wir uns an der Stange festhalten,  dann das eine Bein um die Stange und dann das andere. Die Füße und Knie so setzen und zusammendrücken, dass wir an der Stange halt finden. Arme lösen! Wow! Klappt bei uns allen.

Danach wird die Stangenfixierung gelöst und wir machen eine Übung bei der wir mit Schwung die Stange und damit auch uns in die Drehung bringen. Uiih – cool, fühle mich wie als ich Kind war – . Es folgt eine weitere dynamische Übung diesmal mit dem Rücken zur Stange.

Das hat mir wirklich Spaß gemacht.
Poledance ist wohl mittlerweile als Sportart ziemlich angesagt. AHA – hatte ich noch nichts drüber gehört.

Abends gabs die Vernissage mit Poledanceshow von Fabiana und anschließender „Open Pole“ Party, bei der ich leider nicht dabei sein konnte.

Die Ausstellung läuft noch bis zum 3. September in der Hasestraße 29/30 in Osnabrück. In einem Nebenraum laufen Videos über die verschiedenen Phasen und Aktivitäten der Ausstellung.

 

 

 

Alberts Huus

Posted by on Aug 16, 2016 in Inspirationen | Kommentare deaktiviert für Alberts Huus

16. August 16

Sommerfest in Alberts Huus in Bremerhaven.

Ich höre Musik, Fahrräder lehnen an einer Hecke. „Jo, da passt meins auch noch hin“.

Das Wetter, entgegen den Ankündigungen morgens mehr heiter als wolkig – optimal!

Ich gehe weiter und treffe auf freundlich blickende Menschen. Es gibt, unter anderem, mitgebrachten Kaffee und Kuchen, dessen Erlös einer Flüchtlingsinitiative in Bremerhaven zu Gute kommt.

 

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Foto: Susan

 

Weiter gehts in den großen Garten. Hier ein paar Bänke, dort überdachte Tische und Stühle – alà Gartencafe. Vor der als Bühne umfunktionierten Terrasse eines kleinen liebevoll renovierten Schuppens, sitzen Gäste auf Gartensofas und Sesseln. Die Band „Wesertrio“ spielt grad ein Stück der Stray Cats. Was für ein Ambiente!

Im Alberts Huus finden regelmäßig Konzerte statt.

Alberts Huus ist ein Gästehaus und Hostel und letztes Jahr eröffnet worden. Ich habe die Anlage vor der Renovierung gesehen. „Hut ab!“ Die Räumlichkeiten sind sehr liebevoll gestaltet. Die Atmosphäre innen und draussen einfach zum Wohlfühlen. Mit viel feingefühl haben die beiden Besitzer etwas geschaffen, wo Gäste sich willkommen fühlen.

Toni Erdmann

Posted by on Aug 2, 2016 in Inspirationen | Kommentare deaktiviert für Toni Erdmann

2. August 16

Ich finde den Film absolut klasse!!!

Ohne Filmmusik, Handkamera, lang gehaltene Kameraeinstellungen, feinfühlig, gesellschaftpolitisch, urkomisch, genial gespielt.

 

 

Nicht vergessen vorher auf Toilette zu gehen, dauert ca. 2,5 Std.

 

mehr lesen unter:
Toni Erdmann

Urban Büro

Posted by on Jul 22, 2016 in Inspirationen | Kommentare deaktiviert für Urban Büro

22.Juli 16

Sonntagmorgen – ich genieße den halbwachzustand des frühen Morgens im Bett – da ist sie da, die Idee:

Morgen verlege ich mein Büro nach draussen, auf den Hoffmeierplatz vor`s Haus.

 

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Blick: viel Grün, eine Strassenkreuzung, Fußwege, einen umgitterten Fußballplatz … .

Montagmorgen 8.30h: der provisorische Schreibtisch ist aufgestellt, Stuhl, Klappstuhl für eventuelle Besucher, Ordner; Papiere, Laptop, Handy, Wasser, Tee.

Das fühlt sich gut an – und ich konnte tatsächlich konzentriert arbeiten.

Zwischendurch Besuch einer inspirierenden Freundin – im Gepäck 2 Pampelmusenhälften, selbstgebackenes Brot, Messer, vegetarischen Aufstrich – Papiere und Rechner zur Seite „Pause“. Zuvor Pläuschchen mit Herrn vom Grünflächenamt. Ahja, wir bekommen also keinen Ersatz für die zerstörte Parkbank „das kostet zuviel, das müssen die Bürger ja bezahlen“ und privat „wir fahren nach Sizilien, aber wir sind da ganz flexibel, ist das Wetter nicht gut fahren wir woanders hin“

Ach, das gefällt mir!

Selbst zu telefonieren war unproblematisch, die Autogeräusche haben mich nicht gestört.

13h – jetzt wird es doch zu warm und die Akkus sind fast leer.

Nächstes Mal mit Verlängerungskabel und Sonnenschirm?

Freu mich schon drauf.

Pause

Posted by on Jul 7, 2016 in Inspirationen | Kommentare deaktiviert für Pause

7. Juli 16

 

P    rimaIMG_3133

A    bschalten

U    nsinn machen

S    ommersonne

E    ntschleunigen

 

 

 

 

Kategoriendenken

Posted by on Jun 29, 2016 in Inspirationen | Kommentare deaktiviert für Kategoriendenken

29. Juni 16

 

Vera F. Birkenbihl schreibt in ihrem Buch „Stroh im Kopf“ (siehe auch meine Inspiration vom 28.Juli 2015), dass wir immer in Kategorien denken, dies jedoch meist unbewusst. Diese Art zu denken können wir auch bewusst nutzen und weg vom auswendiglernen hin zum begreifend lernen.

Zum Kategoriendenken hat Vera F. Birkenbihl ein klasse Beispiel:

Er steht am Fenster der Stadtwohnung im dritten Stock und will die Weinflasche entkorken …

ER: Sieh mal, da geht die Frau, die der Peter so liebt.

SIE: (rast zum Fenster) Wo??!

ER: Da, gerade beim Bäcker vorbei, die mit dem roten Schal …

SIE: Aber das ist doch seine Frau. du Depp!

ER: Ja eben …

(aus: Vera F. Birkenbihl „Stroh im Kopf“ 53. Auflage 2014; Seite 61)

 

Ob die Geschichte andersherum genauso gut funktioniert, wenn die Frau den Text des Mannes übernähme und umgekehrt?

Mögliche Interpretation der ersten Variante:

ER sagt seiner Frau mit dieser Geschichte, dass er SIE liebt (er öffnet ja auch grad die Weinflasche). Schwups- schon bin ich davon ausgegangen, dass SIE seine Frau ist.

Wäre SIE seine Geliebte würde es ja heißen, dass seine Geliebte gegen seine Frau keine Chance hätte.

Oder – SIE ist seine Freundin und zögert damit ihn zu heiraten, er will sie davon überzeugen, dass es eine gute Entscheidung wäre und er SIE dann weiterhin liebt und sie nicht betrügen wird.

Vielleicht ist SIE auch seine Schwester und ihr Vater hat ihre Mutter betrogen, oder eben nicht. Oder die Schwester ist gerade von ihrem Mann verlassen worden (wegen einer Geliebten).

Wenn ich jetzt Variante 2 Also beide Rollen tausche. Oh, Oh ….

Puh- da bin ich aber in vielen Mustern drin.

Gewitterinszenierung

Posted by on Jun 24, 2016 in Inspirationen | Kommentare deaktiviert für Gewitterinszenierung

24. Juni 16

Eine Gewitternacht.

Gestern noch der Sprung in den Kanal, das Austauschen darüber wie wir als Kinder mit nassem Schwimmzeug auf warmen Steinen lagen, immer wieder ein Stück weiterrückend, wenn die Wärme aufgebraucht war.

Ein Schiff tuckert vorüber.

„Und? – Ob wir doch mal versuchen sollten per Anhalter auf einem Güterschiff ein Stück mitgenommen zu werden?“
„Aber nur bei gutem Wetter!“
„Da müssen wir erst checken, ob die uns sympathisch sind“
„Ich will dann aber auch Planken streichen …“

 

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Dann das aufziehende Gewitter.

Wir starren wohl behütet auf das Naturschauspiel – und wirklich – 100 Meter vor uns wird der schräg fallende Regen vom Sonnenlicht beleuchtet, davor –  im Dunkel liegende Bäume.

Solch ein Licht auf die Bühne zaubern können!
Bei der Vorstellung an die passende Inszenierung seh ich für dieses Licht den Containerterminal IV in Bremerhaven (macht es nicht einfacher).

Wenn du vom Ochsenturm kommend auf die Längsachse des Terminals schaust, dann stell dir dort einen Teil der „West Side Story“ vor.

Die Gerade zwischen den Containerstapeln ist bestimmt einen Kilometer lang und dort würde eine der Gangs aus der Ferne auf das Publikum zukommen „Boy- boy, crazy boy, – get cool boy…“, immer lauter werdend, und das bei dem gestrigen Gewitterlicht – ein Traum.

 

 

Das Bild von mir passt nicht so richtig, es geht jedoch auch um Inszenierung „Inszenierung-bitte stehen lassen“ Damit möchte ich gern mal ne Aktion machen.

Warum nicht mal ein Rezept

Posted by on Jun 16, 2016 in Inspirationen | Kommentare deaktiviert für Warum nicht mal ein Rezept

16. Juni 16

Was hat mich diese Woche inspiriert? Quantenphysik – der große Attraktor! Die eigene Wahrnehmung immer wieder hinterfragen und neu entdecken. Würd ich gern was drüber schreiben, da müsste ich mich aber erstmal einlesen und das wird noch dauern.

So gibt es etwas leicht Umsetzbares.

Spargelzeit noch bis zum 24. Juni, oder nächstes Jahr probieren. Ist mein absoluter Spargelfavorit. Wenns schneller gehen soll, dann steh ich total auf Pfannenkuchen mit Spargel und zerlassener Butter oder veganer Alternative und wer findet noch Knoblauchrauke mit ins Fett geben (wenns leicht knusprig wird am Genialsten).

„Spargel auf Erbsenpüree mit Haselnuss-Vinaigrette

Für 4 Personen. Zubereitung: 30 Min. + Garzeit: 20 Min.

  • 70 g Haselnüsse
  • 1 rote Zwiebel
  • 4 EL Weißweinessig
  • 1 EL Honig
  • 9 EL feines Öl (z. B. Haselnussöl)
  • Salz und Pfeffer
  • ½ Bund Petersilie
  • jeweils 6 Stängel Kerbel und Estragon
  • 2 kg weißer Spargel
  • 2 EL Zucker
  • 300 g Erbsen (frisch oder tiefgekühlt)
  • 120 ml Schlagsahne

1 Haselnüsse hacken. In einer Pfanne ohne Fett rösten.

2 Zwiebel fein würfeln. Mit Essig, Honig und Öl mischen. Salzen und pfeffern. Kräuter fein hacken.

3 Spargel schälen, Enden abschneiden. In gezuckertes, kochendes Salzwasser geben. Je nach Stangendicke 15–20 Minuten bei milder Hitze gar ziehen lassen.

4 Erbsen mit Sahne aufkochen. Zugedeckt 6 Minuten köcheln lassen. Pürieren. Salzen und pfeffern.

5 Nüsse mit der Vinaigrette leicht erwärmen. Kräuter zugeben.

6 Erbsenpüree auf Teller verteilen. Spargel mit Haselnuss-Vinaigrette darauf anrichten.“

aus: (Schrot&Korn 5/2008) ©Thorsten Suedfels // Foodstyling und Rezepte: Pia Westermann

Statt Honig kann auch Agavendicksaft und Hafer- oder Sojasahne statt Sahne verwendet werden.

(wahrscheinlich darf ich das hier gar nicht einfach so reinstellen – ich lass es mal drauf ankommen)

und dazu

Kurkumalimonade von Melanies und Sönkes Vollwertblog. LECKER!

was macht eigentlich Deodato Inàcio Santos?

Posted by on Jun 10, 2016 in Inspirationen | Kommentare deaktiviert für was macht eigentlich Deodato Inàcio Santos?

10.Juni 16

 

Wasser, Sand, Sonne, Wellen, Licht, Rauschen, Klatschen, Grummeln, Grisseln, Glitzern, Reflektieren – Weite, Kontur, Brandung

 

Auf dem Weg dorthin vertreiben wir uns die Flugzeit mit dem Schreibspiel „Substantive umstellen“ von Nick Bantock. (Mehr dazu auf meiner Inspiration vom 3. März 2016)

Unser Ergebnis aus einem Roman und einem Reiseführer.

„Ein hochidyllischer Janisch erstreckt sich an der Hexentalstrasse. Gemächlich fliest der Schwarzwald dahin. Links der Hügel die spanischen Wälder, rechts das portugisische Tal. Kaum zu glauben, dass es hier einmal Möhlin gegeben hat, aber etliche alte Luises bezeugen, dass in früheren Polos tatsächlich schwere kriegerische Bellschweile stattfanden.
Die Landschaft verließ den Fluß, fuhr auf den Grenzfluß zu, verschwand dann rasch zwischen Andalusien und der Algarve. Bei den Grenzstreitigkeiten der Burganlagen in Guadiana wendete sie, raste zurück und bog ab. Mit einhundert Jahrhunderten folgte sie den schmalen Auseinandersetzungen.“

 

Abstecher nach Barao de Sao Joa, Algarve, Portugal nordwestlich von Lagos:

Kleine Wanderung aus dem neuen Wanderführer „Algarve – 36 Wandertouren“ von Claus Frank.

 

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Anschließend vegetarischen Hamburger, Pommes, Galao vorm Lokal, ein Hund legt sich schattensuchend unter den Stuhl.
Laut Reiseführer wird die örtliche Schule zeitweise von über 50% ausländischen Kindern besucht.

Hier haben sich im Hinterland der Westalgarve etliche Aussteiger niedergelassen.

Für solch einen kleinen Ort viel Gastronomie und vor allem eine Kunstszene.
Von daher überrascht uns auch nicht der vegetarische Hamburger (steht in sonstigen Restaurants ja nicht auf der Karte).

 

Dann gehen wir hügelaufwärts, biegen vor einem Wäschplatz rechts ab und betrachten in dieser besonderen Landschaft große Skulpturen am Wegrand.

 

 

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Hier lebt wohl der Künstler oder die Künstlerin-
wir haben keinerlei Namen oder Hinweise auf die Person oder auch nur die Skulpturen gefunden.

 

 

Ausgeschildert ist nichts.

Ein Geheimtipp?

Also bis jetzt einer gewesen?

 

 

 

 

 

 

 

„… Ah- da gibt es was“. Der Künstler heißt Deodato Inácio Santos!

 

Junges Licht

Posted by on Mai 27, 2016 in Inspirationen | Kommentare deaktiviert für Junges Licht

27.05.16

 

„Junge Lichter“ von Adolf Winkelmann nach dem Roman von Ralf Rothmann im Kino. Kleinster Saal vielleich zu einem Drittel gefüllt.

Ruhrpottinszenierung im Sinne des Wortes. Klasse Bilder.

 

 

Vater (Charly Hübner) und Sohn (Oscar Brose) auf dem grauen Balkon. Im Hintergrund rauchende Schlote – Kunstvoll – irgendwie so scharf, dass es wirkt als wäre es Foto- (Film-) montage.

Aufnahmen im Stollen – das Duschritual der Kumpels in der großen Halle. Dreckige Fingernägel des Vaters, wie auch des Sohnes. Das geschruppte Gesicht von Charly Hübner, der den Vater kolossal gut gespielt hat. Ich kenn mich im Pott ja nicht aus, würd mich mal interessieren was die „Originale“ dazu sagen.

Der Film spielt Anfang der 60er Jahre. Super Ausstattung.

Keine Familienidylle – Familienleben! – die Mutter dargestellt von Line Beckmann – genial – echt ne Type.

Der total überfüllte Aschenbecher auf dem Küchentisch zwischen den mittagessenden Kindern.

Hauptsächlich in schwarzweiß, wechselte der Film auch immer wieder in Farbe.

19. Mai

Posted by on Mai 19, 2016 in Inspirationen | Kommentare deaktiviert für 19. Mai

19. Mai 16

 

Irgendwas ist mit diesem Datum?

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Ein seltsamer Tag für mich bisher. So wird die Inspiration eben meine Beschäftigung mit diesem Datum.

Also dann mal ab ins Netz und schauen was es da so gibt-

suche mal wahllos nach Jahren oder Themen:

1916:  Österreichisch-ungarischer Angriff auf Bahnhöfe Norditaliens. (aus: https://www.lexikon-erster-weltkrieg.de/Erster_Weltkrieg:_Chronik_Mai_1916)

1965: Der deutsch-schwedische Autor Peter Weiss nimmt an einem Schriftstellerkongress in der DDR teil, der aus Anlass des 20. Jahrestages der deutschen Kapitulation hauptsächlich antifaschistische Autoren vereint und an die Tradition des Kongresses geflüchteter deutscher Autoren 1935 in Paris anknüpfen will.

(aus: https://chroniknet.de/extra/was-war-am/?ereignisdatum=19.5.1965)

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2016: Die 50. Rallye Portugal findet vom 19. bis zum 22. Mai 2016 statt. Insgesamt werden 19 Wertungsprüfungen gefahren auf Schotter.

(aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Rallye_Portugal_2016)

 

 

 

 

Alexandra hat Geburtstag am 19. Mai 1942. Sie wurde 27 Jahre alt. Deutsche Sängerin und Komponistin.
Da hab ich doch letztens noch ein Video auf you tube gesehen, irgendwas mit Illusionen- stark – ich bin eh Fan von „Mein Freund der Baum ist Tod …“ .  Ich finde schon bemerkenswert, dass hier eine Frau ihre Brustwarzen zeigen durfte, bzw. diese durch die Kleidung sehr betont wurden. Momentan ist das doch ein absolutes „no go!“ – oder dürfen wir wieder?
 … – ich finde das nicht, da fällt mir ein, es war wohl auch Teil einer ganzen Sendung – … Jetzt hab ich es!
https://www.dailymotion.com/video/x3is79_illusionen_fun
 Ich mag`s,  – was für eine Stimme.
Sie ist nur 27 Jahre alt geworden.
 

1957: Nach bedeutenden Verlusten bei der Bundestagswahl löst sich die Gesamtdeutsche Volkspartei auf.

Na also: 19 Mai ist auch hier zu finden (https://de.wikipedia.org/wiki/19._Mai) , aber so hab ich mich erstmal anders leiten lassen. Wer, was auch immer wichtig findet.

Und der Tag bleibt seltsam.

 

 

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Was sagt denn der Himmel

Heute: Der helle Planet Mars kann während der Oppositionszeit die ganze Nacht beobachtet werden. Er läuft am Skorpion-Scherenstern Dschubba vorbei. Saturn hält sich 12° links von Mars auf. Gleich drei sichtbare Überflüge der Internationalen Raumstation ISS am Morgenhimmel.

(aus: https://news.astronomie.info/ai.php/bulletin/90000)

 

Überschneidungen mit der Wirklichkeit sind – wenn überhaupt – dann nur zufällig.

 

Füße im Mittellandkanal

Posted by on Mai 14, 2016 in Inspirationen | Kommentare deaktiviert für Füße im Mittellandkanal

13. Mai 16

 

Ich lasse die Füße ins Wasser. Angenehm kühl.

Leises Plätschern der kleinen Wellen an der Kanalspuntwand.

Spinne von Backbord – „ne hier gehts für dich nicht weiter, hier sitz ich“.

Gegenüber rumpelt ein Transporter des Wasser und Schiffahrtsamtes vorbei.

Mein Standort liegt zwischen Bramsche und Bad Essen.

Nicht weit von Osnabrück – das ich hier meine Füße in einen u.a. von Elbe und Weser gespeisten Gewässer halten kann gefällt mir.

Der Mittellandkanal in dem ich letztes Jahr auch geschwommen bin und baldmöglichst wieder schwimmen werde.

Wasser auf das ich draufstarren,

vorbeifahrenden Schiffen winke,

die Bugwelle bewunder,

von Brücken spucken kann,

Gesicht und Füße benetze,

ohne Steigungen radfahren kann

– die Sonnenflecken auf der Wasseroberfläche blinzelnd betrachte

und

einem vorbeiziehenden Blatt hinterherschaue.

Der Mittellandkanal ist 4 Meter tief – beim Schwimmen für mich schon herausfordernd (wer weiß was da alles lauert?)

Er verläuft vom Nassen Dreieck (ca 30 km westlich von Osnabrück bis nach Wolfsburg)

und hat eine Länge von 325 Kilometern (sagt Wikipedia).

Ich ziehe die abgekühlten Füße aus dem Wasser

und werde jetzt für ein Foto sitzen bleiben bis ein Schiff vorbei fährt…

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…. hat ja gar nicht so lang gedauert.

Schraubzwingen im Frühling

Posted by on Mai 6, 2016 in Inspirationen | Kommentare deaktiviert für Schraubzwingen im Frühling

5. Mai 16

 

Werkstatt einer Tischlerei in der ich für das Frühjahr eine Produktion plane.

In einem der Werkstatträume (wenn ich das Wort hier lese sieht es aus wie Werkstatt Träume), von mir jetzt Spielwerkstatt genannt, riecht es nach Holz und Leim und es gibt hier ganz viele Schraubzwingen in den unterschiedlichsten Größen. Viele davon auf 2 rollbaren Ständern.

Die laden doch ein etwas mit ihnen zu machen, was über ihren eigentlichen Verwendungszweck hinausgeht.

Den Körper damit in „Form“ bringen – „aua“ schmerzhaft, oder die Schraubzwingen fallen ab.

Wenn ich das Teil mit dem Griff auf der Schiene schnell hin und her bewege entsteht ein lautes schnarrendes Geräusch und es sieht aus wie eine Pumpgun!?

Auf den Ständern nebeneinander hängend könnte ich sie als Schlagzeug nutzen. Da werde ich mal mit verschiedenen Sticks rumprobieren.

In einem Ausstellungsraum stehen Metallregale auf Rollen. Sehr gut – da kann dann eine Akteurin drauf sitzen und on stage geschoben, ihren Auftritt haben.

 

Und warum Schraubzwinge im Frühling?

 

 

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Damit ich noch ein Bild unterbringen kann, habe keins von den Schraubzwingen.

Hidden in Hamburg – ein Spiel

Posted by on Apr 27, 2016 in Inspirationen | Kommentare deaktiviert für Hidden in Hamburg – ein Spiel

26. April 16

 

Auf der Rickmer Rickmers an den Landungsbrücken in Hamburg.

Rickmers

Als ich das Schiff das erste Mal im Hamburger Hafen sah, war ich überrascht.

 

Rickmers gehörte für mich nach Bremerhaven.

 

An der Rickmerswerft bin ich während meiner Grundschulzeit auf dem Weg zur Schule und nach Hause jeden Tag vorbeigegangen.
Neben dem Werkstor die Trinkhalle mit biertrinkenden Werftarbeitern davor. Heute steht das Werkstor noch und da wo sich die Werft befand, steht ein gigantisches Gebäude der Arbeitsagentur „That`s Bremerhaven“.

 

Zurück in Hamburg.

 

rickmershimmel

 

 

 

Nach einer Schiffserkundung bei genialem Fotowetter, leuchtende Farben, kolossale Wolkenformationen (siehe Beweisfoto) bekamen wir eine Einführung in unser Spiel Hidden in Hamburg, dass den Auslöser gegeben hat hier zusammen zu sein.

Es galt Rätsel zu lösen. Wir sollten das Verschwinden des Smutje aufdecken.

Unsere Gruppe von 6 Personen wurde in die Kombüse gesperrt (alles mit Kameras überschaubar – von außen schauen die VeranstalterInnen zu, geben bei Bedarf Tipps über ein Tablet – also keine Gefahr).

Durch das Rätsellösen würden wir dann auch an den uns erlösenden Schlüssel gelangen.
In der Kombüse begannen wir ordentlich nach versteckten Hinweisen zu suchen. Nach und nach sammelte sich immer mehr an, dann galt es zu kombinieren … .

Mehr darf ich dazu nicht schreiben, sonst kann der werte Leser bzw. Leserin ja nicht selber dorthin. Nur soviel, es hat uns richtig Spaß gemacht, gruppendynamisch echt cool und einfach war es nicht. Wir hatten eine Stunde Zeit und nach 55 Minuten fanden wir den Schlüssel und gelangten in die Freiheit.

Hidden in Hamburg ein live escape game.

hit, snap, clap

Posted by on Apr 21, 2016 in Inspirationen | Kommentare deaktiviert für hit, snap, clap

21. April 16

 

„hit, snap, clap“ kleiner Einstieg in die Bodypercussion

Einsetzbar als Aufwacher, Koordinationsübung, Konzentrationsübung, ästhetisches Gestaltungsmittel im theatralen und inszenatorischen Kontext, beim Warten auf den Zug … .

Wie geht`s?:

gerne auch mit der Stimme unterstützen, also das Wort währenddessen laut sprechen

hit: rechte Hand klopft auf linke Schulter

snap: mit der rechten Hand schnipsen

clap: in die Hände klatschen

3/4 Takt

hit     snap     clap     (Wdh.)
   1         2           3             

 

eine Stufe weiter

hit         snap           clap

  1     und    2     und   3     und

hit hit   snap           clap

    1 und     2      und    3      und

(beide Zeilen Wiederholen , und dabei von rechter auf linke Hand wechseln)

Und? klappts?

ich seh es dann ja auf dem Bahnsteig, an der Haltestelle, der Kassenschlange, dem Park, der roten Ampel …

und mit ganz viel üben dann so:

Jetzt reiß dich doch mal zusammen!

Posted by on Apr 13, 2016 in Inspirationen | Kommentare deaktiviert für Jetzt reiß dich doch mal zusammen!

13. April 16

 

Jetzt reiß dich doch mal zusammen!

Selbst wenn ich wollte, wie soll das denn wohl funktionieren? Wie soll ich mich zusammenreißen?
Auseinander – okay tut weh – geht aber vielleicht irgendwie. Zusammenreißen klingt doch nach einem Widerspruch.

 

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Was für eine Bedeutung habe ich diesem Ausdruck bislang gegeben?

Sich nicht gehen lassen
Nicht träumen, sondern seine Aufgaben erledigen
Jetzt mal aufhören rumzuzappeln
Das mit dem Weinen mal nicht übertreiben

Im Deutschen Wörterbuch „Wahrig“ finde ich: …energisch werden und handeln; aus Gleichkültigkeit, Tatenlosigkeit erwachen. …

Im Netz:
Es gibt ja den Begriff „sich zusammennehmen“.
Für mich stellt „sich zusammenreißen“ eine Steigerung von „sich zusammennehmen“ dar.
Es gibt nicht nur reißen in der Form der „Auseinanderbewegung“, man kann ja auch „Sachen an sich reißen“, was die Steigerung von „an sich nehmen“ ist.
(unter https://german.stackexchange.com/questions/10991/woher-kommt-der-ausdruck-sich-zusammenrei%C3%9Fen)

Wie könnte das konkret aussehen – ich umarme mich und ziehe den rechten Oberarm nach links, den Linken nach rechts, bringe alles unter Spannung, die Schultern liegen schon an den Ohren, mein Gesicht total verkniffen. Klar ist mir– zusammenreißen macht keinen Spaß.

Bei unserer nächsten Tanzprobe schlage ich Birgit mal vor für diesen Begriff Bewegungsformen zu finden. Ich hab so die Ahnung, dass es bei mir auch mit lauten Geräuschen verbunden sein wird. Ein nach innen gezogener Reißlaut?!

 

Das Bild zeigt das Niedersachsenbad in Osnabrück. Da wurde es auseínandergerissen. Leider hat es sich nicht mehr zusammenreißen können.

Jungunternehmerinnen

Posted by on Apr 8, 2016 in Inspirationen | Kommentare deaktiviert für Jungunternehmerinnen

7. April `16

 

Gespräch Mittwoch beim Sonnenspaziergang über die Freiberuflichkeit und was so alles damit zusammen hängt. Wir werden von drei Mädchen, vielleicht 11 Jahre alt, angesprochen:
„Möchten sie vielleicht Blumen kaufen?“
Sie stehen an der Böschung eines Grabens, hier haben sie ein Beet angelegt- sieht frisch aus, die Erde ganz dunkel-.

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„Wir wollen hier Blumen verkaufen. Wir haben die mit Zwiebeln. Möchten sie eine?“
„Hmm, ja doch klar, gerne. Ich nehme eine Narzisse.“
„Welche ist das denn?“
„Die da, die du in der Hand hälst. Ach, blöd, ich hab gar kein Geld mitgenommen, wir wollten ja nur spazieren gehen.“

Das Mädchen meinte, das mache nichts und sie würden ja grade erst
starten, jetzt wüsste ich es ja und könnte nächste Mal Blumen kaufen.“

 

Wir gehen weiter. Nach einer kleinen Weile läuft eins der Mädchen hinter uns her und fragt ob ich einen Strauss oder eine Blume wollte. „Ich wollte nur eine Blume, aber wie gesagt ich hab kein Geld dabei“ Da kommt das Narzissenmädchen und hält mir eine davon hin. „Die geben wir ihnen so mit. Wir fangen ja grade erst an und da ist das ja ganz gut.“ „Oh danke“ Erfreut verabschieden wir uns ein zweites Mal.

 

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Genial und platziert in das Gespräch über die Selbständigkeit.

 

Ja, vielleicht sollte frau doch mal hinterher laufen und das ist kein Bittstellen, sondern einfach ein Angebot und für beide Seiten okay. Hier ging es um ein Geschenk- ist nochmal ein wenig anders, aber im Prinzip passte es haargenau. Danke für den Impuls an die Jungunternehmerinnen

Das Osterei

Posted by on Mrz 24, 2016 in Inspirationen | Kommentare deaktiviert für Das Osterei

24. März 16

 

Ich mach es mir heut mal urlaubsleicht und übernehm ein paar Sätze meiner Wikipediarecherche zur Herkunft der Ostereier

Das Ei in der christlichen Religion als Symbol der Auferstehung

Wikipedia:
„… Das Dekorieren von Eierschalen ist weitaus älter als die christliche Tradition, was 60.000 Jahre alte Funde dekorierter Straußeneier aus dem südlichen Afrika beweisen. …“

 

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Ich bemale tatsächlich gerne Eier, hier ein Eierbeweis vom letzten Jahr. Vielleicht versuche ich es jetzt auch  mal mit Roter Beete … 

 

Und dann gibt es da noch den Ursprung durch das Zinsei

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie:

„Zinseier (auch Hubeier) sind diejenigen Eier, die früher von den Bauern als Grundzins bzw. Bodenzins oder Pachtzins an den Grundherrn am Ende des Zinsjahres, das im Mittelalter vor Ostern endete, abgegeben werden mussten.

Der Ostertermin ergab sich, da es im Mittelalter Christen in der Fastenzeit verboten war, Eier zu essen, weil Hühnereier als Fleischspeise galten. Der dadurch bedingte Eier-Überschuss wurde zur Bezahlung des Pachtzinses verwendet. Was übrig blieb, wurde in der Familie zum Osterfest gegessen.

Das Problem der Haltbarkeit wurde dadurch gelöst, dass die Eier gekocht und zur Unterscheidung von den nicht gekochten Eiern – meist mit Roter Bete – eingefärbt wurden.

Vor allem im kirchlichen Bereich wurde aber aus dem Zinsei oft bald das Schenkei, das in der österlichen Zeit an Personal, Pfründner, arme Leute und erst später, aber zunehmend auch an Kinder zurückverschenkt wurde.

Mit der Aufhebung der Grundherrschaft und der Ablösung der Naturalien durch Geld entwickelte sich aus dem Schenkei alsbald das Osterei im heutigen Sinne“

 

Sei noch bemerkt, dass ich mir wünsche – wenn schon Eier essen, dann zumindest Freilaufende –

Narzisse im Sonnenschein

Posted by on Mrz 16, 2016 in Inspirationen | Kommentare deaktiviert für Narzisse im Sonnenschein

16. März 16

I rritation

N arzisse im Sonnenschein

S chwimmen unter blauem Himmel mit Blick auf schneebedeckte Berge

P feilschnell reagieren

I Punkte gehören hier nicht hin

R ealität schon gar nicht

A fd Wahlergebnisse sind sowas von schockierend, was tun? Und da ist sie doch – die Realität!

T räumen vom FriedenIMG_2832

I llusionen

O hne Inspiration keine Entfaltung

N a?! Mal selbst die Assoziationen schlüpfen lassen?

 

 

 

Wenn ich in einem Kurs, Vortrag, Seminar sitze – Zettel und Stift vor mir – mein Interesse abebbt, dann schreibe ich gern ein Wort das häufig fällt oder das Thema in der Senkrechten auf und notiere meine Assoziationen, dadurch kann wieder ein Impuls entstehen der mich weiterbringt.

 

 

 13.03. 16 Sonnenspaziergang mit Wildschweinen >>>

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Trainer Kongress Berlin

Posted by on Mrz 10, 2016 in Inspirationen | Kommentare deaktiviert für Trainer Kongress Berlin

9. März 16

Samstag.

Mein dritter Workshop innerhalb des  Trainerkongresses an diesem Tag.

Ein relativ kleiner Seminarraum und es kommen immer mehr TeilnehmerInnen herein. Ich setze mich neben andere vorne, seitlich auf den Boden – sozusagen zu Füßen der Trainerin Barbara Messer.

Eben diese  steht mittlerweile auf einer umgedrehten Bierkiste, geht mit der zunehmenden Fülle und Enge im Raum lässig um „Ja klar – gerne noch ein paar Stühle, wenn noch welche reinpassen, ansonsten ist hier vorne auf dem Boden noch etwas Platz.“ Alle rücken zusammen.

Thema des Workshops „Ungewöhnliche Trainingspfade beschreiten“.

Wir bekommen jeweils ein Blatt mit Text. Links ihr Text und rechts unser Text. Sie beginnt und damit beginnt der „Gemeindegesang“ (so nennt Barbara Messer diesen Dialog).

Was für ein Einstieg – der Text passgenau für das heutige Setting geschrieben. Natürlich wird stehend gelesen; sie immer noch auf der Bierkiste.

70 Minuten Workshop und ich war verzaubert, durch diese großartige Art von Frau Messer.

Zwischendurch: „Alle mal bitte vor die Tür. Ich will hier kurz was umbauen. Dauert nicht lange, wirklich!“

Wir wieder rein und auf dem Boden lagen verschieden Materialien. Immer große Haufen von 2 unterschiedlichen Materialien, wie z.Bsp. Küchenschwämme und Besteck oder Streichholzschachteln und Schlüssel. Wir bekamen Gruppenaufgaben und fingen an zu Spielen.

JA! Das ist es – SPIELEN!

Und da trifft es sich für mich total mit der theaterpädagogische Arbeit. Auf diesem Kongress habe ich so viele Anknüpfungspunkte und Überschneidungen für die methodische Arbeit von TrainerInnen gesehen.

 

 

 

 

Der ganze Workshop wirkte wie ein Spiel, ein Kinderspiel – im ernsthaften Sinne – sich auf etwas einlassen, zu entdecken, nicht in vorgefassten Bahnen zu bleiben, zu staunen. Auch wenn das Wort authentisch so inflationär benutzt wird, hier finde ich es extrem gut angebracht – Ja, Barbara Messer hat ihren Ansatz vorgelebt. (aus ihrem Buch „Inhalte merk-würdig vermitteln“ : „Reden Sie nicht nur von Wertschätzung – leben Sie sie einfach.“)

Den krönenden Abschluss bildete die Apfelsegnung. Die TeilnehmerInnen wurden von Frau Messer mit einem Apfel der mit einem Bindfaden an einen als Angelrute umfunktionierten Stock gebunden war gesegnet.

Sie saß, mit einem großen rosa Tuch ummantelt, auf der Bierkiste.

Wir wurden gesegnet für den Mut authentisch zu sein. Jede/r spürte einmal den Apfel auf seinem/ ihrem Kopf. Das war wirklich merkwürdig und das in dem Sinne, in dem sie diesen Ausdruck benutzt. Ich glaube nicht, dass ich diese Bild und die Stimmung im Raum dabei vergessen werde.

Auf der Bahnfahrt zurück nach Osnabrück mochte ich das Buch „Inhalte merk- würdig vermitteln“ ( musste ich mir sofort kaufen und von Barbara Messer signieren lassen) gar nicht aus der Hand legen.

 

 

Substantive umstellen

Posted by on Mrz 3, 2016 in Inspirationen | Kommentare deaktiviert für Substantive umstellen

Substantive umstellen

3. März 16

 

Ich blättere in dem Buch von Nick Bantock „Du bist ein Künstler“ – eine inspirierende Reise zu Kreativität und zu sich selbst-

Bei der Übung 9 bleibt es nicht beim Lesen, die möchte ich sofort ausprobieren.

Aus der Einleitung zur Übung 9 Substantive Umstellen:
„ … Lassen Sie den Unsinn einfach fließen. Beobachten Sie dann, wie er sich in seine eigene zweifelhafte Richtigkeit herausbildet.“IMG_2827

Ich nehme, wie von Bantock beschrieben, 2 Texte. Einen Roman, den ich wahllos aufschlage und eine Zeitschrift. Unterstreiche mit Bleistift aus ein paar aufeinander folgenden Sätzen die Substantive und baue dann die Substantive des zweiten Textes an die Stelle der Substantive des Ersten und umgekehrt. Danach passe ich die Form nach meinem Belieben etwas an, ohne an der Reihenfolge der Substantive etwas zu verändern. Und heraus kommt:

Kurz vor Topf wurde der Marketing Gag wach und hatte Lichthunger, aber die Orchideen hatten die Garten Center mittlerweile aufgegessen.
Anne bog beim Regenwald ab und parkte den Bewuchs neben einem Licht, das irgendwann einmal weiß gewesen sein musste.
Die Imbiss Wagen unserer Fähranleger sind in Flaggen heimisch. Dort sind die Stangen so dicht, dass es für Anne knapp war. Die Pommes Frites haben sich deshalb etwas einfallen lassen: …

(Wie geht die Geschichte wohl weiter, wird das mein großer Roman von dem ich noch nie geträumt habe???) macht Spaß ist erfrischend, eine gute Auflockerungsübung. Werde ich mal mit anderen Texten ausprobieren.

„Sozusagen grundlos vergnügt“

Posted by on Feb 24, 2016 in Inspirationen | Kommentare deaktiviert für „Sozusagen grundlos vergnügt“

23. Februar 16


Am Sonntag unser Auftritt mit „die DOUBLE B GEDICHTBOX“.


Auf Wunsch des Publikums rezitierte Iris das unten stehende Gedicht von Mascha Kaleko nochmal und Birgit und ich nahmen unsere Positionen ein.

Ich hätte auch nichts dagegen gehabt das Gedicht noch ein drittes und viertes Mal zu hören und in mir aufzunehmen – dabei an die nicht gerade reizvolle Decke des Aufführungsraumes zu blicken – und dort die Wolken, den Mond, die Wunder und die Freude wieder und wieder zu erblicken.

 

https://40.media.tumblr.com/tumblr_m35kh3q5kI1r3qmd1o1_r2_400.jpg
Mascha Kaléko

Sozusagen grundlos vergnügt von Mascha Kaléko

Ich freu mich, dass am Himmel Wolken ziehen
Und dass es regnet, hagelt, friert und schneit.
Ich freu mich auch zur grünen Jahreszeit,
Wenn Heckenrosen und Holunder blühen.
Dass Amseln flöten und dass Immen summen,
Dass Mücken stechen und dass Brummer brummen.
Dass rote Luftballons ins Blaue steigen.
Dass Spatzen schwatzen. Und dass Fische schweigen.

Ich freu mich, dass der Mond am Himmel steht
Und dass die Sonne täglich neu aufgeht.
Dass Herbst dem Sommer folgt und Lenz dem Winter,
gefällt mir wohl. Da steckt ein Sinn dahinter,
Wenn auch die Neunmalklugen ihn nicht sehn.
Man kann nicht alles mit dem Kopf verstehn!
Ich freue mich. Das ist des Lebens Sinn.
Ich freue mich vor allem, dass ich bin.

In mir ist alles aufgeräumt und heiter:
Die Diele blitzt, das Feuer ist geschürt.
An solchen Tagen erklettert man die Leiter,
Die von der Erde in den Himmel führt.
Da kann der Mensch, wie es ihm vorgeschrieben,
– Weil er sich selber liebt – den Nächsten lieben.
Ich freue mich, dass ich mich an das Schöne
Und an das Wunder niemals ganz gewöhne.
Dass alles so erstaunlich bleibt, und neu!

Ich freu mich, dass ich … Dass ich mich freu.

aus dem Band ‚In meinen Träumen läutet es Sturm‘

EIN RAUM FÜR …

Posted by on Feb 18, 2016 in Inspirationen | Kommentare deaktiviert für EIN RAUM FÜR …

18. Februar 16

 

„EIN RAUM FÜR …“ in der Rehmstrasse 7A.
Ein Vorhaben von Zwei WüstenbewohnerInnen, das auch Eingang  in das Projekt „urbane intervention“ des Fachbereichs der Fachhochschule Osnabrück gefunden hat.

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Apropos „urbane intervention“:
Bei dem letzten „Stadtteiltreffen in der Wüste“ in den Räumen der Wüsteninitiative berichtete die Projektleitung von der Idee eines kreativen Brückenbaus um 2 Straßen der Wüste, die durch einen Graben getrennt sind (Pappelgraben und Schreberstrasse), miteinander zu verbinden.
Nicht das „Machbare“ steht im Fokus, sondern das Kreative, Verspielte, Grenzüberschreitende (ist jetzt meine eigene Interpretation, kein O-Ton). Eine Brücke die erst mal im Kopf entsteht, oder einfach über das ausprobieren – drüber spucken, „vielleicht Kirschkerne“.
Alles, was eine Verbindung entstehen lässt ist möglich. Den Ansatz finde ich klasse, macht mich neugierig, was da in der Stadtplanung alles so möglich sein könnte.

Zurück zum „EIN RAUM FÜR …“.
Letzten Samstag war Tag der offenen Tür mit Kaffee und Kuchen, Gitarrenmusik und guten Gesprächen. 2 Stühle vor dem Schaufenster luden ein hereinzukommen. Prima – da kann jede durch das Schaufenster mitbekommen was los ist. Es gab eine Ausstellung einer Künstlerin, die hier das erste mal ihre Werke präsentierte.

Die Idee: wer mag, kann den Raum günstig anmieten. Gerne regelmäßige Gruppen,  aber natürlich auch Einzeltermine, Workshops, und alles was sonst denkbar ist. Kontakt: EIN_RAUM_FUER@web.de

Auf jeden Fall, soll es ein Treffpunkt zum immer mal stattfindenden Kaffeeklönschnack werden. Am Samstag waren die Leute dort guter Stimmung und neugierig. „Ich wohn gleich um die Ecke“ „ „Ich hab dich hier noch nie gesehen“. Ein echter ein Klassiker. Die Wüste hat doch ne Menge Potential. Cool, wenn durch die „urbane intervention“ lang gehegte Wünsche Impulse zur Umsetzung bekommen.

Dann war da  noch am Sonntag die meditative Klangperformance in der Kunsthalle Dominikanerkirche von Marie Josè Arjona.
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Wir gehen mit einer Matte aus dem Foyer in das Kirchenschiff.
Es sitzen Leute auf den Bänken, auf den 2 Schaukeln, auf den Matten. Es liegen Leute auf den Matten. Wir legen uns auch hin.
Über dem Eingangsbereich, in vielleicht 4 Metern Höhe, sitzt die Künstlerin auf einem an der Wand montierten Stuhl und bringt 4 Stunden lang eine Klangschale zum klingen.
Ich schließe die Augen.
Die Geräusche der Schaukeln werden zum Teil der Klangperformance.
Ich kann hier einfach liegen, total entspannend, eine halbe Stunde? Länger?
Ich öffne die Augen, blicke hoch zur Kuppel, zur Künstlerin, in lächelnde Gesichter.
Was für ein schönes Gefühl, so zusammen sein zu können, in einem Museum – öffentlich und doch geschützt – geborgen.

Schaukeln und Puppen

Posted by on Feb 9, 2016 in Inspirationen | Kommentare deaktiviert für Schaukeln und Puppen

9. Februar 16

Schaukeln, die in der Kunsthalle Osnabrück vom Kirchenschiff hängen.

Den Kopf zurückgelegt, den Blick ins hohe Deckenrelief – hin und her schwingend – „doch ich bin eine Kirchturmglocke …“ – leider hatte ich keine Kamera dabei.

„Bitte nicht zu doll schaukeln …“ Okay, also ohne anschubsen, nur noch aus eigener Kraft – ich will ja auch niemanden verletzten.

Beim Zahlen des Eintritts konnten wir unterschreiben, dass wir auf eigene Verantwortung schaukeln und bekamen dafür einen roten Klebepunkt. Das Museumsteam ist hier immer supernett, auskunftsfreudig und macht die Kunsthalle atmosphärisch rund.

Apropos „rund“: am Tag zuvor waren wir mit einer größeren Gruppe im Figurentheater Mensch Puppe in Bremen.

Liebevoll gestaltetes kleines Foyer. Super sympathische Crew. Vor dem Einlass mit Selbstbedienung und Kassenschweinchen auf der Theke. In der Pause war die Theke dann besetzt.

Es wurden 3 Einakter von Anton Tschechow gespielt. Die Figur des 68 jährigen, mit dem Leben hadernden Schauspielers aus dem „Schwanengesang“ wurde von 2 Puppenspielern belebt – ich konnte direkt eintauchen und war fasziniert und gerührt von dem Spiel.

Eine Rezension zu dem Stück: Weserkurier

Es gibt soviel zu entdecken …

universum

Das Bild- Schaukel? -Puppe?
Vorher waren wir im Universum in Bremen, da gab es `ne Menge auszuprobieren und zu erleben.
Da durfte ich ein wenig Quatsch machen

The Kyteman Orchestra

Posted by on Feb 2, 2016 in Inspirationen | Kommentare deaktiviert für The Kyteman Orchestra

2. Februar 2016

begleitet hat mich die letzten Tage mal wieder dieses Album „The Mushroom Cloud“

 

Wahnsinn!!

 

Hier der you tube link zum leisesten Stück ihres Albums, das mich immer wieder total berührt. The Void

 

Was für ein Album, für mich ist da ALLES drin.

Entdeckt haben wir die Band unter der Leitung von Colin Benders (!!!!!!) auf dem Elbjazzfestival 2013.

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Was war das für ein Erlebnis.

Wir waren voll aus dem Häuschen von dieser Musik und ihrer Präsentation.
Da kam eine Lebensfreude und Ausstrahlung von der Bühne –

Leider gab es meines Wissens seitdem kein Konzert in Deutschland mehr.

 

Für`s hören Zeit nehmen und die Anlage, oder was auch immer, ordentlich aufdrehen

 

Teutoschleife bei Lengerich

Posted by on Jan 28, 2016 in Inspirationen | Kommentare deaktiviert für Teutoschleife bei Lengerich

28. Januar 2016

Das 2te Mal gehe ich jetzt diese Strecke. Eine Wanderung von ca. 3 Stunden, abwechslungsreich, schöne Wegführung, wenig Asphaltstraßen, kleinräumig.
Diesmal ist es teilweise sehr matschig- also nächstes Mal nicht unbedingt, wenn es zuvor so viel geregnet hat und der Boden grad aufgetaut ist. „Hups – bloß nicht ausrutschen“ – das gäbe eine echte Sauerei.

Wir starten die Stecke am Leedener Friedhof. Der Weg führt zunächst ein kurzes Stück über eine kaum befahrene Straße bis er rechts in ein Pfad Wäldchen abzweigt (je nachdem wie herum die Teutoschleife gegangen wird).

Waldpfade und Wege wechseln sich ab. Es geht über einen, sich durch das Wäldchen mäandrierenden Bach, Blicke auf geschwungene Wiesen – leider auch teilweise auf die A1.
Eine Art Kammweg führt uns zum Lusthäuschen,
naja – okay – da hatten wir uns etwas anderes drunter vorgestellt – es ist ein Steinkreis aus etwa 2 Metern Durchmesser zu dem der ortsansässige Pfarrer in den Jahren ???? gelustwandelt sein soll, um dort zu meditieren.Wegen des lustwandelns (früher für spazierengehen) dorthin, heißt es also Lusthäuschen- na gut!
Daneben steht ein großes Holzkreuz- der Ort wirkt auf mich eher etwas bedrückend.IMG_2771

„Tja, ähm -da habe ich mich wohl vertan“.
Ich dachte wir würden den Weg andersherum gehen und war mir sicher wir müssten an der Stelle, wo wir den ausgeschilderten Part verlassen haben (weil wir den Schlenker bergab nach Lengerich und zur Stelle mit Canyonblick ausgelassen haben), Richtung Westen gehen – „also wieder zurück!“

Der Weg ist ansonsten sehr gut ausgeschildert.
Die übersichtliche Broschüre mit 7 Teutoschleifentouren im Tecklenburger Land, jeweils mit kleiner Karte, Streckenverlaufsbeschreibung und Infos, gibt es über die Tecklenburger Land Tourismus e.V.
www.teutoschleifen.de. Hey und da sehe ich, das sind ja sogar Premiumwanderwege.

Noch so nebenbei:
Im Zug das Lachen der Mitreisenden als ertönt: „In 300 Metern rechts abbiegen“. Da hat jemand an seinem Navi gespielt.

„Die wilde Rose“

Posted by on Jan 22, 2016 in Inspirationen | Kommentare deaktiviert für „Die wilde Rose“

 21. Januar 2016

Wir belegen 3 Tage zu sechst die obere Etage der „Wilden Rose“, ca. 30 km östlich von Osnabrück, in Altenmelle.

„Schau mal hier! Überall kleine Steinmosaike“

„Das sind keine fertigen Platten, sondern jedes einzelne Steinchen wurde einzeln angebracht“

– es wirkt, als wäre da jemand mit viel Liebe zum Detail vorgegangen.

Wir lassen es uns gut gehen mit Frühstück, Mittagessen, Abendbrot – „Mhmm- ist das alles lecker!“

Vegetarisch mit ayuvedischen Einflüssen. Schöner kleiner Essraum für uns. Auch eine kleine Sauna mit gemütlichem Matrazenlager gibt es. Da kann ich mich noch dran erinnern, wie wir hier bei meinem ersten Theaterworkshop abgehangen und gequatscht haben – das war so ´91?! Alles andere ist voll renoviert und hab ich nicht wiedererkannt. Klasse, gemütliche Atmosphäre. Topp Preis -/ Leistungsverhältnis!

Kann ich nur empfehlen!

Und als Bonbon fallen, beim morgendlichen Yoga, tänzelnd Schneeflocken auf die großen Dachfenster. Ich schaue hinaus und sehe dieses rote Klavier im Schneeflöckchenmeer.

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www.wilde-rose.com

Auf dem Markt

Posted by on Jan 12, 2016 in Inspirationen | Kommentare deaktiviert für Auf dem Markt

24. Dezember 2015

Mein Bruder und ich gehen am 24. Dezember zeitig auf den Leherheider Markt in Bremerhaven, kaufen ordentlich Gemüse und fahren mit vollem Korb zum nächsten Laden.

Auf dem Parkplatz fällt meinem Bruder beim Einkaufskorbentladen ein 30 cm langes Messer entgegen:
„Hoppla, wo kommt das denn her?“
„Das muss vom Marktstand sein. Der hatte doch ein Messer um die Kohlrabiblätter abzuschneiden!“

Nachdem wir unsere weiteren Einkäufe erledigt haben, geht’s zurück zum Markt, das Messer zurückbringen. Hier ist es nach einer Stunde voller geworden. Derjenige, der uns bedient hat, ist gerade nicht zu sehen. Mein Bruder spricht „el Chefo“ an.

„Nein, das ist nicht unser Messer, wir haben andere. Aber,  sie haben ihre 2,5 kg Kartoffeln hier vergessen!“
„Wir haben gar keine Kartoffeln gekauft.“
„Sie waren das doch mit dem Einkauf in Höhe von 19,20 €“ (das hatte der noch im Kopf, obwohl er uns gar nicht bedient hat- Hut ab!- das an einem Tag wie dem 24. Dezember).

Statt langsam genervt zu werden, macht es den Eindruck, als würden die anderen Kunden amüsiert unserem Dialog folgen. Nach einigem Hin und Her: „Das ist nicht unser Messer!“ „Das sind nicht unsere Kartoffeln.“ machen wir den Deal: Er bekommt das Messer und wir gehen mit einer schwingenden Papiertüte voller Kartoffeln weiter in den Tag.

Warmnachtsbaum II

Posted by on Dez 16, 2015 in Inspirationen | Kommentare deaktiviert für Warmnachtsbaum II

16. Dezember 2015

Wie sieht der Warmnachtsbaum am Eberleplatz in Osnabrück jetzt aus?

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Im Gegensatz zum ersten Mal kannte ich den Weg und einmal dagewesen, schien mir der Platz schon vertraut. Vielleicht liegt es am Uhlenbusch-Flair im 70er Jahre Waschbetonstyle.

warmnachtsbaum_IIaAm Baum hängen Plastiktüten, deren Inhalt schon entnommen wurde. Auf einem Zettel in einer Tüte ist ein Schal gemalt. Da war also einer drin. Handstulpen – steht auf einem anderen. Also läuft die Aktion! Die Anleitung in verschiedenen Sprachen, steht auf Schildern, die am Stamm des Baumes angebracht sind.
Ich mache ein paar Fotos.

warmnachtsbaum_IIbEine alte Dame läuft mal hin, mal her und grüßt dann freundlich.
Ein Mann mit bayrischem Dialekt und osteuropäischen Augen, der auf einer Bank gesessen hatte, kommt auf mich zu und spricht mich an: „Haben sie sich das ausgedacht?“ „Nein, leider nicht.“ Wir reden über das Projekt. Dann fragt er mich, was ich denn davon hielte, dass Millionen Flüchtlinge nach Deutschland kommen. Und redet davon, dass Männer doch in ihrem Land bleiben und dort kämpfen sollten. Puh! Ja – durch die Medien weiß ich, dass dies keine Einzelmeinung ist und es war gut, sich mit jemandem zu unterhalten, der diese Meinung vertritt und doch sehr aufgeschlossen ist.
Der Warmnachtsbaum als Ort des politischen Austausches.

Ich mach jetzt Schreibpause bis nächstes Jahr.


>> siehe auch meinen ersten Bericht vom Warmnachtsbaum

Mann mit der Fähigkeit die Umdrehung der Erde zu empfinden

Posted by on Dez 11, 2015 in Inspirationen | Kommentare deaktiviert für Mann mit der Fähigkeit die Umdrehung der Erde zu empfinden

10. Dezember 2015

Auf einer CD wurde ein Bild von Marc Chagall erwähnt, auf dem ein Mann den Blick zum Himmel hebt – Titel: „Mann mit der Fähigkeit die Umdrehung der Erde zu empfinden“. WOW – das möchte ich sehen – dabei bewege ich mich schon fast selber. Ich hatte es im Kopf, wie wohl das Original aussieht?

Recherche im Internet – Nichts!
Stadtbibliothek –  „Mal in der Unibibliothek im Werksverzeichnis nachschauen, oder vielleicht liegt es an der Übersetzung.“

… Puh! Da schreibe ich einfach mal den Autor der CD an, vielleicht erhalte ich darüber das Bild.

Und tatsächlich, schon am nächsten Tag bekam ich von einem Mitarbeiter die Antwort: Es handele sich nicht um ein Bild von Chagall, sondern von einem französischen Cartoonist mit dem Namen Chaval und der Titel lautet auch anders. „Hochbegabter Mann, befähigt durch die bloße Erdumdrehung einen Eindruck von Geschwindigkeit zu empfinden“ https://de.wikipedia.org/wiki/Chaval

gedichtbox

Foto: Silvi Stäblein

Also ein Missverständnis, im wahrsten Sinne des Wortes, wobei ich den Titel mitgeschrieben habe – … Danke allen Recherchehelferlein …

Ich möchte das Bild immer noch gerne sehen, auch wenn es gar nicht existiert. Vielleicht nicht von Chagall sondern von einem Leser oder einer Leserin???!!!

Ach ja – da ich jetzt kein Bild zu dem Thema habe- hier eine Aufnahme der Fotosession von Samstag zur „GEDICHTBOX PLUS DOUBLE B“, finde es irgendwie passend …

Warmnachtsbaum in Osnabrück

Posted by on Dez 3, 2015 in Inspirationen | Kommentare deaktiviert für Warmnachtsbaum in Osnabrück

3. Dezember 2015warmnachtsbaum_flyer

Im Rahmen des Hochschulprojekts urbane intervention, wird eine Warmnachtsbaumidee realisiert.

Im Stadtteil Haste in Osnabrück steht auf dem Eberleplatz eine Kastanie, die mit wärmenden Accessoirs behängt werden soll. Das ist ja genial, dolle Idee – den öffentlichen Raum auf solche Weise (hier als Art und Weise, aber doch auch als Weise im Sinne von wissend) zu nutzen.

Soll am 3. Dezember starten – also heute. Das werde ich mir jetzt sofort anschauen. Also Fotoapparat schnappen und raus!  Bis gleich ….


… und wieder zurück. Das hat dann doch länger gedauert, als erwartet.

Am Eberleplatz angekommen:  Parkplatz, Rückfront des Edeka, Betonbauten, Bäume. Eine Kastanie kann ich nicht erkennen, was mir blätterlos auch nicht so leicht fällt. Ich gehe um den Supermarkt, „Ah ja – dort sind auch Bäume und ein wenig Grün- aber nichts sieht aus wie der Baum den ich suche.

Nachdem ich mein Glück bei einer alten Dame, einer Verkäuferin, einer Kundin „Ah- davon hab ich in der Zeitung gelesen, DAS ist hier?“, wieder eine Verkäuferin „Ein was?“ „Ein Warmnachtsbaum?- Was soll denn das sein?“ versucht habe, bekam ich einen ersten Hinweis – ich könne doch in der Nackten Mühle (eine Jugendeinrichtung) Näheres erfahren.
Auf zur nackten Mühle! Ja, da hängt ein Warmnachtsbaumflyer an der Tür und die Tür ist auf! „Der Baum ist am Eberleplatz.“ „Ja, da war ich bereits.“ „Das Beet vor der Polizeistation, die aber nicht als Polizeistation erkennbar ist.“ „Wie? Wo ist das genau?“ „Aha!“

warmnachtsbaum_haste

Wieder am Platz sehe ich den Baum, der mir gar nicht aufgefallen war, versichere mich jedoch vorerst bei der Polizei („Ob das was wird, oder ob das nicht nur die Leute nutzen, die eh schon alles haben?“).

Er ist es: Heute Abend ist die Auftaktveranstaltung – deshalb hängen leider auch noch gar keine Geschenke dran – und ich kann leider nicht dabei sein. Aber ich werde dem Baum vor Weihnachten noch mal einen Besuch abstatten.

https://urbaneinterventionen.wordpress.com/

https://www.noz.de/lokales/osnabrueck/artikel/643536/ilka-krug-behangt-baum-in-haste-mit-warmer-kleidung

Eine kleine Entstehungsgeschichte

Posted by on Nov 26, 2015 in Inspirationen | Kommentare deaktiviert für Eine kleine Entstehungsgeschichte

28. November 2015

Nachdem ich von Freundinnen den Impuls für regelmäßige Einträge/ Beiträge auf meiner Website bekam, entstand die Idee eine wöchentliche Inspiration zu schreiben. Bei dem Gedanken daran war mir zunächst etwas mulmig zu mute – würde mir überhaupt was einfallen?

Okay, ich probiere es erst mal aus, muss ja nicht für immer sein.
Selbst wenn nicht von Vielen gelesen, wäre es eine Übung und Reflexionsmöglichkeit für mich.

Also erst mal mit Marion Lustig, meiner Grafik- und Webdesignerin, drüber gesprochen: „Kannst du das rein setzen – wöchentlich? Geht das?“ Ohne Marion würde es die Website, also meine eigene nicht geben. Dass es eine Gestaltung gibt, in der ich mich wiederfinde, hätte ich bis Anfang des Jahres nicht gedacht. Ein Hoch auf Marion und ihr feines Gespür und ihre Kreativität und … ja, ich hör schon auf!

kreatives_schreibenIch wollte noch schreiben, wie es mir gelungen ist, meine wöchentliche Inspiration zu verwirklichen:
Datum und Uhrzeit lege ich für die jeweilige Woche fest. In der Regel (heute nicht) früh morgens, gleich nach dem Aufstehen – da ist mein Kopf noch nicht ganz so voll von „Ja – Aber“ und anderem störenden Unfug. Dann nehme ich mir Papier und Kugelschreiber, setze mich an den Küchentisch, stelle den Wecker auf 20 Minuten und fange an zu schreiben. Die Methodik liegt im Durchschreiben, keine Pausen machen, sich nicht selbst korrigieren, sondern schauen, was kommt. Sonst sitze ich vor einem leeren Blatt – schwupss! da kommt schon eine Erinnerung an Aufsätze in der Schule – ach, und da war noch der Satz einer Lehrerin: „Britta, erst Denken – dann Schreiben!“. Aber genau das ist so schön bei dieser Art zu schreiben, dass schreibend gedacht wird. Streichen kann ich hinterher beim Abtippen – also genau JETZT.

Die ersten Seiten können dann so aussehen: Ich weiß jetzt grade gar nicht was ich schreiben soll, mir fällt heute gar nichts ein, hallo wo ist da was? Ich hab doch in dem Buch gelesen, das mir … geliehen hat, ach stimmt, sie hatte doch den Satz auf der Wanderung gesagt, den Satz von Michael Birkenbihl …. – und auf einmal merke ich, ich komme an ein Thema, das mich inspiriert.

Dann schau ich, ob ich ein passendes Foto habe – tippe im Laufe des Tages den Text, sende es an Marion und da kommt oft schon ganz bald „Text ist online“ – also nachgeschaut und „Ja!“.

Zwei Gedichte

Posted by on Nov 17, 2015 in Inspirationen | Kommentare deaktiviert für Zwei Gedichte

17. November 2015

Der Hass
sieht Dein Haus
Dein Tor
beschmiert er mit Teer
Deine Stube
zertritt er zu Staube
Seine Truppe
zerhackt Deine Treppe
Den Kummer
setzt er in Deine Kammer
und findet unter dem Dach
dich

von Erich Fried
Das Gedicht ist veröffentlicht in einem Sonderdruck aus dem „Freibeuter“ zum 60. Geburtstag von Erich Fried (6.5.81)  mit dem Vermerk: „1949, unveröffentlicht“


‘s ist Krieg! ‘s ist Krieg!
O Gottes Engel wehre,
Und rede Du darein!
‘s ist leider Krieg –
und ich begehre
nicht schuld daran zu sein!

von Matthias Claudius
erste Zeile aus dem Kriegslied von 1778